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Dienstag, 16. Dezember 2025
Erstmals zwei Bezirke mit mehr als 50% E-PKW bei Neuzulassungen

VCÖ: E-Mobilität weiter auf dem Vormarsch

Elektromobilität | Dominik Schebach | 11.07.2025 | | 1  
Österreichweit wurden laut Statistik Austria im 1.HJ/2025 31.534 batterieelektrisch-betriebene PKW zugelassen. Österreichweit wurden laut Statistik Austria im 1.HJ/2025 31.534 batterieelektrisch-betriebene PKW zugelassen. In der Zulassungsstatistik für das 1HJ/2025 zeigt sich ein starker Trend Richtung E-Mobilität. Wie der Verkehrsclub Österreich auf der Basis von Daten der Statistik Austria meldet, lag der Anteil von E-PKW in Oberösterreich und Salzburg bei jeweils mehr als 25%. Auch gab es erstmals zwei Bezirke in Österreich mit einem E-PKW-Anteil von mehr als 50%.

Zugegeben, die beiden fraglichen Bezirke sind flächenmäßig eher klein: In Wien Rudolfsheim-Fünfhaus waren im 1. Halbjahr 58% der Neuwagen Elektroautos, in Wien-Mariahilf 56%. Bei den Bundesländern führen ex aequo Salzburg und Oberösterreich mit jeweils 25%, vor Wien und dem Burgenland. Den niedrigsten Anteil an neuzugelassenen Elektroautos hat die Steiermark mit 17%. In allen Landeshauptstädten liegt der Anteil der Elektroautos über 20%, Spitzenreiter ist Linz mit fast 29%, vor der Stadt Salzburg und Eisenstadt. Am niedrigsten ist der Anteil in St.  Pölten mit fast 21%. Österreichweit wurden laut Statistik Austria im 1.HJ/2025 31.534 batterieelektrisch-betriebene PKW zugelassen. Das entspricht einem Gesamtanteil von 22% bzw. einer Steigerung von 42% gegenüber dem ersten Halbjahr 2024.

„Was Dänemark bereits landesweit erreicht, schaffen in Österreich erstmals zwei Bezirke: Mehr als die Hälfte der neuzugelassenen Pkw fahren zu 100 % mit Strom“, fasst VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zusammen.

Sieht man sich die Zahlen auf Bezirksebene an, so zeigt sich, dass die E-Mobilität nicht nur auf den urbanen Raum beschränkt ist: Zwar sind Österreichs E-Pkw Spitzenreiter bei den Bezirken Wien Rudolfsheim-Fünfhaus mit 58 %, vor Mariahilf mit 56 %, der Inneren Stadt mit 46% und der Leopoldstadt mit 45% alle in Wien. Außerhalb Wiens ist der E-Pkw-Anteil im Mühlviertler Bezirk Rohrbach allerdings mit fast 35% am höchsten, vor dem Bezirk Kirchdorf mit 31% und Graz-Umgebung mit 30%, wie die VCÖ-Analyse zeigt. Österreichweit gibt es nur mehr zwei Bezirke mit weniger als 10% E-Pkw-Anteil bei Neuwagen: Der steirische Bezirk Liezen mit rund 4% und der Tiroler Bezirk Reutte mit rund 6%.

Laut Daten des Umweltbundesamts sind die gesamten CO2-Emissionen von E-Pkw (inklusive Fahrzeug- und Batterieherstellung und Energiebereitstellung) um 53% niedriger als von Verbrenner-Pkw. Der Energieverbrauch pro Kilometer ist bei Verbrenner-Pkw im Schnitt dreimal so hoch wie der von Elektroautos. Aber auch bei E-Pkw verschlechtert sich die Umwelt- und Energiebilanz mit zunehmender Größe, Schwere und Motorstärke. Der VCÖ fordert daher auf EU-Ebene Vorgaben für die Hersteller, damit künftig mehr kleinere und sparsamere Modelle auf den Markt kommen.

„Dass nach wie vor auch Dienstwagen, deren Motoren Diesel oder Benzin verbrennen und dadurch CO2 ausstoßen, steuerlich begünstigt werden, ist angesichts der sich verschärfenden Klimakrise nicht mehr zeitgemäß. Schaffen Firmen mehr neue Elektroautos an, dann gelangen auch mehr Elektroautos in den für Privathaushalte relevanten Gebrauchtwagenmarkt“, stellt Jaschinsky fest.

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Kommentare (1)

  1. Interessant wäre der Anteil an privaten Käufen. Es scheint so, dass bei Firmen und öffentlichen Institutionen Elektroautos hoch im Kurs stehen und bei Privaten die Verbrenner weiterhin überwiegen.

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