Geräte-Retter-Prämie: Elektroinnung begrüßt Neustart des Reparaturbonus
Heute geht offiziell die "Geräte-Retter-Prämie" an den Start. (© Elektroinnung Wien)
Heute, am 12. Jänner 2026, löst die „Geräte-Retter-Prämie" offiziell den bisherigen Reparaturbonus ab. Konsumenten können die neue Förderung ab sofort beantragen. Die Elektroinnung begrüßt den Neustart und spricht von einem „Gewinn für die Umwelt, die Bevölkerung und die Wirtschaft“.
Heute geht offiziell die „Geräte-Retter-Prämie“ an den Start. Christian Bräuer, Bundes- und Landesinnungsmeister Wien der Elektrotechniker, zeigt sich positiv über die neue Förderung: „Wir hoffen, dass möglichst viele Betriebe sich rasch registrieren, damit sie gefunden werden und von der Prämie profitieren können. Die Geräte-Retter-Prämie ist ein Gewinn für die Umwelt, die Bevölkerung und für die Wirtschaft. Unsere Betriebe können damit ihre Reparatur-Kompetenz einbringen und unter Beweis stellen – das stärkt die Kreislaufwirtschaft und den eigenen Betrieb zugleich.“
Martin Karall, Wiener Berufsgruppenobmann und Koordinator ergänzt: „Die Geräte-Retter-Prämie ist ein Beispiel, wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis gelebt werden kann. Wie der Vintage-Trend zeigt, ist das Thema Nachhaltigkeit in den Köpfen vieler junger Menschen angekommen. Oft verlängert der Austausch eines kleinen, günstigen Bauteils die Lebensdauer von Elektro- und Elektronikgeräten um viele Jahre. Nach dem Motto: ‚Kleine Ursache, große Wirkung‘ werden Ressourcen geschont und Müll vermieden. Und nebenbei wird Bewusstsein für den Wert von Reparaturleistungen geschaffen.“
Wichtige Änderungen
Wichtiger Hinweis für alle Betriebe: Auch Unternehmen, die bereits am Reparaturbonus teilgenommen haben, müssen eine neue Vereinbarung abschließen, um für die Geräte-Retter-Prämie gelistet und förderfähig zu sein. Der wichtigste Unterschied zum bisherigen Reparaturbonus liegt in der Höhe der Förderung: Statt bisher bis zu 200 Euro pro Reparatur gibt es jetzt maximal 130 Euro. Neu ist, dass auch die Wartung und der Service von E-Geräten abgedeckt werden, die zur Aufrechterhaltung eines funktionsfähigen Zustands beitragen – etwa Pflege, Reinigung sowie Prüfungen der Funktionstüchtigkeit und Sicherheit.
Wichtig ist außerdem, dass der Refundierungsantrag innerhalb von vier Wochen ab Einlösung des Bons erfolgen muss.
Förderfähige Gerätekategorien sind weiterhin:
- Haushalt
- Gesundheit
- Computer- und Bürobedarf
- Unterhaltungselektronik
- Baby- und Kinderartikel
Die vollständige Geräteliste finden Sie unter: www.geräte-retter-prämie.at/geräteliste
Nicht mehr förderungsfähig sind:
- Smartphones
- Fahrräder und E-Bikes
- Wellnessgeräte wie Fußsprudelbäder
- Reine Unterhaltungssysteme wie Karaokeanlagen
Die Negativliste finden Sie unter: www.geräte-retter-prämie.at/negativbeispiele
Neu in der Förderung sind:
- Fokus auf alltägliche Haushaltsgeräte
- Reparatur von Pflegegeräten wie:
- Rollstühle
- Pflegebetten
- Beatmungsgeräte
- Blutdruckmessgeräte
- Wartung und Service sind nun förderfähig (Pflege, Reinigung, Funktions- und Sicherheitsprüfung)
Nicht förderfähig sind
- Geräte, die fix mit dem Mauerwerk verbunden sind (z. B. Sprechanlagen)


ein einfacher Akkutausch von Konsumenten bei Handys wäre sehr notwenidig und sinnvoll, zumindest ebenso sinnvoll wie einheitliche Ladetechnik/ Anschlüsse bei Handys !
Schade das jetzt unzählige Smartphones 📱♻️ ihren Weg in die Verwertung gehen werden. Jeder einfache Akkutausch hätte die Lebensdauer verdoppelt. Erst erzieht man die Kunden zum reparieren, und nach 2 erfolgreichen Jahren dreht man eine der wichtigsten Sparten (inkl. Fahrräder) ab. Gut gemacht. 😩 Und nein, ein Smartphone oder Fahrrad ist für viele kein Luxusgut, sondern notwendiges Werkzeug. Lg
Toll wäre es noch, wenn die Industrie Geräte so bauen würde, dass man diese leicher zerlegen und reparieren kann.
10 Jahre Ersatzteil- und Reparaturgarantie, das würde der Wirtschaft und auch den Konsumenten sehr helfen.
Ich begrüße die Förderung für Reparaturen.
Es hilft sicherlich einiges vor dem Schrottplatz zu retten.
Nur die Änderung von Reparaturbonus auf Retterprämie finde ich absolut unnötig. Diese Umstellung hat nur unnötige Ressourcen verschwendet.
Das Fahrräder nicht mehr förderfähig sind finde ich voll OK, da das soweiso nur Wartungssachen sind und die Räder aufgrund des Neuwertes sowieso auch ohne Förderung repariert werden.
Toll wäre es noch, wenn die Industrie Geräte so bauen würde, dass man diese leicher zerlegen und reparieren kann.