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Sonntag, 9. August 2026
A1 und Renault 

Pilotprojekt: E-Autos sorgen für Notstrom im Mobilfunk

Dominik Schebach | 25.09.2025 | |  
A1 CTO Christian Laqué, Ralf Benecke, Generaldirektor Renault Österreich, Lukas Zehetbauer, Bürgermeister und Vizepräsident des Niederösterreichischen Gemeindebundes sowie Christian Zeindlhofer, Leiter des A1 Risiko- und Resilienzmanagements starteten den Pilotversuch. A1 CTO Christian Laqué, Ralf Benecke, Generaldirektor Renault Österreich, Lukas Zehetbauer, Bürgermeister und Vizepräsident des Niederösterreichischen Gemeindebundes sowie Christian Zeindlhofer, Leiter des A1 Risiko- und Resilienzmanagements starteten den Pilotversuch. Derzeit übernehmen im Falle eines Stromausfalls Dieselgeneratoren die Notstromversorgung von Mobilfunkstationen. In Zukunft könnte bei einem großflächigen Blackout die Elektromobilität die Lücke füllen. Mit einem zukunftsweisenden Pilotprojekt in Raasdorf bei Wien demonstrieren A1, Renault Österreich und die Gemeinde Raasdorf, wie Elektromobilität künftig zur Absicherung kritischer Infrastruktur beitragen kann.

In dem Projekt von A1 und Renault wird erstmals eine Mobilfunkstation mit Vehicle-to-Load-Technologie (V2L) notstromfähig gemacht. Dabei werden Elektroautos zu mobilen Energiespeichern. Denn die eingesetzten Renault E-Fahrzeuge – Renault 5 E-Tech Electric und Renault 4 E-Tech Electric – verfügen über V2L-Technologie, bei der Energie direkt aus der Fahrzeugbatterie entnommen und für externe Verbraucher bereitgestellt werden kann – etwa für Mobilfunkstationen, die im Krisenfall, im Falle eines Blackouts besonders wichtig sind.

„Als führender Kommunikationsanbieter ist es unser Anspruch, auch in Krisenzeiten Verantwortung für Österreich zu übernehmen“, so A1 CTO Christian Laqué. „Mit der V2L-Technologie schaffen wir in Zukunft ein Sicherheitsnetz für den Mobilfunk – unabhängig vom Stromnetz, emissionsfrei und flexibel einsetzbar. So bleibt selbst im Falle eines Blackouts die wichtige Sprachtelefonie gesichert.“

Renault bringt die Elektromobilität in das Projekt ein. Ralf Benecke, Generaldirektor Renault Österreich, betont: „Unsere Elektrofahrzeuge sind mehr als nachhaltige Fortbewegungsmittel – sie sind mobile Energiespeicher, die aktiv zur Versorgungssicherheit beitragen können. Mit V2L eröffnen wir neue Perspektiven für die Energieversorgung und zeigen, wie Elektromobilität zur digitalen Resilienz beitragen kann.“

E-Autos als Notstrom für Mobilfunk

Digitale Resilienz für Gemeinden

Auch die Gemeinde Raasdorf sieht darin einen wichtigen Fortschritt: „Eine stabile Mobilfunkversorgung ist für unsere Bevölkerung essenziell – ob im Alltag oder im Krisenfall“, so Bürgermeister und Vizepräsident des Niederösterreichischen Gemeindebundes Lukas Zehetbauer. „Für eine ländliche Gemeinde bedeutet dieses Projekt digitale Sicherheit und damit auch eine starke Basis für digitale Innovation, etwa in der Landwirtschaft.“

Die gewonnenen Erkenntnisse dienen auch als Basis für die Weiterentwicklung von V2L für die kritische Infrastruktur. Ein konkretes Szenario zeigt dabei die Praxistauglichkeit der Lösung: Im Falle eines regionalen Stromausfalls in Raasdorf wird ein Renault Elektrofahrzeug – ein R5 oder ein R4 – zur betroffenen Mobilfunkstation gebracht. Über die V2L-Schnittstelle (Vehicle-to-Load) speist das Fahrzeug direkt Energie aus seiner Batterie in die Station ein. So bleibt die Mobilfunkversorgung auch ohne Netzstrom stabil, Notrufe sind weiterhin möglich und die Kommunikation der Bevölkerung sowie der Einsatzkräfte ist gesichert – ganz ohne Emissionen durch meist dieselbetriebene Notstromaggregate.

Mobilfunk benötigt mehr als nur Basisstationen: Auch Übertragungsleitungen, Netzknotenpunkte und Datencenter müssen funktionieren – und alle brauchen Strom. Fällt ein Teil dieser digitalen Kette aus, ist das Mobilfunknetz betroffen. Während Datencenter und Vermittlungsstellen mit großen Notstromsystemen viele Stunden abgesichert sind, ist dies für tausende Mobilfunkstandorte nicht machbar. Die Elektromobilität kann in diesem Fall für zusätzliche Resilienz im Mobilfunk sorgen, wie Christian Zeindlhofer, Leiter des Risiko- und Resilienzmanagements von A1, erklärt: „Ein Elektroauto kann im Ernstfall als mobile Powerbank eingesetzt werden, um den Betrieb länger aufrecht zu erhalten.“

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