Sinnvoll oder nervig?
(© Pixabay)
Früher war es ganz einfach: Deckel auf, trinken, Deckel zu. Seit vergangenem Sommer hängen die Verschlüsse aber fest am Flaschenhals. Offiziell soll das die Umwelt retten, doch mich stellen sie jeden Tag vor eine Geduldsprobe.Man dreht, zerrt und schiebt, aber sie kommen immer wieder zurück. Sie sind irgendwie immer im Weg und noch dazu kratzen sie einem die Nase oder die Wange. Die Rede ist von den angehängten Deckeln an Plastikflaschen oder „Tethered Caps“, wie sie fachsprachlich heißen. Seit Juli 2024 müssen die Verschlusskappen in der EU fix verbunden sein, um besser recycelt werden zu können. Gut, wer gerade eine juckende Nase hat, kann die Kappen gleich als improvisierten Kratzer nutzen. Doch abgesehen davon sind sie für mich vor allem eines: nervig. Denn wenn man es einmal geschafft hat, zu trinken, ohne sich dabei fast das halbe Gesicht zu zerkratzen, kommt schon die nächste Herausforderung: das Wiederverschließen der Flasche. Mit etwas Glück gelingt es im zweiten oder dritten Anlauf, die Flasche ganz dicht zu bekommen.
Und ich bin anscheinend nicht die Einzige, der es so geht. Denn laut einer repräsentativen Befragung des Nürnberger Instituts für Marktentscheidungen (NIM) bewerteten 63 Prozent der Befragten die fest verbundenen Deckel im Vergleich mit herkömmlichen Verschlüssen als umständlicher. Zudem wurde kritisiert, dass sie beim Ausgießen stören (55 Prozent). Jeder Fünfte gab sogar an, Produkte mit fest verbundenen Deckeln zu meiden. Nur zwölf Prozent haben keine Probleme mit den neuen Deckeln und nur jeder Dritte sieht der Umfrage zufolge in den neuen Deckeln einen Vorteil für den Umweltschutz.
Ich habe zum Glück zwei gesunde Hände und schaffe es (wenn auch nach einigem Fluchen und Herumdrehen) die Flasche zu öffnen und wieder zu verschließen. Ältere Menschen und Personen mit körperlichen Einschränkungen haben diesen Luxus jedoch oft nicht. Eine Studie des Deutschen Instituts für Normung (DIN) aus dem September 2024 zeigt, dass gerade diese Gruppen erhebliche Probleme beim Umgang mit den neuen Flaschenverschlüssen hatten. Häufig kam es zu Verschüttungen, Verletzungen oder sogar dazu, dass manche Teilnehmer die Behälter gar nicht öffnen konnten.
Natürlich möchte ich die Idee hinter den Tethered Caps nicht schlechtreden. Man muss sich nur einmal auf der Straße oder im Urlaub am Strand spazieren, um zu sehen, wie viele Plastikflaschen teilweise herumliegen. Bleiben die Deckel an den Flaschen, ist die Chance größer, dass sie im Recycling landen. Gleichzeitig muss ich aber auch zugeben: Schon bevor es die Regelung von der EU gab, wäre ich nie auf die Idee gekommen, den Deckel einfach abzuschrauben und wegzuwerfen.
Wie dem auch sei: Es wird uns nichts anderes übrigbleiben, als uns an die Tethered Caps zu gewöhnen. Oder man macht es ganz einfach: Getränk ins Glas umfüllen. Das ist vielleicht sogar die nachhaltigste Lösung von allen 😉


Ganz ehrlich, mich hat es auch gestört.
Aber als ich heuer in London eine Trinkflasche mit „normalen“ Verschluss hatte war ich dann doch schon etwas irritiert.
Man ist es mittlerweile so gewohnt die zweite Hand freizuhaben, da der Deckel ja eh auf der Flasche verbleibt, dass mich diese zurückgewonnene Freiheit eigentlich nur wieder genervt hat.
Österreich rettet die Welt! Ich unterstütze diese Dummheit nicht und kaufe nur noch Tetrapack!
Würde diese Dummheit jeder boykottieren dann würde die EU zurück rudern!
Wir brauchen ja dringend die EU, man sieht es ja wie schlecht es nun den Briten geht ohne der EU oder der Schweiz!
Raus aus diesen Verbrecher Verein!!!
Als nächster Schritt ist Pfand für TETRA und andere Gebinde geplant. LEIDER!
Ein wenig mehr Kritik an dieser EU würde unseren Politikern und daher auch unserem Land gut tun. Wir sind NETTO-Zahler und keine Bittsteller!
Verbrecher Verein, sehr harte Worte, vermutlich aber richtig! LEIDER! Der Plan der EU, Frieden und Wohlstand für Europa, ist komplett in Vergessenheit geraten!
Statt Frieden und Wohlstand für Europa geschieht derzeit Kriegstreiberei , Industrievernichtung, Ausverkauf und Anbiederung an die Chinesen.
Ist aus Brüssel schon jemals etwas Sinnvolles gekommen?
Leider nein. Nichts als ein mit unserem Geld überschwemmter, aufgeblasener Bürokratenverein ohne praktischen Nutzen für die Leistungsträger. Und noch dazu zahnlos siehe bei Temu, Shein & Co.
Viel mehr, als viele sich offensichtlich vorstellen können oder wollen. Allerdings sind diese Verbesserungen für viele inzwischen so selbstverständlich, dass sie diese erst wahrnehmen, wenn sie ihnen wieder entzogen werden. Brexit ist das beste Beispiel.
Wieder einmal eine Dummheit der EU
Auf jedem Fall hat sich irgend jemand mit dieser „Eingebung“ eine richtig goldene Nase verdient, man muss es nur den richtigen Leuten noch präsentieren die das EU Weit umsetzen können und damit hat man ausgesorgt bis an sein Lebensende vermutlich, auch wenn es fast jeden nervt – man kommt nicht drum herum
Zugleich konnte man damit die Kosten für jedes Getränk etwas erhöhen weil ja damit die Produktionskosten steigen und die Hersteller ihre Produktion anpassen mussten und das dauerhaft und unumkehrbar, eigentlich ein genialer Schachzug , viel Spaß beim Geld zählen 😂
Volksverblödung nicht Welt retten!
Mit einem kleinen Seitenschneider ist diese EU-Bevormundung leicht zu lösen.
Oder: Man dreht die Halterung mit Schwung ab und hat den Deckel in der Hand. Es kommt auch keine Kriminalpolizei. Fehlt dazu als nicht pensionierter Mensch die Kraft, frag ich mich, wie man das Leben generell meistert.
Sorgen gibts?????