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Sonntag, 7. Dezember 2025
Editor's ChoiceScharfe Kritik

PV Austria: „Kein ElWG besser als Etikettenschwindel mit Österreich-Aufschlag“

Photovoltaik Energiezukunft | Julia Jamy | 18.11.2025 | | 3  
(© Nauschnegg) Der Branchenverband Photovoltaic Austria (PV Austria) kritisiert den aktuellen Ministerratsentwurf zum Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) scharf. Besonders die vorgesehenen Netznutzungsentgelte für erneuerbare Erzeuger stehen im Fokus. Laut Verband wird das grundsätzlich große Potenzial des Gesetzes durch ideologisch motivierte Eingriffe bei den Netzentgelten zunichtegemacht. Diese würden den Standort schwächen und die heimische Stromproduktion unter Druck setzen. Aus Sicht von PV Austria droht das ElWG damit zum Risiko für Versorgungssicherheit und leistbare Energie zu werden.

„Die geplanten neuen Netzkosten für heimische Stromproduktion führen de facto zu einem Österreich-Aufschlag. Dadurch wird heimischer Strom teurer – das sogenannte Günstiger-Strom-Gesetz begünstigt Stromimporte, wirkt standortschädlich und ist ein weiterer Beitrag dieser Regierung dazu, dass Österreich den Wachstumskeller nicht verlassen wird. Das ist wirtschaftspolitisch der völlig falsche Weg“, so Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender von PV Austria. „Sowohl für Klein- als auch Großanlagen darf es keine weiteren Kostenbelastungen geben.“

Massive Unsicherheit

PV Austria kritisiert, dass trotz umfangreicher und sachlich fundierter Stellungnahmen aus der Branche im Zuge der Begutachtung diese weitgehend ignoriert wurden. Das Gesetz schaffe damit massive Unsicherheiten, unklare Rahmenbedingungen für Investitionen und greift in bestehende Finanzierungen ein. Aus Sicht des Branchenverbands, führt das ElWG in seiner aktuellen Form insgesamt zu geringeren Investitionsanreizen und zu teurerem Strom – und schadet damit vor allem dem Wirtschaftsstandort Österreich.

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Kommentare (3)

  1. Ich schäme mich für die Regierung mit ihren sogenannten Experten, die diesen ausgesprochenen Schwachsinn wirklich umsetzen wollen. Das Gegenteil wird passieren. Der Strom wird für die meisten nicht billiger, sondern im Gegenteil teurer werden. So geht Schwachsinn.

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  2. Set dem enormen Anstieg 2022 ist der Strom nicht mehr billiger geworden. Ersparnisse durch Anbieterwechsel, werden von den Landes Netzbetreibern wieder kompensiert… Die Einspeiseertraege für die geringen Überschüsse betragen etwa ein Drittel verglichen mit 2023 wahrscheinlich bezahlt man dann fürs Einspeisen …

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