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Dienstag, 10. Februar 2026
Schnellschätzung der Statistik Austria

Inflation erreichte im Jänner erstmals wieder EZB-Zielwert

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 04.02.2026 | |  
(Bild: Alexandra_Koch, pixabay.com) (Bild: Alexandra_Koch, pixabay.com) Laut aktueller Schnellschätzung der Statistik Austria lag die Inflationsrate in Österreich im Jänner bei +2% und erreichte damit wieder den Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Größter Preistreiber war dabei der Dienstleistungsbereich. Energie und Industriegüter dämpften die Inflation hingegen.

„Einer ersten Schätzung zufolge wird die Inflation im Jänner 2026 bei 2,0 % liegen. Damit sinkt die Teuerung in Österreich nach den hohen Inflationsraten des Jahres 2025 wieder auf die Werte der zweiten Jahreshälfte 2024. Dämpfende Effekte gingen von Strom, Gas, Heizöl und Treibstoffen sowie von Industriegütern aus“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Allein der Preisrückgang von 4,9 % im Bereich Energie dämpfte die Inflationsrate um 1,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat Dezember 2025. Grund dafür war unter anderem das Ende des Basiseffekts der mit Jahresbeginn 2025 ausgelaufenen Strompreisbremse, die im Jänner 2026 gesenkte Energieabgabe und der reduzierte Erneuerbaren-Förderbeitrag. Industriegüter verteuerten sich mit +0,8 % nur minimal im Vergleich zum Jänner 2025. Die Preise für Dienstleistungen waren mit einem Plus von 3,8 % weiterhin Inflationstreiber, aber ihr Einfluss auf die Inflation verringerte sich im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten. 2025 hatten Teuerungsraten bei Dienstleistungen deutlich über 4 % betragen, weshalb ihr Einfluss auf die Gesamtinflation entsprechend höher war als aktuell. Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol verteuerten sich im Jänner mit +2,7% ebenfalls weniger stark als zuvor und hatten dadurch einen geringeren Einfluss auf die Inflationsrate als im vergangenen Jahr, so die Zusammenfassung der Statistik Austria.

Blick auf 2025

Die Inflationsrate für das Jahr 2025 lag laut Statistik Austria bei 3,6 %, nach 2,9 % im Jahr 2024 und 7,8 % im Jahr 2023. Der Jahresdurchschnitt 2025 ist nach der Phase der Hochinflation in den Jahren 2022 bis 2024 der höchste seit 1993. Im Jahresverlauf 2025 sank die Teuerung von 3,2 % im Jänner auf 2,9 % im Mai, stieg im August auf 4,1 % und unterschritt die 4,0 %-Marke erst im Dezember wieder mit 3,8 %.

Manuela Lenk erklärt dazu: „Im Jahr 2025 stieg die Inflation auf 3,6 %, nach 2,9 % im Jahr davor. Damit war die Teuerung in Österreich merklich höher als in fast allen anderen Ländern des Euroraums. Angeheizt wurde die Teuerung insbesondere durch höhere Strompreise aufgrund des Endes der Strompreisbremse. Während bei Nahrungsmitteln der Preisdruck zunahm, fielen die Preisanstiege in der Gastronomie weniger stark aus als im Vorjahr, hielten sich aber auf hohem Niveau. Billigere Treibstoffe wirkten hingegen noch preisdämpfender als im Jahr 2024.“

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