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Sonntag, 7. Dezember 2025
„Kein einzelner Aktionstag, sondern eine ausgeprägte Peak-Season“

NIQ-Prognose zum Black Friday 2025

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 26.11.2025 | |  
(Bild: Gerd Altmann, pixabay.com) (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com) Der Black Friday steht vor der Tür und viele Techniksegmente starten mit Rückenwind in die heiße Phase des Jahres, wie NIQ sagt. Das Consumer Intelligence Unternehmen erwartet starke Impulse durch KI-Trends, Systemwechsel und Ersatzkäufe bei Geräten wie Smartphones, Laptops oder Staubsaugerrobotern. Im deutschen FMCG E-Commerce stieg der Umsatz 2024 während der Black-Friday-Woche bereits um 79 % – zieht der Technikhandel dieses Jahr nach?

Wenige Tage vor dem Black Friday erwarten die Datenexperten von NIQ einen der stärksten Handelsimpulse des Jahres. „Bereits 2024 hatte die Aktionswoche im deutschen FMCG-E-Commerce neue Bestmarken gesetzt: Sie brachte im Durchschnitt 79 % mehr Umsatz als eine typische Woche und steuerte 3,4 % zum gesamten Jahresvolumen bei (gegenüber 3,1 % 2023)“, berichtet NIQ.

Das Consumer Intelligence Unternehmen hat erhoben, welche Produkte besonders gefragt waren: Elektrozubehör (+277 %), Parfums (+217 %), Air Care (+176 %), Spirituosen (+175 %) und Kosmetik (+153 %) wurden letztes Jahr während der Black-Friday-Woche deutlich häufiger gekauft als in einer durchschnittlichen Woche. NIQ geht davon aus, dass diese Sortimente auch 2025 an Dynamik gewinnen und den Onlinehandel weiter stützen werden.

Parallel verschiebe sich das Einkaufsverhalten spürbar, sagt auch NIQ. „Verbraucher beginnen früher mit der Suche nach Angeboten und beobachten Preisentwicklungen. Händler haben darauf reagiert und den Aktionszeitraum vorgelagert – im Markt sind bereits erste Rabattangebote zu beobachten.“ Nach Einschätzung von NIQ wird sich diese Vorbereitungsphase in diesem Jahr weiter ausdehnen.

Im Technikmarkt deute vieles ebenfalls auf eine Belebung hin. „2025 bietet eine günstige Ausgangslage für viele Segmente“, erklärt Alexander Dehmel, Technikexperte bei NIQ. „Nach einem schwächeren Vorjahr profitieren Telekommunikation und Unterhaltungselektronik von einem niedrigen Basiseffekt. Zusätzlich sorgen Ersatzkäufe früherer Corona-Anschaffungen, das Ende der Windows-10-Unterstützung und das wachsende Interesse an KI-fähigen Geräten für Nachfrage.“ Besonders Smartphones, Laptops, TVs sowie Haushaltskleingeräte wie Staubsaugerroboter, Heißluftfritteusen und Espressomaschinen dürften laut NIQ davon profitieren.

Aus Sicht von NIQ ist der Black Friday damit längst kein einzelner Aktionstag mehr, sondern „eine ausgeprägte Peak-Season“, in der Kaufentscheidungen zunehmend vorgezogen werden. „Für Händler rücken genaue Prognosen, frühzeitige Kommunikation und professionelles Bestandsmanagement stärker in den Mittelpunkt“, sagt Dehmel.

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