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Dienstag, 17. Februar 2026
„StreifStream“

ORF und Big Blue Marble setzen am Hahnenkamm auf 5G

Multimedia | Julia Jamy | 23.01.2026 | | 1  
V.l.n.r.: Johann Mika (Chief Innovation Officer BBM), Michael Wagenhofer (Group CEO BBM), Harald Kräuter (TD ORF), Stefan Kollinger (Chief Innovation Officer ORF) bei den Tests in Kitzbühel. V.l.n.r.: Johann Mika (Chief Innovation Officer BBM), Michael Wagenhofer (Group CEO BBM), Harald Kräuter (TD ORF), Stefan Kollinger (Chief Innovation Officer ORF) bei den Tests in Kitzbühel. (© Roman Zach-Kiesling – ORF) Zum heutigen Start des Hahnenkammrennens blicken der ORF und Big Blue Marble bereits auf ein spannendes Testprojekt zurück: In den Trainingstagen vor den Rennen erprobten sie in Kitzbühel die Live-TV-Produktion von morgen. Dafür wurde vor Ort in einem ausgewählten Bereich ein privates 5G-Mobilfunknetz eingerichtet, um zukünftige, Cloud-basierte Live-Produktionen unter realen Bedingungen zu erproben.

Konkretes Ziel des „StreifStream“ genannten Testprojekts war es, in diesem nicht-öffentlichen 5G-Campus-Netzwerk technologische Variablen wie Latenz, Stabilität, Bildqualität und Skalierbarkeit sowie neue Produktionslogiken praxisnah zu testen und belastbare Erfahrungen für zukünftige Sport-, Event- und News-Produktionen zu sammeln. „Auf dem Papier sind die Möglichkeiten der 5G-gestützten Live-Produktion unermesslich. Doch erst im echten Betrieb zeigt sich, was wirklich funktioniert und wo es noch Hürden zu überspringen gibt“, erklärt Michael Wagenhofer, Group CEO bei Big Blue Marble, die Hintergründe.

Aus Sicht des ORF fällt das Fazit von Projekt „StreifStream“ äußerst positiv aus. „Wir sind sehr froh, dass wir 5G in der TV-Produktion und das komplette System unter Live-Bedingungen im Trubel von Kitzbühel auf Herz und Nieren testen konnten. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend und zeigen, welches Potenzial diese Technologie für zukünftige Produktionsformen hat. Vielen Dank daher an Big Blue Marble für die technische Bereitstellung des 5G-Eventstandortes in Kitzbühel!“, so Harald Kräuter, Technischer Direktor des ORF.

5G made in Kitzbühel

Technologisches Herzstück der gemeinsamen Innovation Production Labs von ORF und Big Blue Marble in Kitzbühel war das eigene 5G-Kommunikationsnetz basierend auf nicht-öffentlichen 5G-Mobilfunkfrequenzen sowie der Mobilfunktechnologie des Partners Nokia. Über dieses und ein TV-Produktionssystem, das sich vornehmlich aus einer speziellen Nokia-5G-360-Grad-Kamera, LiveU-Technologien und Smartphones zusammensetzte, wurden die Live-Bilder von den Trainings und dem Geschehen neben der Piste direkt in die Cloud übertragen. Recording, Schnitt und Weiterverarbeitung fanden ebenfalls in der Cloud statt.

Mit der Erprobung nicht-öffentlicher 5G-Mobilfunknetze möchte Big Blue Marble einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer krisensicheren Kommunikations-Infrastruktur für Österreich setzen. Autarke, 5G-basierte Campus-Netzwerke – wie in Kitzbühel – eignen sich dabei nicht nur für professionelle Live-Übertragungen von Großveranstaltungen. Im Krisenfall sichern sie auch die interne Kommunikation der  Techniker und bilden damit eine wesentliche Grundlage für die Informationsversorgung der Bevölkerung über die Rundfunknetze. Fallen öffentliche Mobilfunknetze aufgrund von Überlastung oder Stromausfällen aus, gewährleistet die terrestrische Infrastruktur von Big Blue Marble dank Notstromaggregaten eine Mindestverfügbarkeit von bis zu 72 Stunden. Auf diese Weise bleibt die Bevölkerung erreichbar und wichtige Informationen z.B. etwa Zivilschutzwarnungen  können rasch und flächendeckend verbreitet werden.

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