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Montag, 11. Mai 2026
Elektroschrott-Sammlung in Deutschland „steckt in der Sackgasse“

DUH fordert volle Herstellerverantwortung bei Sammlung und Entsorgung von Elektroaltgeräten

Die Branche | Stefanie Bruckbauer | 25.02.2026 | |  
Ein Blick nach Deutschland und auf die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigt: Mit knapp 920.000 Tonnen wurden 2024 in Deutschland lediglich 28,7% des Elektroschrotts gesammelt - dabei sind 65% gesetzlich vorgeschrieben. Auch die Wiederverwendungsquote ist mit lediglich 1,9% „katastrophal niedrig“, wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert und im selben Atemzug eine Neugestaltung des Elektrogesetzes hin zu einer vollen Herstellerverantwortung fordert.

So gut wie wir Österreicher sind die Deutschen beim Sammeln von Elektroschrott leider nicht. Hierzulande erreichten wir bei der Sammlung von Elektroaltgeräten 2024 eine Quote von rund 51%. Bei unseren Nachbarn wurden 2024 (mit knapp 920.000 Tonnen) lediglich 28,7% des Elektroschrotts gesammelt. Vorgeschrieben seitens der EU sind 65%.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erachtet diese Zahl als „katastrophal niedrig“ und fordert von deutschen Bundesumweltminister Schneider eine Neugestaltung des Elektrogesetzes, damit Hersteller zukünftig gesetzliche Sammel-, Recycling- und Wiederverwendungsziele einhalten müssen.

Dazu sagte Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Die Elektroschrott-Sammlung steckt in der Sackgasse. Während in Deutschland jährlich mehr als drei Millionen Tonnen neue Elektrogeräte über die Ladentheke gehen, reißt Deutschland bereits zum sechsten Mal in Folge die EU-Sammelvorgabe. So gehen wertvolle Ressourcen für ein Recycling verloren, die Umwelt wird mit Schadstoffen belastet und es werden vermeidbare Brände in Entsorgungsanlagen ausgelöst. Die katastrophal niedrigen Sammelzahlen sind ein unmissverständliches Signal an Umweltminister Carsten Schneider, Hersteller endlich vollständig für die Sammlung und Entsorgung von Elektroschrott zur Verantwortung zu ziehen. Durch einen Systemwechsel zu einer vollständigen Herstellerverantwortung könnten hierzulande jährlich bis zu 810.000 Tonnen Rohstoffe im Wert von über zwei Milliarden Euro zusätzlich zurückgewonnen und bis zu 39.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das zeigt eine von uns beim Sachverständigenbüro cyclos und dem Öko-Institut in Auftrag gegebene Studie.“

Mehr dazu erfahren Sie HIER

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