Branchenradar sieht starken PV-Zubau auch ohne üppige Förderungen
(© BRANCHENRADAR Photovoltaik in Österreich 2026)
Wie eine aktuelle Marktstudie des Marktforschungsinstituts BRANCHENRADAR.com Marktanalyse zeigt, bleibt der Zubau an Photovoltaik-Anlagen in Österreich hoch und das obwohl im Jahr 2025 die staatliche Förderung stark zurückgefahren werden. „Offenbar funktioniert der Umstieg auf Solarenergie auch mit deutlich weniger staatlichen Subventionen ganz gut“, so GF Andreas Kreutzer.Die Investitionsbedingungen für Photovoltaik-Anlagen haben sich im laufenden Jahr deutlich verschlechtert. Wie aus der aktuellen Marktanalyse von BRANCHENRADAR.com hervorgeht, fällt die Förderung für Kleinanlagen wesentlich geringer aus als in den Vorjahren. Die bisherige Mehrwertsteuerbefreiung wird durch einen Investitionskostenzuschuss von lediglich zehn Prozent ersetzt. Das entspricht einer Halbierung des Fördersatzes. Zudem werden zuerst nur noch 30 Millionen Euro an Förderung zur Verfügung gestellt. Mitte des Jahres wird der Fördertopf auf 50 Millionen Euro erhöht. Zum Vergleich: Im letzten Förderprogramm waren für den Ausbau von Photovoltaik noch rund 600 Millionen Euro an staatlichen Subventionen vorgesehen.
Darüber hinaus pendeln sich die Einspeisevergütungen bei vergleichsweise geringen fünf Cent/kWh ein. Die Einspeisekapazitäten für private Anlagen sind mancherorts derart knapp, dass die Bundesregierung darüber nachdenkt, auch Betreiber von privaten Photovoltaik-Anlagen über die Verrechnung von Einspeisegebühren am Ausbau des Stromnetzes zu beteiligen – nach aktueller Planung zumindest alle Anlagen mit einer Leistung >7 kWp.
Nahezu 70 Prozent mehr zugebaut als 2022
Diese veränderten Rahmenbedingungen bleiben nicht ohne Folgen. Laut BRANCHENRADAR Photovoltaik in Österreich wird die neu installierte Nennleistung im Jahr 2025 voraussichtlich um knapp 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Besonders betroffen ist der Wohnsektor, insbesondere Ein- und Zweifamilienhäuser. Mit insgesamt rund 1.700 MWpeak wird dennoch um nahezu 70 Prozent mehr zugebaut als 2022 und nur um 27 Prozent weniger als im Rekordjahr 2023. „Offenbar funktioniert der Umstieg auf Solarenergie auch mit deutlich weniger staatlichen Subventionen ganz gut“, so Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von BRANCHENRADAR Marktanalyse. „Im Förderprogramm der Jahre 2022 bis 2024 gab es zweifelsohne eine Überförderung, die Mitnahmeeffekte waren gewaltig“.

Wieso?
PV Austria: Photovoltaik-Zubau fällt auf niedrigsten Stand seit drei Jahren