HV-Händler-Blitzumfrage zum Black Friday
(Bild: Alexa, pixabay.com)
Mit dem heutigen Black Friday hat die Black Week 2025 ihren Höhepunkt erreicht. Das Rabattmassaker des Jahres wird insgesamt rund 460 Millionen Euro in die Kassen des Handels spülen, wie der Handelsverband prognostiziert. Damit wäre auch der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2022 (450 Mio. Euro) übertroffen.„Zwei Drittel der Österreicher gehen heute und morgen auf Schnäppchenjagd. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, in denen das Geldbörsel nicht so locker sitzt, nutzen die Kunden Shopping-Aktionstage wie den Black Friday besonders gerne. Davon profitiert zwar vor allem der E-Commerce, aber auch der stationäre heimische Handel“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands.
„Österreich im Schnäppchenfieber, Kundenfrequenz top“
Eine tagesaktuelle HV-Blitzumfrage unter den mehr als 4.500 Mitgliedsunternehmen des Handelsverbands bestätigt: „Das ganze Land ist heute im Schnäppchenfieber. Trotz frostiger Temperaturen sind die Kundenfrequenzen in den österreichischen Einkaufsstraßen top. Die Shoppingcenter berichten ebenfalls von einem starken Besucherandrang und die heimischen Onlinehändler melden im Schnitt Umsatzzuwächse von 5% im Vergleich zum Vorjahr“, fasst Will die Lage zusammen.
Generell haben sich Sondereinkaufstage wie Black Friday/Black Week/Cyber Monday, Woman Day oder Singles Day im heimischen Handel in den letzten Jahren fix etabliert. Der Black Friday spielt hier aber nach wie vor in einer eigenen Liga: 98% der Bevölkerung kennen ihn, 71% haben ihn bereits für Einkäufe genutzt. „Insgesamt werden die österreichischen Konsumenten heuer in der Black Week im Schnitt 294 Euro pro Kopf ausgeben – eine Steigerung von 11% gegenüber dem Vorjahr (265 Euro)“, sagt der HV.
Branchenvergleich: Bekleidung & Elektro profitieren
Im Branchenvergleich profitieren insbesondere wieder der Mode- und Elektrohandel sowie die Drogeriemärkte von der Black Week. Hier das Ranking der Top 5:
- Bekleidung (39%)
- Elektronik (34%)
- Kosmetik (27%)
- Schuhe (21%)
- Haushaltsgeräte (21%)
Startschuss für das Weihnachtsgeschäft: 61% kaufen bereits Geschenke
Der Handelsverband berichtet: „Von jenen, die am Black Friday und Cyber Monday einkaufen, nutzen fast zwei Drittel die Angebote bereits zum Kauf von Weihnachtsgeschenken. Insofern darf sich die Branche heute über einen vielversprechenden Start ins Weihnachtsgeschäft 2025 freuen. Auch am morgigen ersten Adventsamstag dürften die Geschäfte hierzulande rappelvoll sein.“
Billigstpreisdiskussion: Menschen kaufen so preisbewusst wie seit Jahrzehnten nicht mehr
Laut HV zeigen sich die Auswirkungen der von Politik und Medien forcierten Billigstpreisdiskussionen in den letzten Monaten auch in einer zunehmenden Deal-Orientierung der Bevölkerung: „Laut einer aktuellen Reppublika-Befragung im Auftrag des Handelsverbands wollen heuer mehr als ein Drittel der Österreicher zur Finanzierung ihrer Weihnachtsausgaben verstärkt Rabattaktionen und Sonderangebote nutzen“, so Will.
„Die Menschen kaufen derzeit so preisbewusst wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Für den Handel selbst ist der Black Friday daher zweischneidig. Die Margen sind in vielen Branchen ohnehin niedrig. Pauschale -25%-Rabatt sind vor allem für kleinere Geschäfte wirtschaftlich schlicht nicht drin“, erklärt der HV GF.
Amazon, Temu & Shein dominieren Black Week
Erschwerend hinzu komme, dass sowohl der Black Friday als auch (noch stärker) der Cyber Monday ganz klar vom internationalen Onlinehandel dominiert werden: 44% der Konsumenten kaufen in der Black Week ausschließlich online ein, weitere 38% schwerpunktmäßig im E-Commerce.
„Fast die Hälfte der Österreicher shoppt in der Black Week ausschließlich online. Von den Ausgaben fließen mehr als 70% an Webshops aus Drittstaaten. Davon profitieren neben dem Platzhirsch Amazon vor allem die beiden chinesischen Ramsch-Plattformen Temu und Shein“, bestätigt Rainer Will.

Fernost-Plattformen unter Druck: Frankreich prüft temporäre Sperrung von Shein
Die Dimensionen wie auch das Gefahrenpotenzial seien gewaltig: „Im Vorjahr wurden 100 Millionen Fernost-Pakete nach Österreich geliefert. 80% davon sind vermutlich nicht EU-rechtskonform. Die Risiken für heimische Verbraucher – etwa durch nicht zugelassene Kosmetika, gesundheitsschädliche Chemikalien, gefährliches Spielzeug oder fehlerhafte Elektrogeräte – können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, so Will.
Vor diesem Hintergrund wird in Frankreich gerade eine temporäre Sperrung der Plattform Shein für drei Monate diskutiert. Die Entscheidung soll voraussichtlich am 5. Dezember getroffen werden. „Aber auch die heimischen Konsumenten können einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung und zur Stärkung des österreichischen Wirtschaftsstandorts leisten, indem sie bewusst regional kaufen“, sagt Will und er ergänzt:
„Von der Politik wünschen sich die Händler zu Weihnachten die längst überfällige Einführung einer Plattformhaftung für die korrekte Warendeklaration auf nationaler Ebene.“



XXX …. Minus 77% und die Mehrwertsteuer geschenkt.
Wer`s glaubt wird selig – Oder Steirisch gesagt ist a` Depp.
Hat es bei Küchen schon immer gegeben, der Michelfeit war ein Garant dafür und auch die Küchenhersteller damals in den Radiowerbungen haben die Mondrabatte getrommelt.
Und Dan Küchen!
Sie sind sicher ein Stammkunde beim XXX
extrem qualifizierter Kommentar von Ihnen kleinerhändler, ehrlich, gratulation!!
Schön möglich.
Ich bin für die Sperrung vom XXX Lutz, da zahlen die Kunden eine riesen Unmenge an Werbekosten und müssen im Gegenzug eine schlechtere Qualität der Ware hinnehmen.
Also macht doch etwas!
Egal welche Werbung Sie sehen, die zahlt immer der Kunde. Es braucht keine Sperrung von europäischen Händlern, sondern einfach Kunden mit Hausverstand.
Wenn wir dann Kunden mit Hausverstand haben, dann brauchen wir die Chinesen auch nicht sperren.
Ich spreche auch von europäischen Händlern, die direkt aus China kann man aufgrund Qualität und vor allem der Dumpingpreise ruhig sperren. Leider fehlen im Moment zudem vielfach Kunden mit Hausverstand. Es wird vieles ohne Notwendigkeit gekauft nur weil es billigt ist und nach wenigen Wochen auf Kosten der Allgemeinheit in den Müll geworfen.