HV: Abschaffung der 150 Euro Zollfreigrenze überfällig
(Bild: Bruno, Pixabay.com)
Voraussichtlich morgen (13.11.25) werden die EU-Wirtschafts- und Finanzminister in Brüssel die Abschaffung der Zollfreigrenze von 150 Euro für Pakete aus Drittstaaten fixieren, wie der Handelsverband informiert. Damit soll endlich die Paketflut aus Fernost eingedämmt werden. Der Handelsverband fordert, dass weitere Schritte folgen müssen.Morgen soll in Brüssel also endlich die Abschaffung der Zollfreigrenze von 150 Euro für Pakete aus Drittstaaten fixiert werden. Laut EU-Kommission kommen 91% aller E-Commerce-Importe mit einem Warenwert unter 150 Euro aus China. Das Volumen habe sich innerhalb eines Jahres von 1,9 auf 4,2 Milliarden mehr als verdoppelt.
„Schadensausmaß in Österreich bei bis zu 4,5 Milliarden Euro“
„Die EU-Zollfreigrenze von 150 Euro wird von den Online-Ramschhändlern aus Fernost systematisch ausgenutzt, um Zollabgaben zu vermeiden und die Einfuhrumsatzsteuer zu verringern. Das läuft sowohl über bewusste Falschdeklarationen, als auch über die Stückelung von Paketsendungen in Teillieferungen“, erklärt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. „Wir reden hier nicht von Einzelfällen, sondern von einem kriminellen Massenphänomen. Das schadet dem europäischen Handel, den Innenstädten und der öffentlichen Hand massiv. Das Schadensausmaß liegt allein in Österreich bei bis zu 4,5 Milliarden Euro.“
Der Handelsverband setzt sich daher gemeinsam mit dem europäischen Dachverband Ecommerce Europe seit mittlerweile 10 Jahren für eine Abschaffung der EU-Zollfreigrenze ein.
„Auf nationaler Ebene empfehlen wir zusätzlich die Einführung einer Plattformhaftung für die korrekte Warendeklaration. Nur so können wir heimische Jobs und Ortskerne sichern und ein Fair Play im Handel sicherstellen“, appelliert Will an die Bundesregierung.
Zeitnahe Umsetzung wird geprüft
Nach Gesprächen von Rainer Will mit Bundeskanzler Stocker, Finanzminister Marterbauer und weiteren zuständigen Regierungsmitgliedern über die Abschaffung der Zollfreigrenze und die Einführung einer Plattformhaftung prüfen die zuständigen Ressorts eine zeitnahe Umsetzung, um mehr Steuereinnahmen zu lukrieren und heimische Jobs und die Wirtschaft zu unterstützen.
Bereits im August 2024 hatte der Handelsverband gegen die Fernost-Plattform Temu eine UWG-Beschwerde bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) eingebracht. Die Ermittlungen laufen noch.



Ist die Abschaffung am 13 passiert?
Wenn das so ist ( Das Schadensausmaß liegt allein in Österreich bei bis zu 4,5 Milliarden Euro.) da bleibt ab jetzt eine Menge Kohle übrig?
Kommen nicht jetzt schon viele Pakete ( z.B. Temu ) jetzt schon aus Deutschland. Daran wird sich wohl nicht viel ändern. Seh das ja jeden Tag, wenn die Leute ihre Pakete bei uns abholen. Da ist kaum mehr eines dabei, dass direkt aus dem Osten kommt.
Irgend etwas muß die EU halt machen, bin neugierig wenn die Chinesen in der anderen Richtung zurückschlagen ja dann wird erst gejammert.🤪
Das stimmt natürlich. Aber die Pakete müssen auch irgendwie nach Deutschland kommen und dann wird dort eben der Zoll fällig. Ich glaube aber nicht, dass sich am Problem etwas ändern wird, denn die Händler aus Fernost sind extrem flexibel. und einfallsreich.