Kauft JD.com MediaMarktSaturn?
In der Vergangenheit wurde schon mal gemutmaßt, dass ein chinesischer Konzern mit der Übernahme von MediaMarktSaturn liebäugelt. Laut Medienberichten könnte es nun tatsächlich soweit sein. Die Übernahmegespräche seien bereits weit fortgeschritten. Der Ball liege bei der Gründerfamilie der Elektronikhandelsketten.MediaMarktSaturn könnte einen neuen Eigentümer aus China bekommen. Es gäbe bereits fortgeschrittene Verhandlungen, habe die Elektronikhandelskette gegenüber Medien bestätigt, schreibt u.a. Die Presse. Bei dem Interessenten aus China handle es sich um den chinesischen Online-Riesen JD.com.
Mit der Übernahme von MediaMarktSaturn würde sich JD.com Zugriff auf einen der größten Online-Shops für Elektronikartikel in Europa und ein Netz von etwa 1000 Märkten in mehreren europäischen Ländern verschaffen. Bei MediaMarktSaturn sind laut Unternehmensangaben rund 50.000 Menschen beschäftigt. Zuletzt erzielte Ceconomy einen Jahresumsatz von 22,4 Milliarden Euro – 5,1 Milliarden Euro davon gehen auf die Online-Shops.
Laut Medienberichten, ziehe JD.com in Erwägung, den Ceconomy-Aktionären je 4,60 Euro für ihre Stammaktien zu bieten – das wäre ein Aufschlag von 23 % auf den Schlusskurs von 3,75 Euro am Mittwoch (23.7.). Laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg wird das Unternehmen bei dem Deal mit 2,2 Milliarden Euro bewertet. „Die Ceconomy-Papiere legten nach den Berichten zwischenzeitlich um bis zu 12 % zu. Seit Jahresbeginn ist die Aktie um etwa 60 % gestiegen“, schreibt das Handelsblatt.
Bindende Vereinbarungen seien aber noch nicht unterzeichnet worden. Und ob es tatsächlich zu einem Angebot komme, sei derzeit offen, betonte das Unternehmen. Die Presse schreibt weiter: „Für eine Übernahme dürfte Ceconomy-Großaktionär Kellerhals zentral sein. Die Gründerfamilie von MediaMarkt und Saturn hält über ihr Finanz-Vehikel Convergenta knapp 30 % der Ceconomy-Anteile und ist damit mit Abstand größter Einzelaktionär.“ Familie Kellerhals äußerte sich scheinbar nicht zu dem Thema. Und auch die Duisburger Holding Haniel sowie die kleineren Anteilseigner Meridian, Beisheim und Freenet sagten nichts.

Europas Ausverkauf – der stille Aufstieg Chinas auf unserem Boden
Seit Jahren beobachten wir eine leise, aber systematische Expansion chinesischer (teilweise staatsnaher) Unternehmen in Europa. Ob es um Schlüsselindustrien, kritische Infrastruktur oder Zukunftstechnologien geht – die Liste der Übernahmen und Beteiligungen wird täglich länger und zunehmend undurchsichtig. Vom Hafen in Piräus über deutsche Robotertechnik bis zu Stromnetzen, Halbleiterfirmen oder High-Tech-Start-ups: Europa öffnet die Tür, China geht durch – mit Kalkül und langfristiger Strategie.
Der gefährlichste Aspekt daran ist nicht die wirtschaftliche Aktivität selbst, sondern ihre strategische Tiefe. Es geht längst nicht mehr nur um Handel, sondern um Kontrolle, Zugang zu Technologie, und – wie mehrfach belegt – Industriespionage. Dennoch bleibt die politische Reaktion erstaunlich schwach. Einmalzahlungen, hohe Verkaufspreise und kurzfristige Bilanzen, kurz – die Gier überzeugt Vorstände – auf Kosten langfristiger Souveränität.
Was droht, ist ein Szenario, in dem europäische Fachkräfte für chinesische Konzerne arbeiten, europäische Innovationskraft billig exportiert wird – und Europa am Ende als verlängerte Werkbank agiert, statt als führender Kontinent.
Man darf nicht sagen: „MediaMarktSaturn ist ja ´nur´ Handel“, ich schleße mich dem Kommentar von Erich Schreck da voll an.
Die Politik ist gefordert, endlich klare Schranken zu setzen:
Europa hat die Innovationskraft, das Know-how und das Potenzial, eigenständig zu agieren. Was fehlt, ist der politische Wille, sich nicht dem kurzfristigen Profitdenken einiger Weniger zu beugen.
Selbstständigkeit ist kein Luxus – sie ist die Grundlage für eine freie, sichere Zukunft.
Die Politik ist gefordert, endlich klare Schranken zu setzen:
.
Dieser Satz ist richtig, blos die haben früher nichts gemacht die machen jetzt nichts und so wie es aussieht sind die in Zukunft auch nicht dazu fähig.
Grund ist wir haben nur Politikhansln gewählt.
Zu unserer Entschuldigung, die sind Alle gleich.
An Fam. Kellerhals werden sich vermutlich auch die Chinesen die Zähne „ausbeissen“. 🙂
Na hoffentlich!!!
Wenn der Ausverkauf Europas an China so weitergeht, sind wir in 15 Jahren das Billiglohnland der Chinesen. Und in 20 Jahren gehört dann alles den Chinesen…
Sieht das denn keiner, dass die ALLES weltweit aufkaufen? Und parallel dazu die ganze Welt mit ihrem Zeugs überschwemmen? Das kann doch nicht gutgehen!
Die Politik bereitet uns seit einiger Zeit schon vor!
Es könnte auch eine Herausforderung für europäische Hersteller sein, sich ein wenig vom asiatischen Einheitsbrei abzusetzen. Wegen der paar Eigenmarken von Media oder auch Saturn wird es wohl nicht sein. Auch wird die Bedeutung von Media am österreichischen Markt immer sehr kleingeschrieben …..
Ich sehe das genauso wie Sie, eine Übernahme durch einen Chinesischen Konzern ist wirklich ein Horrorszenario. Umso mehr sollte der gut sortierte Fachhändler mehr und mehr auf europäische Marken setzen. Schaut man auf GfK sieht man vor allem den Vormarsch von chinesischen Unternehmen, in allen Segmenten. Ist es TCL, Hisense (bzw. Gorenje). Zusätzlich ist zu bedenken, dass Nachhaltigkeit gerade bei diesen Unternehmen nicht sehr groß geschrieben ist. Durch geringere Umweltauflagen kann natürlich billiger produziert werden, die geringen Lohnkosten sind hier auch ein signifikanter Faktor. Deshalb mein Apell an alle Händler, rückt bitte wieder Produkte in den Fokus die außerhalb des Einflußbereiches von totalitären Regimen, sind. Denn nur durch diesen Fokus werden wir die europäischen, demokratische Gesellschaft aufrecht erhalten. Ja, das hat seinen Preis, aber diesen zu bezahlen, lohnt sich!
Für die europäische Industrie ist das alles andere als gut. Nach der Übernahme werden bei deren Märkten wohl oder übel chinesische Hersteller bevorzugt werden mit all den Nachteilen für deren Kunden. Der eine oder andere europäische Hersteller wird über kurz oder lang wohl auch von Chinesen gekauft werden. Es bahnt sich ein Horrorszenario für Europas Wirtschaft an. Die europäischen Hersteller sind gut beraten kleine und mittlere Fachhändler und deren Kooperationen ehrlich und aktiv zu unterstützen und sich nicht wie vielfach geschehen mit Haut und Haaren den Großflächen zum Fraß hinzuwerfen.