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Sonntag, 15. März 2026
Wechsel in der Geschäftsführung

EAK: Valentin Opfermann folgt Elisabeth Giehser

Hintergrund | Dominik Schebach | 23.02.2026 | |  
Valentin Opfermann soll mit Ende Juli die Geschäftsführung der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle übernehmen. Valentin Opfermann soll mit Ende Juli die Geschäftsführung der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle übernehmen. (© Opfermann) Seit deren Gründung im Jahr 2005 hat sie die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle geführt. Mit Ende Juli 2026 wird Geschäftsführerin Elisabeth Giehser nun allerdings in den Ruhestand wechseln. An der Spitze der Organisation soll ihr Valentin Opfermann nachfolgen. Der Wirtschaftswissenschafter bringt umfassende nationale und europäische Erfahrung ein, u.a. aus seiner mehrjährigen Tätigkeit in Brüssel sowie aus seiner Funktion als Kabinettschef-Stellvertreter im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK).
Elisabeth Giehser hat die EAK seit deren Gründung vor 21 Jahren geführt. (Bild ©Ludwig Schedl)

Giehser hatte bereits in den 90er-Jahren die Verpackungssammlung in Österreich mit aufgebaut. Ab 2005 entwickelte sie die EAK zu einer wichtigen Institution im Bereich der getrennten Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten und Altbatterien. In den Anfangsjahren verantwortete sie als Gründungsgeschäftsführerin im Sommer 2005 nicht nur die Eröffnung des EAK-Büros innerhalb von wenigen Wochen, sondern auch den rechtzeitigen Start der komplexen eKS-Datenbank sowie den Beginn der Abholkoordinierung. Mit der Einführung der BATT-VO im Jahr 2008 folgte ein wesentlicher Meilenstein: die Erweiterung der Kompetenzen der EAK auch auf den Gerätebatterie-Bereich. In den vergangenen drei Jahren erhielt die EAK weitere wichtige Aufgabenbereiche dazu, die Giehser mit ihrem Team aufbaute: den Bereich der Kontrollen der Systempartner zum Schutz vor Wettbewerbsverzerrungen sowie die Vergabe von Fördergeldern für Abfallvermeidungs- sowie Reuse-Projekte im Bereich der Elektrogeräte.

„Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, die EAK zu dem aufgebaut zu haben, was sie heute ist: eine verlässliche, neutrale Partnerin für nachhaltige getrennte Sammlung und Verwertung für Elektroaltgeräte und Altbatterien in Österreich. Mein Dank gilt meinem sehr engagierten Team und allen Wegbegleitern – gemeinsam haben wir bewiesen, dass Fachwissen und Leidenschaft die Welt ein Stück nachhaltiger machen können. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber vor allem mit großer Zuversicht,“ so Elisabeth Giehser.

Gebührender Dank für außergewöhnliche Leistungen

Robert Pfarrwaller, Präsident des Aufsichtsrates der EAK, betont die außergewöhnliche Leistung der scheidenden Geschäftsführerin: „Unser großer Dank gilt Frau Giehser, welche die Koordinierungsstelle als Unternehmen nicht nur als Gründungsgeschäftsführerin in kürzester Zeit von Null aufgebaut, sondern auch leidenschaftlich und erfolgreich über 21 Jahre geleitet hat. Eine stetige Ausweitung der Aufgaben der EAK demonstriert diesen Erfolg und die Kompetenz, welche Frau Giehser mit ihrem Team jeden Tag lebt. Sie hat die EAK als starke Partnerin der privaten Abfallwirtschaft, der Kommunen und der öffentlichen Stellen erfolgreich positioniert und mit Initiativen wie der Kampagne ‚Her mit Leer‘ für mehr Bewusstsein in der Bevölkerung gesorgt. Wir bedanken uns ganz herzlich, wünschen ihr für den weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute und freuen uns mit Herrn Opfermann einen geeigneten Nachfolger gefunden zu haben – viel Erfolg in der neuen Aufgabe.“

Staffelübergabe

Mit Valentin Opfermann übernimmt ab Juli 2026 eine Führungspersönlichkeit mit umfassender nationaler und europäischer Expertise die Geschäftsführung der EAK. Der 40jährige verfügt über langjährige Erfahrung in der operativen Steuerung komplexer Organisationen an der Schnittstelle von Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Aktuell ist er als Kabinettschef-Stellvertreter im BMLUK tätig, wo er zentrale Dossiers in den Bereichen Nachhaltigkeit, Umwelt und Recht verhandelt. Zuvor war er als Abteilungsleiter in der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) tätig, wo er den Aufbau und die Weiterentwicklung eines neuen Geschäftszweiges verantwortete, und ein interdisziplinäres Team führte, sowie auf EU-Ebene tätig.

„Elisabeth Giehser hat die EAK mit außergewöhnlichem Engagement, fachlicher Tiefe und Weitblick zu einer zentralen Akteurin der österreichischen Kreislaufwirtschaft aufgebaut. Mein Ziel ist es, auf diesem starken Fundament aufzubauen und die EAK in einem zunehmend komplexen regulatorischen Umfeld strategisch und operativ weiterzuentwickeln – als verlässliche und zukunftsorientierte Partnerin für Wirtschaft, öffentliche Hand und Gesellschaft“, so Opfermann zu seiner neuen Aufgabe.

„Mit Valentin Opfermann tritt ein Fachmann meine Nachfolge an, der das nötige Know-how und auch internationale Erfahrung besitzt. Ich weiß die EAK bei ihm und meinem ausgezeichneten Team in den besten Händen,“ so Giehser abschließend.

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