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Sonntag, 7. Dezember 2025
Wegfall des Reparaturbonus als Hauptgrund

R.U.S.Z. erneut insolvent

Hintergrund | Julia Jamy | 25.11.2025 | | 7  
Die R.U.S.Z. GmbH ist (schon wieder) insolvent. Die R.U.S.Z. GmbH ist (schon wieder) insolvent. (© Redaktion / D.Schebach) Das Reparatur- und Servicezentrum R.U.S.Z. GmbH ist erneut insolvent. Über das Unternehmen wurde vergangene Woche ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien eröffnet. Als Hauptgrund wird abermals das Aussetzen des Reparaturbonus genannt.

Bereits im September 2023 – kurz nachdem der Reparaturbonus wegen Betrugsfällen vorübergehend ausgesetzt worden war – stellte R.U.S.Z. zum ersten Mal einen Insolvenzantrag (elektro.at berichtete). Als Ursachen wurden die Spätfolgen der Pandemie sowie der Wegfall des Reparaturbonus genannt. Gründer und Geschäftsführer Sepp Eisenriegler erklärte damals: „Nach massiven Umsatzrückgängen während der Corona-Phase freuten wir uns über die Wirkung des Wiener Reparaturbons. Wir wussten bald nicht mehr, wo wir die eingegangenen Reparatur-Geräte unserer Kunden lagern sollten. (…) Auch darum wollten wir nach dem Auslaufen des Wiener Reparaturbons niemanden kündigen und nahmen einen weiteren Kredit auf, um durch die immer länger werdende Zeitdauer bis zum Inkrafttreten des bundesweiten Reparaturbonus durchzutauchen. Wir hatten einen Umsatzeinbruch von 70% über 12 Monate. Das abrupte Aussetzen des bundesweiten Reparaturbonus von 03.07. bis 25.09.2023 hat uns dann tatsächlich in die Insolvenz getrieben.“

Auch die nunmehrige Insolvenz wird nach Angaben des Unternehmens auf das erneute Aussetzen des Reparaturbonus und die dadurch entstandenen Liquiditätsengpässe zurückgeführt. Laut AKV sind derzeit 13 Gläubiger mit Forderungen von insgesamt rund 130.000 Euro betroffen. Die aktuellen Vermögensverhältnisse werden nun durch den Insolvenzverwalter Georg Getreuer geprüft. Ob eine Fortführung des Unternehmens und eine Entschuldung im Rahmen eines Sanierungsplans angestrebt werden, ist derzeit noch offen und soll im Zuge des laufenden Verfahrens geklärt werden.

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Kommentare (7)

  1. Immer schön das Geld des Steuerzahlers verbrennen.
    Gut, dass dort keine subventionierten Pfuscher ihr Dasein
    fristen und Förderungen verbrennen.

    6
  2. Irgendwann holt halt jeden die wirtschaftliche Realität ein.. von Dumpingpreisen, mit denen man andere ausbootet, kann man halt ohne Förderung nicht leben..

    11

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