Zwischen Schnäppchenjagd und Konsumzurückhaltung
Der November naht – und mit ihm der Black Friday. Wie jedes Jahr hat Shopfully eine Umfrage rund um diesen vierten Freitag im Monat November gestartet und diese zeigt: Die Schnäppchenjagd ist beliebt, wird aber zunehmend kritisch betrachtet.Der vierte Freitag im Monat November hat in den letzten Jahren auch bei uns als Black Friday eine immer größere Bekanntheit erreicht. Wie wichtig ist dieser Tag jedoch den Österreichern mittlerweile? Hoffen sie auch 2025 auf einen Black Friday-Deal oder lassen sie den Shoppingtag dieses Jahr lieber aus? Antworten darauf gibt eine aktuelle Umfrage von Shopfully, einem europäischen Netzwerk für digitales Einzelhandelsmarketing.
Sparen mit Plan – für teure Produkte oder für Weihnachten 
Demnach geben knapp 40 % der Befragten an, den Black Friday gezielt zu nutzen, um teure Artikel vergünstigt zu kaufen. Für rund 27% steht der Einkauf von Weihnachtsgeschenken im Vordergrund, während 18% sich selbst mit einem interessanten Fund eine Freude machen möchten. Dennoch: Über ein Drittel (34%) plant heuer keine Black Friday-Einkäufe – ein deutliches Zeichen für eine wachsende Konsumzurückhaltung, wie Shopfully sagt.
Kritischer Konsum: Misstrauen und Überfluss bremsen die Kauflust
Die Gründe für den Verzicht auf Black-Friday-Käufe sind vielfältig: 40% geben an, dass sie aktuell nichts brauchen. Ein Viertel konsumiert lieber bewusster, fast ebenso viele misstrauen den angebotenen Rabatten. Auch Werbeflut (16%) und Inflation (15%) tragen dazu bei, den Black Friday auszulassen. Interessant ist hier auch, dass 27% einen anderen Grund angeben – „ein Hinweis auf individuelle Konsumstrategien, die sich nicht vorgegebenen Shoppingtagen unterordnen möchten“, so Shopfully.
Budget: Die Mehrheit bleibt unter 200 Euro
Wer am Black Friday einkauft, bleibt laut Umfrage meist preisbewusst: 44% der befragten Österreicher möchten maximal 200 Euro ausgeben, rund 18% sogar weniger als 100 Euro. Nur 8% planen Ausgaben über 300 Euro, während 36% noch kein festes Budget definiert haben.
Online oder stationär?
In Österreich lautet die Antwort: Beides. Für 38% stellt eine Kombination aus Onlineshopping und dem Einkaufserlebnis in einem Shop die beste Lösung dar. Jeweils etwa ein Drittel bevorzugt entweder den stationären Handel (33%) oder das Online-Shopping (29%).
Interesse im Hinblick auf Inflation und Konsumkritik
Trotz Inflation und Konsumkritik sei das Interesse am Black Friday durchaus noch vorhanden, wie Shopfully feststellt: Rund 38% sagen, ihr Interesse habe in den letzten Jahren zugenommen – entweder, weil Angebote attraktiver wurden (20%) oder weil gestiegene Preise zur Rabattsuche motivieren (19%). Gleichzeitig berichten 36%, dass ihre Begeisterung abgenommen hat – etwa wegen schwindender Kaufkraft oder weniger überzeugender Aktionen.
„Der Black Friday bleibt für viele Österreicher:innen eine willkommene Gelegenheit, gezielt einzukaufen – allerdings zunehmend reflektierter. Preisbewusstsein, Konsumkritik und ein wachsendes Bedürfnis nach echten Angeboten prägen das Kaufverhalten mehr denn je“, erklärt Oliver Olschewski abschließend, Geschäftsführer von Shopfully für Österreich, Deutschland & CEE.

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