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Freitag, 5. Dezember 2025
Digitale Infrastruktur, Medienwandel und Cybersicherheit

Cable Days 2025: Telekom- und Rundfunkbranche fordert stabile Rahmenbedingungen

Telekom Multimedia | Julia Jamy | 11.11.2025 | |  
Die heimische Telekom- und Rundfunkbranche forderte im Rahmen der Cable Days 2025 stabile Rahmenbedingungen für Digitalisierung und Medienvielfalt. Die heimische Telekom- und Rundfunkbranche forderte im Rahmen der Cable Days 2025 stabile Rahmenbedingungen für Digitalisierung und Medienvielfalt. (© Cityfoto) Am 4. und 5. November fanden im Design Center Linz die Cable Days 2025 statt. Das heimische Branchentreffen bot einen Überblick über Innovationen, regulatorische Weichenstellungen sowie aktuelle Herausforderungen rund um digitale Infrastruktur, Medienwandel und Cybersicherheit.

Gerhard Haidvogel, Obmann des Fachverbands Telekom|Rundfunk, eröffnete die Veranstaltung offiziell und betonte den Wert der Cable Days als zentrale Plattform für Austausch und Orientierung. „Wir bewerten die Ankündigung der Bundesregierung, 2027–2030 rund 120 Millionen Euro in den Glasfaserausbau zu investieren, positiv. Das schafft Planungssicherheit – auch wenn das Volumen geringer ausfällt, als erhofft “, so Haidvogel. Gleichzeitig sei entscheidend, die Evaluierung der BBA-Initiative „als Grundlage künftiger Förderentscheidungen zu nutzen“. Mit Blick auf den Gigabit Infrastructure Act erwartet sich die Branche Impulse für weniger Bürokratie. „Wir brauchen Erleichterungen beim Ausbau, schnellere Genehmigungen und weniger Doppelgleisigkeiten“, betonte Haidvogel. Dringend notwendig sei zudem „Rechtssicherheit bei Wertanpassung und Servicepauschalen – die aktuelle Unsicherheit schadet Investitionen“.

„Falsches Signal“

Auch der Rundfunk stehe laut Haidvogel weiterhin unter Druck: „Stagnierende Werbeerlöse und der Abfluss zu internationalen Plattformen treffen die Branche hart.“ Attraktive Fördermodelle für den Privatrundfunk seien daher „unerlässlich, um Qualitätsjournalismus und Medienvielfalt abzusichern. Zusätzliche Abgaben oder Investitionsverpflichtungen zulasten heimischer Anbieter seien „das falsche Signal“. „Telekom und Rundfunk sind Enabler der Digitalisierung. Damit das so bleibt, brauchen wir stabile, verlässliche Rahmenbedingungen“, so das Resümee des Geschäftsführers des Fachverbands Telekom | Rundfunk.

Ein hochkarätiges Panel diskutierte außerdem , wie klassische Medien ihre Relevanz in einem digitalen und globalisierten Umfeld behaupten können. Philipp König (kronehit) hob Authentizität und Unverwechselbarkeit als zentrale Erfolgsfaktoren hervor. Monika Coupkova (Sky Österreich) betonte die Bedeutung exklusiver Inhalte – insbesondere von Live-Sport. Bernhard Albrecht (ProSiebenSat.1 PULS4) hob die Bedeutung lokal geprägter Inhalte hervor, sichtbar, etwa an der Plattform Joyn, die nationale Stärken mit internationalen Synergien verbindet. König machte zudem auf die verschärfte Wettbewerbssituation im Werbemarkt aufmerksam.

Orientierung schaffen

Michael Wagenhofer (Big Blue Marble) zeigte auf, wie eine zentrale Nutzung von Ressourcen bei gleichzeitig dezentraler Ausspielung neue Effizienzpotenziale für Medienunternehmen eröffnet. Zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung zog Helga Tieben, Geschäftsführerin des Fachverbands Telekom | Rundfunk, Bilanz: „Die Cable Days schaffen Orientierung in einer Branche, die sich mit hoher Geschwindigkeit weiterentwickelt. Der Austausch zwischen Industrie, Regulierung und Wissenschaft ist dafür unverzichtbar.“

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