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Mittwoch, 18. Februar 2026
Entwarnung für Europas Händler

Sharp schließt LCD-Werk in Japan

Multimedia | Julia Jamy | 18.02.2026 | | 1  
(© KI generiert) Wie das Branchenportal digitalfernsehen.de berichtet, soll die japanische LCD-Fabrik von Sharp im August 2026 die Produktion einstellen, nachdem der geplante Verkauf an Foxconn gescheitert ist. elektro.at hat bei Country Manager Austria/Switzerland/KAM Hannes Lechner nachgefragt, was das für den europäischen Markt bedeutet und ob sich Händler hierzulande jetzt Sorgen machen müssen.

2016 sorgte ein Milliardendeal für Aufsehen: Der taiwanesische Auftragsfertiger Foxconn stieg bei dem wirtschaftlich unter Druck geratenen japanischen Elektronikkonzern Sharp ein. Ziel war es, das Unternehmen vor allem im hart umkämpften Display-Geschäft wieder wettbewerbsfähig zu machen. Doch der Markt entwickelte sich anders. Chinesische Hersteller dominierten zunehmend bei Preis und Stückzahl, während im Premiumsegment OLED-Technologien an Bedeutung gewannen.

In den vergangenen Jahren verlor Sharps LCD-Produktion immer weiter an Fahrt. Nun soll auch das letzte große Display-Massenproduktionswerk in Japan im August 2026 endgültig schließen, wie digitalfernsehen.de berichtet. Mehr als 1.000 Arbeitsplätze in der Präfektur Mie sind betroffen. Statt Display-Panels sollen dort künftig AI-Server gefertigt werden. Für Sharp bedeutet das einen klaren Strategiewechsel: Künftig will sich das Unternehmen stärker auf Spezialanwendungen wie Automotive- und Medizintechnik konzentrieren.

Keinerlei Auswirkungen auf Europa

Und wie sieht die Situation in Europa aus? elektro.at hat bei Country Manager Austria/Switzerland/KAM Hannes Lechner nachgefragt. Seine Antwort fällt eindeutig aus: „Für uns in Europa hat das keinerlei Auswirkungen. Unsere Fernseher werden ausschließlich in unserem Werk in Polen produziert und von dort aus in ganz Europa – inklusive UK – ausgeliefert. Wir haben die Kapazitäten in Polen in den vergangenen Jahren sogar erweitert, weil unsere Stückzahlen deutlich gestiegen sind und die Nachfrage wächst.“

Lechner ergänzt: „Wir haben vergangenes Jahr deutlich mehr verkauft als vorletztes Jahr. Unser Werk ist auf Wachstum ausgerichtet und nicht auf Reduktion. Wir schreiben positive Zahlen. Bei uns ist alles in Ordnung.“

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