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Sonntag, 15. März 2026
„Endlich grünes Licht für EU-Gebühr, um Paketflut aus Asien zu bremsen“

Trefelik begrüßt Pauschalzoll auf Kleinsendungen aus Drittstaaten

Hintergrund | Dominik Schebach | 12.02.2026 | |  
Bundesspartenobmann Rainer Trefelik freut sich über die Einigung des EU-Rates zur Einhebung eines Pauschal-Zolles von 3 Euro bei Kleinsendungen. Bundesspartenobmann Rainer Trefelik freut sich über die Einigung des EU-Rates zur Einhebung eines Pauschal-Zolles von 3 Euro bei Kleinsendungen. Angekündigt war die Paketgebühr schon länger, jetzt wurde sie auch vom EU-Rat abgesegnet: Die Vorschrift, die einen Pauschal-Zoll von 3 Euro auf Pakete aus Drittstaaten im Wert von unter 150 Euro vorsieht, hat damit die letzte Hürde zur Einführung ab 1. Juli 2026 genommen. Für Bundesspartenobmann Rainer Trefelik eine „längst überfällige Maßnahme“ gegen die Paketflut aus Asien.

„Endlich ist die letzte Hürde genommen und der Rat hat grünes Licht für den Pauschal-Zoll von 3 Euro für kleine Pakete aus Drittstaaten gegeben. Das ist zumindest ein erster Schritt hin zu mehr Fairness im Wettbewerb und ein wichtiges Signal, dass die EU das Problem erkannt hat“, begrüßt Bundesspartenobmann Rainer Trefelik die nun vom Rat gebilligte Übergangslösung.

Mit der am 11. Februar 2026 im Rat erzielten Einigung wird die schwellenwertbasierte Zollbefreiung abgeschafft, die derzeit für in die EU eingeführte Pakete mit einem Wert unter 150 Euro gilt. Sobald die EU-Zolldatenplattform einsatzbereit ist (die Teil einer umfassenderen, grundlegenden Reform des Zollrahmens ist, über die noch beraten wird), werden somit für alle Waren, die in die EU eingeführt werden, Zölle gelten. Dies sollte 2028 der Fall sein.

Bis dahin gilt ein vorläufiger Pauschal-Zoll in Höhe von 3 Euro auf Waren in kleinen Paketen mit einem Wert unter 150 Euro, die direkt an Verbraucher in der EU versandt werden, so die Vereinbarung der EU-Mitgliedstaaten. Konkret werden die Zölle ab dem 1. Juli 2026 auf einzelne Warenkategorien erhoben, die in einem Paket enthalten ist; je nachdem, unter welche Unterposition des Zolltarifs sie fallen.

Für Trefelik ist die nunmehrige Lösung eine „längst überfällige Maßnahme“. Denn nach Angaben der Europäischen Kommission hat sich die Menge kleiner Pakete, die in die EU eingeführt werden, seit 2022 jedes Jahr verdoppelt. 2024 gelangten 4,6 Milliarden solcher Kleinpakete auf den EU-Markt, mehr als 90% davon stammen aus China.

Weitere Schritte müssen folgen

Diesem ersten Schritt gegen die Paketflut aus China müssen Trefelik zufolge aber weitere folgen. Denn Plattformen von außen sollten auch die Bestimmungen zu Verpackung und Entsorgung einhalten. „Wenn die europäischen Händler nicht unter die Räder kommen sollen, braucht es faire Spielregeln für alle. Das heißt, auch für jene, die in die EU hineinliefern“, so der Handelsobmann.

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