Stiftung Warentest Akkusauger-Test: Bosch auf Platz 1
Stiftung Warentest stellte vor kurzem 14 Akkustaubsauger auf den Prüfstand. (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)
Die Stiftung Warentest stellte für ihre Ausgabe 2/2026 des Test-Magazins 14 Akkustaubsauger auf den Prüfstand. Sieben Modelle überzeugten – sieben Modelle taten das nicht. Auf den Stockerlplätzen 1 bis 3 landeten Bosch, gefolgt von Miele und Rowenta, gefolgt von Bosch.Die Stiftung Warentest nahm 14 Akkustaubsauger unter die Lupe. Darunter 10 neue Modelle und vier Geräte aus dem Jahr 2025. Zu den getesteten Marken zählen Bosch, Miele, Rowenta, AEG, Dyson, Samsung, Philips, Tineco, Xiaomi, Shark und Anyson.
Spitzenreiter
Der Bosch Unlimited 10 landete mit „GUT“ bzw. 2,2 Punkten auf Platz 1. In ihrem Fazit finden die Tester unter dem Motto „kabellos glücklich“ nur lobende Worte: „Keiner schnitt beim Saugen in unseren Tests der letzten Jahre besser ab als er“, heißt es im Bericht in der Ausgabe 2/2026.

Knapp hinter dem Spitzenreiter landen gleichauf die zwei baugleichen Miele-Modelle (die sich nur durch ihr Zubehör unterscheiden) Duoflex HX1 Cat & Dog und Duoflex HX1 Total Care, sowie der Rowenta X-Force Flex 14.80 (RH9B36) (elektro.at berichtete). Alle drei Modelle erhielten 2,3 Punkte bzw. die Bewertung „GUT“ und teilen sich somit Platz 2 im Test. Auf Platz 3 landet erneut ein Modell von Bosch und zwar der Unlimited 7, mit 2,4 Punkten und auch einem „GUT“.
„Rundum zuverlässig“
Stiftung Warentest sagt: „Rundum zuverlässig reinigen der Testsieger Bosch Unlimited 10 sowie die beiden Miele-Sauger: Sie befreien Hartboden und Teppich gut oder sogar sehr gut von feinem Staub und grobem Schmutz, entfernen Tierhaare schnell vom Teppich und Fasern von Polstern.“ Damit erreichte das Bosch-Modell beim Testkriterium „Saugen“ (das 45% des Urteils ausmacht) ein „GUT“ und 1,8 Punkte. Die Miele-Modelle erreichten ebenfalls ein „GUT“, allerdings mit 2,1 Punkten.
„Schwach“ bis „Komplett durchgefallen“

Die meisten anderen Modelle würden hingegen – wie StiWa sagt – „in der einen oder anderen Saugdisziplin schwächeln“ – so wie zB. das Modell von Anyson, das in seiner Hauptaufgabe (dem Saugen) „komplett durchfiel“ und (mit „MANGELHAFT“ bzw. 5,5 Punkten) den letzten Platz in der Testung belegt. Beim Dyson-Nachahmer Anyson (das Gerät erinnert optisch stark an Dyson-Sauger) handelte es sich übrigens um einen der Verkaufsschlager auf Amazon. Dort kostete es (laut StiWa) rund 160 Euro und hatte eine durchschnittliche Kundenbewertung von 4,5 bis 5 Sternen. Mit der Handhabung des Anyson kamen die StiWa-Tester laut eigenen Angaben gut zurecht – „allerdings lässt er zu viel Dreck, vor allem Staub und Tierhaare auf Teppich und Hartboden, liegen“, so die Tester, die dem Modell dafür ein „MANGELHAFT“ gaben. Scheinbar ist das Anyson-Gerät mittlerweile von der Amazon-Plattform verschwunden.

Nicht wirklich gut schnitt auch der Philips 5000 Series Flex ab. Dieses Modell erhielt nur 3,7 Punkte und somit gerade Mal ein „AUSREICHEND“. StiWa schreibt: „Der Philips-Sauger hält den aufgesaugten Staub nur mangelhaft zurück und bläst zu viel Feinstaub in die Raumluft.“ Dies könne vor allem Hausstauballergiker belasten. Und der Philips Sauger hat noch ein Problem – gemeinsam mit dem Xiaomi G20 Max (der mit 3,9 Punkten und einem „AUSREICHEND“ Platz 4 – allerdings vom hinteren Ende des Rankings aus betrachtet – erreicht). StiWa hat in den Griffen des Philips- und des Xiaomi-Saugers nämlich Naphthalin nachgewiesen, was im Verdacht steht Krebs zu erregen. Die Konzentration in den zwei Modellen liegt zwar unterhalb des Grenzwertes, den das GS-Siegel für geprüfte Sicherheit erlaubt, wirkte sich aber dennoch auf die Beurteilung aus.
„Empfehlenswerter Neuling“
Als „empfehlenswerten Neuling“ bezeichnet StiWa den AEG AP83A25XNX, der mit 2,5 Punkten ein „GUT“ erreicht. Er sei mit 629 Euro zwar nicht günstig, habe aber eine Absaugstation, die den Staubbehälter automatisch leert. Auch die getesteten Modelle von Samsung (Bespoke AI Jet Lite) und Tineco (Pure One Station 5) haben eine Absaugstation.
Mit dem AEG AP83A25XNX wird zudem ein Ersatz- bzw. Zweitakku mitgeliefert – so wie beim Testsieger von Bosch. Die beiden Akkusauger können also (bei geladenen Akkus) doppelt so lange saugen. Bei Bosch kommt als Benefit hinzu, dass es sich um „Systemakkus“ handelt, das heißt, diese lassen sich in vielen anderen Geräten und Werkzeugen der Marke Bosch nutzen.

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