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Sonntag, 25. Januar 2026
„Phase der Stabilität"

Deutscher Home Electronics Markt zeigt stabile Entwicklung

Multimedia | Julia Jamy | 12.11.2025 | |  
(© gfu) Wie die gfu mitteilt, hat sich der deutsche Markt für Home Electronics-Produkte in den ersten drei Quartalen 2025 weiter stabilisiert. So lag der Gesamtumsatz in den Monaten Jänner bis September bei 31,47 Milliarden Euro und damit nur 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit setze sich der Trend einer spürbaren Marktkonsolidierung fort, die bereits 2024 begonnen hatte.

Wie aus dem HEMIX (Home Electronics Market Index) hervorgeht, blieb der Bereich Consumer Electronics in den ersten drei Quartalen 2025 mit rund 19,6 Milliarden Euro Umsatz nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum (0,0 %). Innerhalb der Unterhaltungselektronik zeigte sich laut gfu ein ausgeglichenes Bild: Der Umsatz lag mit knapp 5 Milliarden Euro nur 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Rückgänge bei TV-Geräten (–6,9 % auf rund 1,9 Milliarden Euro) konnten durch Zuwächse in wachstumsstarken Trendsegmenten kompensiert werden. So stieg der Umsatz mit Action Cams um 19,1 Prozent auf 101 Millionen Euro, und auch Media Boxes/Sticks legten um 10,3 Prozent auf 101 Millionen Euro zu.

Deutlich im Plus lagen zudem Videogame-Konsolen, die mit einem Zuwachs von 27,9 Prozent auf 478 Millionen Euro zu den dynamischsten Produktgruppen zählen. Im Bereich Audio hielt der rückläufige Trend an. Das Segment Home Audio verzeichnete ein Minus von 7,7 Prozent auf 432 Millionen Euro, während Personal Audio (z. B. Kopfhörer) mit –7,5 Prozent auf 93 Millionen Euro ebenfalls leicht nachgab. Positiv entwickelte sich dagegen das Zubehörgeschäft, insbesondere Kopfhörer und Headsets, die ein Umsatzplus von 2,4 Prozent auf 856 Millionen Euro erzielten.

Telekommunikation

Der Bereich Telekommunikation verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2025 einen Umsatzrückgang von 2,7 Prozent auf rund 9,7 Milliarden Euro. Smartphones, mit einem Umsatzanteil von über 8,6 Milliarden Euro – die in diesem Segment Umsatzstärkste Kategorie -, lagen dabei 2,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die durchschnittlichen Verkaufspreise stiegen leicht, was auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach hochwertigen Modellen hinweisen könnte. Auch Core Wearables entwickelten sich nur leicht negativ (–1,6 %), während klassische Telefone und Mobilgeräte weiterhin verstärkt an Bedeutung verlieren.

Nach mehreren Jahren mit rückläufigen Ergebnissen zeigte der Bereich Informationstechnologie im Zeitraum Jänner bis September 2025 eine deutliche Belebung. Mit einem Umsatzplus von 6,4 Prozent legte die Kategorie auf 4,94 Milliarden Euro zu. Wesentliche Treiber waren Notebooks mit einem Wachstum von 12,8 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro sowie Desktop-PCs (+34,9 %) und Monitore (+3,9 %). Damit profitierte die IT erneut von einer stabilen Nachfrage aus dem Homeoffice- und Bildungsbereich.

Hausgeräte

Bei den Elektro-Hausgeräten zeigte sich laut gfu ein ausgeglichenes Bild. Während die Elektro-Kleingeräte ihren Umsatz um 1,9 Prozent auf rund 5,1 Milliarden Euro steigerten, verzeichneten die Elektro-Großgeräte ein leichtes Minus von 2,2 Prozent auf rund 6,8 Milliarden Euro. Besonders gefragt blieben Produkte, die Energieeffizienz und Komfort miteinander verbinden.
„Der Home-Electronics-Markt zeigt erneut seine Widerstandskraft. Nach Jahren mit teils deutlichen Rückgängen sehen wir jetzt eine Phase der Stabilität – und in einigen Bereichen bereits spürbare Wachstumsimpulse. Verbraucherinnen und Verbraucher investieren gezielt in Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit. Das sorgt für Bewegung in den Märkten und macht uns vorsichtig optimistisch für die kommenden Monate“, so Carine Chardon, Geschäftsführerin der GFU Home & Consumer Tech.

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