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Sonntag, 7. Dezember 2025
Editor's ChoiceGehälter der Handelsangestellten steigen 2026 um 2,55% – Neuerungen im Rahmenrecht

Handel: Einigung auf KV-Abschluss in dritter Verhandlungsrunde

Hintergrund | Dominik Schebach | 24.11.2025 | | 4  
(© Claudia Hautumm/ pixelio.de) Die dritte Verhandlungsrunde hat nach acht Verhandlungsstunden den Durchbruch geschafft. Wie die Sozialpartner am Montagabend mitteilten, werden die Mindestgehälter in der Branche mit 1. Jänner 2026 um 2,55% steigen. Außerdem wurden einige wichtige Veränderungen im Rahmenrecht für die rund 430.000 Angestellten und 20.000 Lehrlinge im Handel erzielt.
Bundesspartenobmann Rainer Trefelik: „Wir haben damit ein starkes Signal einer funktionierenden Sozialpartnerschaft gegeben.“

„Wir befinden uns seit vier Jahren in einer Dauerkrise im Handel. Vor allem die Tatsache, dass Kostenentwicklung und Umsatzentwicklung nicht zusammenpassen, macht den Handelsbetrieben zu schaffen. Wir haben heute nach sehr intensiven, aber konstruktiven Verhandlungen eine Einigung erreicht, die dieses schwierige Umfeld berücksichtigt und im Rahmenrecht zusätzliche Flexibilität erlaubt. Wir haben damit ein starkes Signal einer funktionierenden Sozialpartnerschaft gegeben“, sagte Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel.

Attraktives Gesamtpaket

Auch Trefelik betont, dass mit dem jetzigen Abschluss ein attraktives Gesamtpaket gelungen sei. Es beinhaltet unter anderem eine Flexibilisierung der Arbeitszeit an Samstagen und sieht eine Erhöhung der Prämien für ausgezeichnete und gute Erfolge bei den Lehrabschlussprüfungen vor. „Das ist ein wichtiges Zeichen an die Jugendlichen und an die Fachkräfte von morgen“, so Trefelik.

Kompromiss und nachhaltige Gehaltserhöhung

Seitens der Gewerkschaft GPA erklärte Chefverhandler Mario Ferrari: „Der heutige Abschluss ist ein Kompromiss angesichts der wirtschaftlichen Lage. Zentral ist für uns, dass wir eine nachhaltige Gehaltserhöhung für alle Kolleginnen und Kollegen garantieren können.“

Für die Gewerkschaft war es besonders wichtig, dass der Abschluss keine Einmalzahlung enthielt. Außerdem verbucht die Gewerkschaft Regelungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen als Erfolg. „Gerade angesichts der hohen Zahl von Teilzeitbeschäftigten im Handel ist die Möglichkeit einer Erhöhung der Arbeitszeit bei regelmäßiger Mehrarbeit ein entscheidender Schritt zu mehr Arbeitszeitqualität in der Branche!“, so Ferrari.

 

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Kommentare (4)

  1. Glaube das Herr Trefelik lachen kann, der Handel hat zum dritten Mal unter der Inflation abgeschlossen. Also drei Jahre hindurch ein realverlust der Kaufkraft für alle Handelsangestellten! Zusätzlich kann man sie auf das Wort der WKÖ nicht verlassen, de trotz höherer Inflation weniger Erhöhung gaben als voriges Jahr ausgemacht. Also schön die Gewerkschaft über den Tisch gezogen!!!

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