IFA 2025: Österreichische Teilnahme auf „erschreckend geringem Niveau“
Die geplante Teilnahme österreichischer Handelspartner an der diesjährigen IFA ist auf erschreckend niedrigem Niveau, wie Hisense Gorenje Austria GF Andreas Kuzmits kritisiert. (Foto: Redaktion)
Früher war die IFA ein Fixpunkt im Kalender vieler österreichischer Elektrobranchenplayer. Doch das hat sich geändert: Dieses Jahr fliegen nur mehr die wenigsten auf die Internationale Funkausstellung nach Berlin. Einer, dem das gar nicht gefällt, ist Hisense Gorenje Austria GF Andreas Kuzmits ...Bereits seit 1924 gibt es die IFA, die Internationale Funkausstellung, die mittlerweile wieder jährlich in der Messe Berlin stattfindet. Die IFA, die zu den globalen Leitmessen ihrer Art zählt, bietet Herstellern von Unterhaltungs- und Heimelektronik eine Bühne und zieht Fachbesucher sowie Technikfans aus der ganzen Welt an – zuletzt aus 138 Ländern. Doch die Anziehungskraft dieser CE-Messe schwindet, wie es den Anschein macht. Früher war es für österreichische Herstellervertreter und große heimische Händler ein MUSS an der IFA teilzunehmen bzw. diese zu besuchen. Dieses Jahr fliegt fast niemand mehr nach Berlin – ein Umstand, den Hisense Gorenje Austria GF Andreas Kuzmits nicht nachvollziehen kann …
Nahezu geschlossen
Das Hisense Gorenje Austria-Team fliegt auch dieses Jahr wieder nahezu geschlossen nach Berlin, um auf der IFA Partner zu treffen. Ein Angebot, das bisher gerne angenommen wurde – auch noch im Vorjahr: „Wir hatten eine Rekordzahl an Terminen und waren an vier Messetagen durchgängig gebucht“, berichtet Kuzmits mit Blick auf die IFA 2024.
Doch heuer? „Die Anmeldungen bzw. die geplante Teilnahme österreichischer Handelspartner ist auf erschreckend niedrigem Niveau“, schildert der GF, den das nicht verwundert, denn: „In der großen Weißen Ware kommen fast durchgängig keine österreichischen Industrievertreter mehr vor Ort. Auch in der Braunen Ware zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Ich finde das schade, nicht nur die abnehmende Zahl der Kundenbesuche, sondern auch, dass dadurch keine internationale Abstimmung und auch kein Learning von anderen Niederlassungen mehr stattfindet. Es handelt sich doch um die weltweit größte Fachmesse in unserer Branche und ich frage mich, wo Händler Innovationen besser sehen können, als einmal im Jahr vor Ort in Berlin. Der Ausstellungsumfang in Berlin übertrifft jenen auf den Elektrofachhandelstagen in Linz bei weitem!“
Viele Erfahrungswerte
Kuzmits nimmt, wie er sagt, persönlich immer sehr viele Erfahrungswerte von der IFA mit und versucht diese in die nationale Strategie umzusetzen. Auch heuer ist das sein Plan: „Wir als Hisense Gorenje Österreich sind natürlich wieder fast durchgängig auf der IFA – von Freitag Früh bis Montag spät am Abend und wir freuen uns auf Besuche österreichischer Partner. Wir zeigen dabei Top-Innovationen wie unseren 116“ RGB Mini-LED Flaggschiff Fernseher (116UXQ), damit einhergehend auch unsere Zusammenarbeit mit der FIFA. Im Bereich Haushalt legen wir besonderen Fokus auf die ‚Kitchen Fit‘ Serie und iFit im Waschmaschinen-Bereich, wo wir geringste Bautiefen bei maximalem Füllvolumen zeigen. Im freistehenden Kühlbereich führen wir die neuesten Innovationen im Multidoor-Bereich vor. Darüber hinaus heben wir den Einbaubereich hervor, inklusive mehrerer Kochshows.“
Nachdem sich bei Gorenje fast alles um die Küche dreht, wird darauf auf der IFA auch ein Schwerpunkt gelegt. Gezeigt werden Innovationen rund ums Kochen und Backen, mit neuen Induktions-Kochfeldern und dem neuen Pizza Ofen, dessen Können auch von einem Pizzakoch unter Beweis gestellt wird. Im Waschbereich, wo die Marke Gorenje in Österreich wirklich sehr gut etabliert ist, wird das neueste (schonende) Schuhwaschprogramm präsentiert. Der Fokus liegt hier klar auf der europäischen Produktion. Es wird also einiges zu entdecken geben bei Hisense Gorenje auf der IFA ….

„Für mich“ gilt das „Prinzip der Waage“! Abzuwägen, was man auf der einen Seite an Informationen und Neuheiten präsentiert bekommt und was sich davon für sein eigenes Geschäft umsetzen lässt und auf der anderen Seite welcher Aufwand so einem Messebesuch „entgegensteht“! Ich bin kein „Miesepeter“ – aber für „mich und damit auch meinen Betrieb“ ist bei Messebesuchen seit einigen Jahren der „Informationsgehalt“ und damit auch der „Nutzen“ solche Messen zu besuchen zunehmend immer schlechter geworden! Zu wenig Produktinformation und Produktpräsentation, aber jede Menge „Marketing“ und immer der „penetrante Versuch“ die eigenen „Messeaktionen“ massiv zu pushen! Ich fahre nicht auf eine Messe wegen Messe-Aktionen oder „Bewirtung und Unterhaltung“! Daher wird „für mich“ auch die „Schwelle zum Fernbleiben von Messen“ generell immer niedriger – oder anders gesagt – Gründe, die einem Messebesuch entgegenstehen, seien es Kosten, Strapazen, Zeit, Termine usw. immer relevanter! Offensichtlich nicht nur „für mich“!
Ist diese Messe nicht da um neue Geräte und Techniken zu präsentieren, wenn Österreicher dort sind können die höchstens ihren Vertrieb präsentieren?
Aber vielleicht sehe ich das falsch.❓
….da gab es mal die Hit & Ifabo in Wien – Jahrzehnt(e) her. Die Konzepte sind wohl schon überholt, die Ware kommt unterjährig raus. Falls niemand einen Materientransmitter präsentiert, ist es auf der IFA außer Spesen nix gewesen. Zum Netzwerken werden wohl die Elektrofachhandelstage in Linz effizienter sein.
In der Vergangenheit ist es meiner Erfahrung nach auch daran gelegen, dass dort praktisch keine österreichischen Ansprechpartner vorhanden waren. Man konnte dort nicht wie bei den österreichischen Fachhandelstagen netzwerken.
Naja, vielleicht liegt es ja auch an dem oben genannten Herren und seinen speziellen Methoden …
Es ist schade, dass der Handel die Möglichkeit nicht wahrnimmt, die Produkte live zusehen und nur aus dem Prospekt heraus entscheidet, ob das Produkt seinen Kunden gefallen könnte. Den dass kann der Kunde auch und kauft dann gleich im Internet. 😐
Wenn die Messe keinen wirklichen Mehrwert bietet, das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht passt oder die Informationen auf anderen Kanälen leichter zugänglich sind, ist die mangelnde Teilnahme wenig überraschend. Zudem sind viele Neuheiten im Vorfeld bekannt. Die ganz großen internationalen Messen verlieren zusehends an Bedeutung, egal ob UE, WW, IT oder Imaging.