GfK zur Black Week 2024: Wer gewinnt, wer verliert
Mit einer Umsatzsteigerung von 65% waren die Heißluftfritteusen die Wachstumssieger der Blackweek 2024.
Die Black Week hat sich in Deutschland als wichtiger Umsatztreiber für technische Konsumgüter fest etabliert. Laut GfK Handelspaneldaten stieg der Umsatz in der Black Week (KW 48 2024) im Vergleich zur Black Week 2023 (KW47 2023) um +4,7%, dabei meldeten die Marktforscher einige interessante Details: So waren Heißluftfritteusen, AR-/VR-Brillen, Kopfhörer und Computer besonders gefragt. Der Telekommunikationssektor war mit einem Umsatzrückgang von -6% der klare Verlierer der Woche. Während der stationäre Handel in der Black Week ein Umsatzplus von 6% verzeichnete, legte der Online-Handel um 4% zu.„Die Black Week ist und bleibt vor allem für den Markt der technischen Gebrauchsgüter das zentrale Promotion-Event. Nach einem insgesamt herausfordernden Jahr hat sie in vielen Bereichen starke Impulse geliefert“, erklärt Alexander Dehmel, Experte für Tech & Durables bei NielsenIQ/GfK. „Unsere aktuelle GfK-Weihnachtsstudie zeigt zudem, dass 41 % der Konsumenten ihre Weihnachtseinkäufe gezielt in die Black Week verlegen, um von attraktiven Angeboten zu profitieren. Das Weihnachtsgeschäft wird nun ein wichtiger Gradmesser für die weitere Entwicklung der Tech-Kategorien im kommenden Jahr. Eine genaue Analyse der Verkaufszahlen wird entscheidend sein, um die Marktdynamik für 2025 frühzeitig zu antizipieren.“
Comback bei der IT
Deutliche Zuwachsraten konnten während der Black Week in diesem Jahr die Kategorien IT (+13%), Office (+15%) sowie Foto (+12%) verbuchen. Nach Jahren der Dominanz von Peripheriegeräten wie Mäusen und Tastaturen erleben größere IT- und Office-Produkte wie Desktop-PCs (+22%), Tablets (+21%), Multifunktionsdrucker (+15%) und Laptops (+13%) ein Comeback. Dies deutet auf einen beginnenden Ersatzzyklus hin: Konsumenten, die ihr Homeoffice während der Corona-Pandemie mit neuen Geräten ausgestattet haben, ersetzen diese nun zunehmend durch aktuellere Modelle.
Haushaltskleingeräte
Auch das Segment der Haushaltskleingeräte konnte seinen Wachstumskurs fortsetzen und legte in der Black Week um 10 % zu. Besonders Geräte rund um das Thema Küche und Essen erfreuten sich hoher Nachfrage, darunter Zitruspressen, Milchschäumer und Wasserkocher. Als Spitzenreiter behaupten sich aber Heißluftfritteusen mit einem Umsatzanstieg von +65% gegenüber der Vorjahresperiode. Auch Saugroboter gehören mit einem Umsatzplus von +33% weiterhin zu den beliebten Black-Week-Kategorien. Bei den klassischen Haushaltsgroßgeräten punkteten vor allem Spülmaschinen und Wäschetrockner, die jeweils um +5% zulegen konnten. Starke Zuwächse gab es auch im Bereich Gesundheit, etwa bei Massagegeräten (+47%) und Lichttherapiegeräten (+16 %). Über alle Kategorien hinweg gehörten Saugroboter, Dampfglätter, Hairstylinggeräte, Tablets und Heißluftfritteusen zu den Produkten mit dem höchsten Anteil an rabattierten Verkäufen.
Unterhaltungselektronik im Aufwind
Die Unterhaltungselektronik verzeichnete während der Black Week ein Umsatzplus von +9 %. Besonders stark entwickelten sich AR-/VR-Brillen mit +41 % und Set-Top Boxen (+37 %), deren Nachfrage durch die bevorstehende SD-Abschaltung der öffentlich-rechtlichen Programme im Januar 2025 angekurbelt wurde. Auch Kopfhörer und mobile Stereo-Headsets zeigten mit +28 % eine sehr gute Performance. Der TV-Markt profitierte nach einer Phase der Zurückhaltung ebenfalls und wuchs um +6 %.
Einziger Negativtrend der Black Week war der Smartphone-Markt. Hier gingen die Umsätze um -6 % zurück und blieben damit deutlich hinter den Erwartungen. Besonders Geräte mit einem Verkaufswert von über 900 Euro wurden weniger nachgefragt und beeinflussten damit das Gesamtergebnis.


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