Besuchen Sie uns auf LinkedIn
Freitag, 16. Januar 2026
Multimedia-Kommentar 12/25

Ein gutes Gefühl

Julia Jamy | 07.12.2025 | Bilder | |  Meinung
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und unsere Branche hat einiges hinter sich. Dennoch lohnt es sich, optimistisch nach vorne zu blicken. Es gibt viele Gründe, zuversichtlich zu bleiben und mit voller Energie 2026 anzugehen.

Gefühlt hat das Jahr gerade erst begonnen und schon neigt es sich wieder dem Ende zu. Ich glaube nicht, dass ich übertreibe, wenn ich sage, dass es für unsere Branche ein herausforderndes und in vieler Hinsicht außergewöhnliches Jahr war. Die Inflation will einfach nicht sinken, die Konsumlaune lässt auch zu wünschen übrig und obendrein bringt der Ukraine-Krieg weitere Auswirkungen mit sich, die Unternehmen sowie Konsumenten gleichermaßen verunsichert. Ich bin jedoch von Natur aus optimistisch und blicke deshalb voller Zuversicht auf 2026. Dafür gibt es gleich zwei Gründe, die mich positiv stimmen und gleichzeitig Hoffnung für die gesamte Branche geben:

Grund Nummer 1: Laut dem deutschen Home Electronics Market Index (HEMIX) blieb der Bereich Consumer Electronics in den ersten drei Quartalen 2025 mit rund 19,6 Milliarden Euro Umsatz nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (0,0 %). Innerhalb der Unterhaltungselektronik zeigte sich ein ausgeglichenes Bild: Der Umsatz lag mit knapp 5 Milliarden Euro nur 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Rückgänge bei TV-Geräten (–6,9 % auf rund 1,9 Milliarden Euro) konnten durch Zuwächse in wachstumsstarken Trendsegmenten ausgeglichen werden. Die Zahlen lassen sich zwar nicht eins zu eins auf Österreich übertragen, geben aber eine grobe Richtung vor und zeigen, dass Potenzial für Wachstum auf jeden Fall vorhanden ist. Ein weiterer Grund für Optimismus: Im kommenden Jahr findet die Fußball-Weltmeisterschaft statt und Österreich hat sich offiziell qualifiziert. Das dürfte den TV-Markt hoffentlich zusätzlich beleben und die Konsumlaune wieder nach oben treiben.

Grund Nummer 2: Für diese E&W-Ausgabe hatte ich die großartige Gelegenheit, gleich mehreren jungen Leuten unserer Branche über die Schulter zu schauen. Zum Beispiel Stefanie Schreck, die im vergangenen April mit gerade einmal 28 Jahren das Geschäft ihres Vaters übernommen hat. In unserer Branche wird ja oft beklagt, wie schwer es ist, qualifiziertes Personal zu finden und dass junge Leute kein Interesse an der Arbeit haben. Wer Stefanie Schreck trifft, wird eines Besseren belehrt: Sie ist sympathisch, selbstbewusst und genau im Klaren darüber, wo sie den Familienbetrieb in Zukunft sieht. Einen Tag später besuchte ich die AustrianSkills 2025 in Salzburg und konnte live erleben, wie motiviert die Lehrlinge arbeiten: Es wurde gebohrt, verdrahtet, programmiert und installiert. Solche Begegnungen zeigen mir, dass unsere Branche auch in Zukunft auf talentierte und gut ausgebildete Fachkräfte zählen kann. Ich kann Wolfgang Stark, GF von RED ZAC Stark, den ich ebenfalls für diese E&W-Ausgabe zum Interview traf, nur zustimmen: „In der Branche wird viel gejammert, aber das ist oft Jammern auf hohem Niveau.“ Das ist richtig. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, sollten wir optimistisch nach vorne blicken.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage – damit wir im kommenden Jahr wieder voll durchstarten können. Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl.

Bilder
Diesen Beitrag teilen

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

An einen Freund senden