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Dienstag, 11. August 2026
Innovation trifft Praxis

Fachtagung für Photovoltaik und Stromspeicherung 2024 setzt neue Impulse

Photovoltaik | Julia Jamy | 06.12.2024 | |  
Die PV-Fachtagung erwies sich erneut als großer Erfolg. Die PV-Fachtagung erwies sich erneut als großer Erfolg. Am 26. und 27. November fand die diesjährige „Österreichische Fachtagung für Photovoltaik und Stromspeicherung“ – eine Kooperationsveranstaltung zwischen der österreichischen Technologieplattform Photovoltaik (TPPV) und dem Bundesverband Photovoltaic Austria (PV Austria) – statt. Insgesamt kamen über 400 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Praxis und Politik in Wien zusammen, um sich über die neuesten Innovationen, Herausforderungen und Chancen der Energiewende auszutauschen.
Hubert Fechner (TPPV) eröffnete die PV-Fachtagung.

Die Fachtagung 2024 zeigte nicht nur die Innovationskraft der Branche, sondern verdeutlichte erneut die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen, um den Konjunktur- und Arbeitsplätzemotor Photovoltaik sowie den Innovationsstandort Österreich weiter auszubauen. Die Eröffnungsstatements von Hubert Fechner (TPPV), Herbert Paierl (PV Austria), Jürgen Schneider (Bundesministerium für Klimaschutz) und Bernd Vogl (Klima- und Energiefonds) unterstrichen die Bedeutung der Photovoltaik für unser zukünftiges Energiesystem und die damit verbundene notwendige Innovation. Man war sich einig, dass vor allem der weitere Ausbau der Photovoltaik und insbesondere die Notwendigkeit, Stromspeicher stärker zu forcieren und besser zu integrieren, größte Bedeutung hat und sich Österreich auf den Weg zum Speicherland 2.0 machen muss. Es muss gelingen, Strom systemdienlicher zu nutzen, indem wir das Bewusstsein für die Vorteile flexibler Tarif- und Anwendungskonzepte schaffen. Grundlage dafür sei das überfällige Elektrizitätswirtschaftsgesetz.

Highlights

Auf die neugierigen Teilnehmer warteten zwei Tage voller spannender Impulsvorträge.

Am ersten Tag drehte sich gleich zu Beginn alles um technologische Innovationen bei PV- Materialien und Moduldesign; danach um neue Konzepte der Flächennutzung, wie Agri- Photovoltaik und PV-Freiflächenanlagen, die nicht nur Strom erzeugen, sondern auch die Biodiversität fördern. Dazu passend unterstrich auch die Präsentation einer aktuellen Studie zum PV-Potenzial die Notwendigkeit, alle Flächenpotenziale – auch abseits von Dächern – gleichzeitig zu nutzen. Zusätzlich wurden neue integrierte Photovoltaiklösungen als nachhaltige Entwicklungen in der gebauten Umwelt und Infrastruktur vorgestellt. Am Nachmittag stand die Energiespeicherung als Schlüsseltechnologie für die Energiewende im Fokus. Parallel dazu diskutierten Experten zu neuen Ansätzen für Recycling, Reuse und Reparatur von PV-Modulen.

Der zweite Tag bot ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Impulsvorträgen rund um die Themen Qualität, Flexibilität und Digitalisierung. Während am Vormittag noch die Zuverlässigkeit von PV-Anlagen und innovative Betriebsansätze im Mittelpunkt standen, diskutierten Experten im zweiten Themenblock darüber, wie die Stromnutzung mithilfe von Steuerungskonzepten und modernen, regulatorischen Rahmenbedingungen fit für die Zukunft werden kann. Einigkeit herrschte jedenfalls darüber, dass es ohne einer „Flexibilitätsrevolution“, bei der Speicher eine tragende Rolle spielen werden, nicht gehen wird. Am Nachmittag lag der Fokus auf Praxis und Digitalisierung. Neben der Vorstellung von PV-Leuchtturmprojekten und den bisherigen Erkenntnissen aus der Anwendung multimodaler Großspeicher, zeigte der letzte Themenblock wie Digitalisierung die Energiewende voranbringt und welche rechtlichen Vorgaben hinsichtlich Cybersecurity noch auf die Branche zukommen werden.

Posterausstellung

Am ersten Veranstaltungstag lud die TPPV traditionell zum Abendempfang. Höhepunkt des Abends war die Keynote von Harald Oberhofer (WIFO/WU Wien) zum Thema „Kann Europas Greentech-Industrie im Wettbewerb mit China bestehen?“. Im Vortrag wurden neue Perspektiven auf die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen PV-Industrie eröffnet und intensive Diskussionen beim Abendempfang angeregt. Begleitend zum Fachprogramm gab es wie gewohnt eine große Fach- und Posterausstellung, bei der sich das Publikum über spannende Forschungsprojekte informieren konnte. Die neu eingeführte Poster-Session am ersten Tag bot Teilnehmern die Möglichkeit, Forschungsergebnisse direkt mit den Autoren zu diskutieren.

Die Verleihung des Posterawards am zweiten Tag setzte ein besonderes Highlight. Die diesjährigen Auszeichnungen gingen zum einen an ein Projekt zum Thema Beschleunigung der Produktentwicklung für alpine PV-Anlagen (eingereicht von Anika Gassner) und zum anderen an ein Projekt zum Thema prognosebasierter Batterieladung zur optimierten Netznutzung für mehr PV-Strom (eingereicht von Günter Wind). Zwei Parallelworkshops zur weiteren Vertiefung zu den Themen „PVReValue – Repair, Reuse (Second Life) und Recycling“ und „Farbe in die Photovoltaik – Innovative Lösungen für PV in Denkmal- und Landschaftsschutzzonen“ rundeten das intensive Fachprogramm ab.

Save the date

Und es steht auch gleich die nächste Veranstaltung vor der Tür: Am Dienstag, den 18. März 2025, findet der PVKongress 2025 im Austria Center Vienna statt. Der PVKongress bildet nicht nur den Auftakt in ein neues PV-Jahr, sondern setzt auch den thematischen Startschuss für die kommende Saison. Teilnehmer dürfen sich auf spannende Einblicke in die neuesten politischen Entwicklungen, Updates zu praxisrelevanten Themen sowie wegweisenden Projekten freuen. Die Anmeldung startet im Jänner 2025.

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