Besuchen Sie uns auf LinkedIn
Sonntag, 7. Dezember 2025
Handels KV-Abschluss

HV: „Nun besteht Planungssicherheit“

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 25.11.2025 | |  
(Bild: aymane jdidi, pixabay.com) (Bild: aymane jdidi, pixabay.com) Auch der Handelsverband nimmt zum Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen für die Handelsangestellten Stellung. Der Abschluss sei wichtig, um Planungssicherheit für die Handelsbetriebe zu schaffen, meint HV GF Rainer Will, der den Verhandlern beider Seiten dankt.

In der dritten Verhandlungsrunde rund um den Handels-KV gab es eine Einigung (elektro.at berichtete). „Der KV-Abschluss im Handel steht mit 2,55% fest. Die Händler und ihre Mitarbeiter müssen sich diese Kostensteigerung durch Umsatzsteigerungen gemeinsam erarbeiten. Der Abschluss ist wichtig, um Planungssicherheit für unsere mehr als 80.000 Handelsbetriebe und ihre mehr als 420.000 Angestellten zu schaffen“, betont Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands.

Abschluss wird viele Unternehmen fordern, Dank an Verhandler beider Seiten

Die Rahmenbedingungen für den österreichischen Handel bleiben angespannt: Hohe Energie- und Betriebskosten, zunehmende Personalaufwendungen, verhaltener Konsum und ein sehr intensiver Wettbewerb prägen den Markt weiterhin.
„Wir bedanken uns bei den Verhandlern auf beiden Seiten für ihr Verantwortungsbewusstsein in einer weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Lage. Nun besteht Planungssicherheit für die Handelsangestellten und wir hoffen auf wirtschaftliches Wachstum und ein gutes Marktumfeld, in dem die Menschen regional kaufen – beides ist derzeit keine Selbstverständlichkeit“, so Will.

Bewegung im Rahmenrecht: Lockerung bei „Schwarz-Weiß-Regelung“

Erfreulich wertet der HV die ersten Reformschritte im Rahmenrecht, allem voran bei der Schwarz-Weiß-Regelung, die bisher bedeutete, dass Beschäftigte, die an einem Samstag nach 13 Uhr arbeiten, am darauffolgenden Samstag einen ganzen freien Tag bekommen müssen. Das habe nicht nur den Mitarbeiter-Einsatz erschwert, sondern auch für die Beschäftigten selbst bedeutet, dass man eingeschränkt sei, wenn man beispielsweise eine Ausbildung mit der Berufstätigkeit vereinbaren möchte und am Wochenende im Falle von Betreuungspflichten besser freigespielt wäre, meint Will, laut dem damit eine langjährige Forderung des Handelsverbandes umgesetzt wird.

Gemeinsam positiv in das Weihnachtsgeschäft starten

Der Handelsverband verbindet mit dem Abschluss die Hoffnung auf einen unbelasteten Start in die wichtigste Verkaufsphase des Jahres. „Wir hoffen, dass wir nun gemeinsam positiv in ein gutes Weihnachtsgeschäft starten können. Wenn die Kunden Vertrauen fassen, wieder mehr konsumieren und das vor allem regional, profitieren davon die Beschäftigten ebenso wie die Unternehmen. Unser gemeinsames Ziel muss sein, dass sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten Schritt für Schritt verbessert“, sagt HV GF Will.

Über den Handels-KV

Der Handels-KV ist laut Handelsverband der größte Branchenkollektivvertrag in Österreich. „Der Handel zählt mit über 430.000 Angestellten, knapp 140.000 Arbeitern und etwa 20.000 Lehrlingen zu den größten Arbeitgebern des Landes und ist Rückgrat der täglichen Versorgung. Nachhaltige Lohnabschlüsse und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen sind Voraussetzung dafür, dass der Handel auch in Zukunft stabile Arbeitsplätze und flächendeckende Nahversorgung sichern kann“, so der HV.

Diesen Beitrag teilen
An einen Freund senden