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Dienstag, 21. Juli 2026
Go und Fresh schließen

Aus für Amazon Geschäfte

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 06.02.2026 | |  Unternehmen
(Bild: Amazon) (Bild: Amazon) 2018 eröffnete Amazon seine ersten Geschäfte unter der Marke Amazon Go. Das Besondere daran war nicht nur, dass sich der Onlineriese am stationären Geschäft versuchte, sondern auch, dass Kunden Produkte einfach aus dem Regal nehmen und das Geschäft verlassen können. Nun schließt Amazon seine Mini-Supermärkte ohne Kassen wieder. Und auch die Amazon Fresh Supermärkte machen dicht.

Amazon schließt seine Mini-Supermärkte ohne Kassen. Die ersten Geschäfte unter der Marke Amazon Go, in denen Kunden einfach Produkte aus dem Regal greifen und rausgehen können (auch „Just Walk Out“ genannt), öffneten in den USA 2018. Gewichtssensoren in den Regalen und Kameras an der Decke sollten sicherstellen, dass die Einkäufe richtig zugeordnet und nachträglich abgebucht werden.

Branchenkenner hatten bereits in den vergangenen Jahren darauf hingewiesen, dass die Technik für den kassenlosen Einkauf aufwendig und dadurch kostspielig sei. Das mache es schwierig, sie auf größere Ladenflächen auszuweiten.

(Bild: Amazon)

Die wie gewöhnliche Supermärkte funktionierenden Geschäfte unter der Marke Amazon Fresh macht der weltgrößte Einzelhändler ebenfalls dicht. Davon gab es innerhalb der USA zuletzt mehr als 50. Hier gab Amazon an, dass man es nicht geschafft habe, ein Geschäftsmodell für einen weitreichenden Ausbau des Ladennetzes zu finden.

Ein Teil der aufgegebenen Fresh- und Go-Standorte soll zu Supermärkten der Kette Whole Foods umfunktioniert werden. Diese Bio-Kette hat Amazon 2017 für 13,7 Milliarden US-Dollar gekauft und ist somit groß in den stationären Lebensmittelhandel eingestiegen. Dazu, ob die Technik zum kassenlosen Einkauf künftig in den Whole Foods-Läden eingesetzt werden soll, äußerte sich Amazon nicht.

Mit Go und Fresh konnte Amazon wohl nicht das richtige Wirtschaftsmodell schaffen, das für eine großangelegte Expansion erforderlich ist. Umso erfolgreicher ist Amazon mit Whole Foods. Diese Supermärkte verzeichnen seit der Übernahme 2017 laut Medienberichten ein Umsatzwachstum von über 40% und wurden auf mittlerweile über 550 Standorte ausgebaut.

Schon viel probiert

In den vergangenen Jahren probierte Amazon vor allem in den USA verschiedene Wege aus, um aus dem Online-Handel ins stationäre Geschäft vorzustoßen – und gab viele davon wieder auf. Dazu gehörten unter anderem Buchläden und Geschäfte für Elektronik und Mode.

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