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Samstag, 7. Februar 2026
Editor's Choice140 MW-Anlage in NÖ unter Top 5 Europas

Mit 123 Millionen Förderung: OMV startet größtes Wasserstoffprojekt Österreichs

Energiezukunft | Wolfgang Schalko | 08.01.2026 | | 1  Wissen
OMV baut in Bruck an der Leitha eine 140 MW Anlage mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 23.000 Tonnen grünem Wasserstoff ab Ende 2027. OMV baut in Bruck an der Leitha eine 140 MW Anlage mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 23.000 Tonnen grünem Wasserstoff ab Ende 2027. (© STRABAG/Siemens Energy) OMV und Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) haben einen Fördervertrag für die geplante Anlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff in Bruck an der Leitha (Niederösterreich) unterzeichnet, der eine Produktionsförderung von bis zu EUR 123 Millionen sicherstellt. Das Vorhaben wurde zuvor von der European Hydrogen Bank (EHB), der Europäischen Wasserstoffbank, positiv bewertet und soll einen entscheidenden Beitrag zur österreichischen Wasserstoffstrategie sowie zur OMV Strategie 2030 leisten.

OMV investiert einen mittleren dreistelligen Millionen Eurobetrag in Bruck an der Leitha. Die 140 MW Anlage soll Ende 2027 in Betrieb gehen und dann zu den fünf größten in Europa zählen. OMV will damit künftig jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff mit erneuerbarer Energie aus Wind- und Solarenergie sowie Wasserkraft produzieren, was einer Einsparung von bis zu 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr entspricht.

„Durch eine lokale Erzeugung von grünem Wasserstoff leistet diese Anlage, die über eine 22 Kilometer lange Pipeline direkt mit der OMV Raffinerie Schwechat verbunden ist, einen maßgeblichen Beitrag zu unserer Dekarbonisierung,“ kommentiert Martijn van Koten, OMV Executive Vice President, Fuels und Chemicals.

Bereits im November 2025 haben OMV und Masdar, ein weltweit führendes Unternehmen für saubere Energie, eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures (JV) unterzeichnet. Das geplante JV umfasst die Finanzierung, die Errichtung und den Betrieb der 140 MW Elektrolyseanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff in Bruck an der Leitha. Der Abschluss des JVs wird für Anfang 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt des Abschlusses der finalen Unterlagen, der Zustimmung der Anteilseigner sowie behördlicher Genehmigungen.

Dazu Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender und CEO von OMV: „Die positive Bewertung durch die Europäische Wasserstoffbank und die daraus resultierende Förderung der Republik Österreich unserer Anlage für grünen Wasserstoff ist ein starkes Signal für die Zukunft der nachhaltigen Energieversorgung und für den Standort Österreich. Mit unserem Projekt setzen wir einen Meilenstein für die Energiewende in Europa und zeigen, wie OMV Innovation und Verantwortung vereint.“

Die NÖ Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont: „Diese Mega-Investition der OMV, die nun auch durch eine substanzielle Förderung des Bundes unterstützt wird, freut mich sehr. Sie stärkt den Industrie- und Energiestandort Niederösterreich nachhaltig. In Bruck an der Leitha entsteht damit eine der größten Elektrolyseanlagen Europas. Das neue Mega-Projekt reiht sich unter die Top fünf der größten Wasserstoff-Anlagen Europas ein und zeigt eindrucksvoll, wie erneuerbare Energie, moderne Industrie und Klimaschutz erfolgreich zusammenspielen können. Es ist ein konkreter Beitrag zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit und ein sichtbares Beispiel für den eigenständigen niederösterreichischen Weg: Wir reden nicht über die Energiewende und die Modernisierung des Wirtschaftsstandorts – wir packen an und setzen um.“

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