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Montag, 8. Dezember 2025
5G statt Radar: Intelligente Drohnen- und Flugobjekterkennung der nächsten Generation

A1 startet ISAC-Pilot im 5G-Netz

Über den Rand Telekom | Dominik Schebach | 20.11.2025 | |  
Als erstes Unternehmen in Österreich und eines der ersten in Europa hat A1 die innovative ISAC-Technologie (Integrated Sensing and Communication) unter realen Bedingungen im eigenen 5G-Netz getestet. Als erstes Unternehmen in Österreich und eines der ersten in Europa hat A1 die innovative ISAC-Technologie (Integrated Sensing and Communication) unter realen Bedingungen im eigenen 5G-Netz getestet. (© A1) 5G-Netze eigenen sich auch zur Luftraumüberwachung. In einem erfolgreich abgeschlossenen Pilotversuch im A1 Technologiecenter Wien bewies der Netzbetreiber, dass moderne Mobilfunknetze auch zur Erkennung von Drohnen und anderen Flugobjekten genutzt werden können.

Bekanntlich ist Radar eine englische Abkürzung und steht für „Radio Detection and Ranging“, was so viel wie funkgestützte Erkennung und Entfernungsmessung bedeutet. In Zukunft werden wir uns wohl auch mit einem weiteren Akronym anfreunden müssen: ISAC, was für Integrated Sensing and Communication steht. Der jetzige Pilotversuch bei A1 wandte sich dabei einem besonders drängenden Problem zu: der zuverlässigen Erkennung von Drohnen. Das System kann jedoch deutlich mehr: Mit ISAC werden alle Arten von Flugobjekten, etwa auch Vögel, im Luftraum erkannt.

Dabei erfasst die Technologie nicht nur die Position, sondern auch Höhe, Geschwindigkeit, Bewegungsrichtung sowie Größenunterschiede der Objekte. Dank der hohen Frequenzen des 5G-Netzes im Millimeterwellenband, wird eine besonders feine Auflösung erreicht. Damit lassen sich mit auch mehrere, unterschiedliche Flugobjekte gleichzeitig unterscheiden und verfolgen, unabhängig von Wetter oder Sichtverhältnissen. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber herkömmlichen optischen Systemen.

Die Analyse der empfangenen 5G-Signale ermöglicht sowohl die Kommunikation als auch die präzise Erkennung von Objekten im Nahbereich in einem Schritt.

„Die erfolgreichen Tests belegen, dass unser 5G-Netz durch die ISAC-Technologie eine zusätzliche Datenschicht erhält: Wir kombinieren erstmals hochauflösende Ortungsfähigkeiten und Breitbandkommunikation mit ein und derselben 5G-Antenne. Künstliche Intelligenz wertet die so erstellten Daten direkt an der Basisstation in Echtzeit aus und optimiert so die Detektionsleistung laufend“, erklärte dazu Christian Laqué, CTO von A1. „So schaffen wir mit ISAC ein sicheres Fundament für den dynamisch wachsenden Drohneneinsatz in Österreich, aber ebenso für ganz neue Anwendungen etwa im Vogelschutz an Flughäfen, bei der Verkehrsüberwachung oder dem Schutz kritischer Infrastruktur.“

Im Rahmen des Projekts konnte A1 demonstrieren, dass ISAC ohne zusätzliche Sensoren oder externe Radarsysteme auskommt. Die Analyse der empfangenen 5G-Signale ermöglicht sowohl die Kommunikation als auch die präzise Erkennung von Objekten im Nahbereich in einem Schritt. Dies wurde in einer Live-Demonstration veranschaulicht, bei der die Flugroute einer Drohne, die während des Tests ein A1-Logo in den Himmel zeichnete, durchgängig und exakt nachverfolgt werden konnte.

Das System ist wartungsarm und lässt sich problemlos über die bestehende 5G-Struktur skalieren. Damit eröffnet ISAC einer Vielzahl von Branchen neue Perspektiven für Sicherheit und Luftraumkontrolle – von der „Low Altitude Economy“, also dem Einsatz von Drohnen und autonomen Luftfahrzeugen, über die Sicherheit an Flughäfen bis hin zur schnellen Lageerfassung im Katastrophenschutz.

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