Der essbare Robo-Cake
Forscher zweier Universitäten haben zwecks Demonstration den „Robo-Cake“ entwickelt, eine Torte mit wiederaufladbaren, essbaren Batterien. (Bild: EPFL / IIT / EHL)
Forscher einer schweizer und einer italienischen Universität haben eine „Robotertorte“ entwickelt, mit tanzenden Gummibärchen und essbaren, wiederaufladbaren Batterien. Die zugrundeliegende Technologie habe das Potenzial, Elektroschrott zu verringern, wie es heißt.Jeder braucht heutzutage Batterien. Am Ende ihrer Lebensdauer bleiben allerdings große Mengen schwer recycelbaren Abfalls zurück, weswegen viele Forscher an nachhaltigen Alternativen forschen.

Forschern der EPFL (Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne) und des Istituto Italiano di Tecnologia (IIT-Italienisches Institut für Technologie) ist es nun gelungen, kompostierbare und somit essbare Roboterkomponenten zu entwickeln. Zwecks Demonstration haben sie in Kooperation mit Konditoren sowie ebensmittelwissenschaftlern der EHL Hospitality and Business Education Group in Lausanne eine „Robotertorte“ entwickelt – einen Kuchen in Form einer dreistöckigen Hochzeitstorte, auf der zwei Gummibärchen „tanzen“. LED-Kerzen erhalten ihren Strom von einer wiederaufladbaren, essbaren Batterie.
Die Torte
Die Torte selbst besteht weitgehend aus konventionellen Zutaten. Die zwei „Roboter-Gummibären“ sind aus Gelatine so geformt und mit Hohlkörpern versehen, dass sie sich durch eingeblasene Druckluft bewegen und tanzende Bewegungen vollführen. Sie sind essbar und sollen laut Beschreibung nach süßem Granatapfel schmecken. Die Pumpe und die Elektronik seien weitgehend konventionell aufgebaut und nicht für den Verzehr geeignet, wie beschrieben wird.

Die Batterie besteht aus Vitamin B2, Quercetin, Aktivkohle und Schokolade. Sie ist wiederaufladbar und versorgt die LED-Kerzen der Torte mit Strom. Die Batterie kann vollständig gegessen werden, wie die Forscher betonen. „Der erste Geschmack, den man beim Verzehr wahrnimmt, ist Zartbitterschokolade, gefolgt von einem überraschenden Geschmackskick, der auf den essbaren Elektrolyt im Inneren zurückzuführen ist und nur wenige Sekunden anhält“, sagt Valerio Galli, Doktorand am IIT. Dario Floreano, Leiter des Labors für intelligente Systeme (LIS) an der EPFL und Koordinator des RoboFood-Projekts, ergänzt: „Robotik und Lebensmittel sind zwei verschiedene Welten. Die Verschmelzung dieser beiden Welten bietet jedoch zahlreiche Vorteile, insbesondere im Hinblick auf die Verringerung von Elektroschrott und Lebensmittelabfällen.“


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