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Freitag, 15. Mai 2026
Hybrid-PV, Recycling und Netzstabilität auf dem Prüfstand

Intersolar 2025: Neue Impulse für die Energiewende

Energiezukunft | Julia Jamy | 11.07.2025 | |  
(© Pixabay) Vom Blackout auf der iberischen Halbinsel über den Boom hybrider PV-Anlagen bis hin zur Zukunft des PV-Recyclings: Europas Energiewende steht an einem Wendepunkt. Neue Technologien sind bereit, doch es hapert an Rahmenbedingungen, Systemintegration und Fachwissen.

Hybride PV-Systeme, also herkömmliche PV-Anlagen kombiniert mit anderen Stromquellen oder Batteriespeichersystemen, werden mit Blick auf Netzengpässe und negative Strompreise immer wichtiger. Simon Dupond, politischer Berater für erneuerbare Märkte und Investitionen bei SolarPower Europe, erklärt in einem Interview, was dem weiteren Ausbau hybrider PV-Anlagen im Weg steht und welche Verfahren sich in Europa bereits etabliert haben. Mehr lesen Sie hier.

Auch das Thema PV-Recycling rückt immer mehr in den Fokus und war auch auf der Intersolar 2025 ein präsentes Thema. Was passiert mit den rund 70 Millionen Tonnen PV-Müll, die bis 2050 weltweit anfallen? Diese Frage stand im Zentrum der Diskussion auf dem Intersolar Forum 2025. Experten von PV Cycle, Reiling PV-Recycling und Solar Materials präsentierten Lösungsansätze für ein effektives Recycling von Solarmodulen – von der Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe wie Glas, Aluminium, Silizium und Silber bis hin zu regulatorischen Herausforderungen. Mehr erfahren Sie hier.

Debatte um Netzstabilität

Wie widerstandsfähig ist Europas Stromnetz wirklich? Der Blackout auf der Iberischen Halbinsel hat die Debatte um Netzstabilität neu entfacht. Mit dem schnellen Zubau erneuerbarer Energien wächst auch der Druck auf die Infrastruktur. Dezentralisierung, Speichertechnologien und Systemresilienz rücken ins Zentrum der Diskussion. Im The smarter E Podcast nehmen Julian Jansen (Fluence) und Michael Schreiber (Octopus Energy) den europäischen Markt genauer unter die Lupe. Den Podcast können Sie sich hier anhören.

Neue Trends

Die Intersolar Europe 2025 bot einmal mehr zentrale Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Batteriespeicher. In der Konferenzsession „Zukunftstrends: Marktentwicklungen und relevante Anwendungsmöglichkeiten“ präsentierte SolarPower Europe eine exklusive Vorschau auf den neuen „European Market Outlook for Battery Storage 2025–2029“. Nach drei Jahren rasanten Wachstums hat sich der europäische Speichermarkt 2024 deutlich abgekühlt: Die neu installierte Kapazität stieg lediglich um 15 Prozent auf 21,9 GWh – ein spürbarer Rückgang im Vergleich zu den beinahe jährlichen Verdopplungen zwischen 2021 und 2023.

Ausschlaggebend dafür war vor allem die Entspannung an den Strommärkten. Die zwischen 2021 und 2023 stark gestiegenen Energiepreise hatten Batteriespeicher wirtschaftlich attraktiv gemacht. Doch im Folgejahr sanken die Preise deutlich – mit Folgen für die Nachfrage. Besonders betroffen war der Heimspeichermarkt: Mit einem Anteil von 57 Prozent und 10,8 GWh installierter Kapazität verzeichnete er erstmals einen Rückgang. Gewerbliche Speicherlösungen hielten sich mit 10 Prozent Marktanteil stabil. Deutlich zulegen konnten hingegen Großspeicher: Ihr Anteil wuchs auf 33 Prozent, die installierte Kapazität verdoppelte sich auf 8,8 GWh. Weitere Informationen finden Sie hier. 

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