Varta zeigt sich trotz Umsatzrückgang zuversichtlich
(© Varta)
Varta hat nach Abschluss der Restrukturierung erstmals wieder Geschäftszahlen veröffentlicht. Im Geschäftsjahr 2024 schrieb das Unternehmen erneut Verluste – allerdings deutlich geringere als im Vorjahr. Nun will CEO Michael Ostermann Varta wieder auf einen „profitablen und zukunftsfähigen Kurs" bringen. Varta meldet für 2024 einen Umsatzrückgang von 820,3 auf 793,2 Millionen Euro. Das EBITDA belief sich auf EUR -3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 25,5 Mio.), während das bereinigte EBITDA – als zentrale Steuerungsgröße der VARTA AG – EUR 30,6 Mio. erreichte (Vorjahr: EUR 50,4 Mio.). „2024 stand für die VARTA AG im Zeichen des Wandels. Mit dem erfolgreich abgeschlossenen StaRUG-Verfahren und der vollzogenen finanziellen und operativen Neuausrichtung haben wir die Voraussetzungen geschaffen, das Unternehmen wieder auf einen profitablen und zukunftsfähigen Kurs zu bringen. Jetzt geht es darum, diesen Kurs mit klarer strategischer Fokussierung, operativer Disziplin und der konsequenten Weiterentwicklung der VARTA AG fortzusetzen – gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne die das alles nicht möglich wäre“, so CEO Michael Ostermann.
Im Zuge der Neuaufstellung hat Varta auch seine Gesellschafterstruktur angepasst. Porsche und Montana Tech Components fungieren nun als Ankeraktionäre. Diese Veränderung spiegelt sich auch in der Zusammensetzung des neu gewählten Aufsichtsrats wider. Günther Apfalter, der dem Gremium bereits seit Juli 2023 angehört, übernahm den Vorsitz. „Die VARTA AG verfügt über ein starkes technologisches Fundament und die Chance, sich in strategisch relevanten Zukunftsmärkten klar zu positionieren. Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit dem Aufsichtsrat, dem Vorstand und der gesamten Belegschaft zu gestalten“, so Apfalter.
Blick nach vorn
Die VARTA AG möchte sich zukünftig auf die Fortentwicklung des Bestandsgeschäfts konzentrieren. Dabei sollen nachhaltige Profitabilität und Wachstum oberste Priorität haben. Der Batteriehersteller möchte durch flexibles Ressourcenmanagement, Kostendisziplin und gezielte Investitionen in Technologie und Infrastruktur seine Wettbewerbsfähigkeit stärken. „Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der VARTA AG nachhaltig zu stärken und unsere Position als europäischer Technologieführer im Bereich innovativer Energiespeicherlösungen weiter auszubauen“, erklärt Ostermann. „Im Mittelpunkt steht dabei die konsequente Weiterentwicklung unseres Kerngeschäfts – insbesondere in den margenstarken Bereichen Mikro- und Haushaltsbatterien sowie bei stationären Energiespeichersystemen.“
Die VARTA AG möchte auch weiterhin auf den Ausbau ihres Bereichs Power Pack Solutions setzen und entwickelt in Zusammenarbeit mit Kunden maßgeschneiderte Batterielösungen für industrielle und gewerbliche Anwendungen. Ergänzend erschließt das Unternehmen neue Geschäfts- und Technologiefelder, darunter nachhaltige Zelltechnologien, skalierbare modulare Speichersysteme sowie praxisnahe Lösungen für die Energieinfrastruktur.


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