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Montag, 9. März 2026
Editor's Choice„Langfristige Wettbewerbsfähigkeit stärken und sich an rasch verändernde Marktbedingungen anpassen“

Groupe SEB streicht in DACH 600 Stellen und schließt deutsche Produktionen

Kleingeräte | Stefanie Bruckbauer | 25.02.2026 | | 6  Unternehmen
Wie die Groupe SEB informiert, ist eine „Organisatorische Neuausrichtung zur Steigerung von Effizienz und Agilität“ geplant. Davon betroffen sind auch Österreich, Deutschland und die Schweiz, wo insgesamt 600 Stellen gestrichen werden. Zudem sollen drei Produktionen in Deutschland geschlossen werden. Der Konzern (hinter den Marken Krups, Rowenta, Tefal und seit kurzem auch WMF) sieht sich dazu gezwungen, um „die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und das Unternehmen an sich rasch verändernde Marktbedingungen anzupassen“.

Die Groupe SEB (das Unternehmen hinter den Marken Krups, Tefal, Rowenta, WMF, Moulinex, Silit und Kaiser) informierte heute wie folgt: „Im Rahmen ihres globalen Rebound-Plans setzt die Groupe SEB weltweit organisatorische Anpassungen um, darunter auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). Dabei geht es darum, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und das Unternehmen an sich rasch verändernde Marktbedingungen anzupassen.

Im Mittelpunkt der Initiative stehen die Vereinfachung von Strukturen, die Beschleunigung digitaler und Omnichannel-Aktivitäten sowie eine Steigerung der operativen Effizienz in allen Geschäftsbereichen. Ziel ist eine schlankere, schnellere und fokussiertere Organisation, die sich in einem zunehmend anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld erfolgreich behaupten kann.

In diesem Zusammenhang plant die Gruppe in der DACH-Region bis zu 600 Stellen zu reduzieren – bei einer Belegschaft von derzeit mehr als 4.400 Beschäftigten.

Die Maßnahmen berühren die Verwaltung, die Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten, die Stores sowie Teile der Produktion. Zudem ist geplant, die Fertigung von Kochgeschirr, Backformen und Messern an den Standorten Riedlingen, Hayingen (beide Baden-Württemberg) und Diez (Rheinland-Pfalz) einzustellen und dafür bestehende Strukturen an anderen Standorten zu nutzen.

Dr. Stefanie Leiterholt, Geschäftsführerin bei Groupe SEB WMF Shared Services GmbH, erklärte: „Das Wettbewerbsumfeld in unserer Branche verschärft sich weiter. Das Konsumverhalten verlagert sich zunehmend in digitale Kanäle. Um langfristig erfolgreich zu bleiben, müssen wir unsere Organisation vereinfachen, unsere Effizienz steigern und unsere Ressourcen gezielt dort einsetzen, wo sie den größten Mehrwert schaffen. Die Maßnahmen dienen dazu, die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit unserer Aktivitäten in Europa und der DACH-Region zu sichern.“

Groupe SEB will die geplanten Maßnahmen sozialverträglich und fair umsetzen. Das Unternehmen setzt dabei auf freiwillige Vereinbarungen, natürliche Fluktuation und Vorruhestandsregelungen. Konstruktive Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen werden zeitnah aufgenommen.

Die DACH-Region bleibt für Groupe SEB von hoher strategischer Bedeutung. Der Campus im baden-württembergischen Geislingen ist weiterhin Hauptsitz der Marke WMF, regionales Headquarter für die Region DACH der Consumer-Einheit und globales Kompetenzzentrum für professionelle Kaffeemaschinen. Die Gruppe betreibt zudem auch künftig in der gesamten Region ein Netz an Stores und wird weiter in ihre Kernmarken investieren, darunter WMF, Tefal, Rowenta, Krups, Moulinex, Silit, Emsa und Kaiser.“

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Kommentare (6)

  1. die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und das Unternehmen an sich rasch verändernde Marktbedingungen anzupassen“

    Aha, das geht also nur mit Billiglohnländern, das sind ja ganz schlaue, auf die Idee wäre vermutlich kein Anderer gekommen.
    Wie man nicht vieles so richtig schönschreiben kann.

  2. Muss man sich halt besser positionieren.
    Made in Europe, Made in Germeny, Made in Austria. Dies bewerben. Wusste gar nicht, dass die Werke in DE haben
    NIcht die Geräte hinaus schleudern…
    Man kauft was ein und kurz darauf sind die Preise um einiges weiter unten… wieso? Dann jammern, dass zu wenig überbleibt?….
    Dann holen wir wieder die Ware aus China und das gleich fängt von Vorne an.
    Richtig positionieren, gute Qualität, stabile Preise und nicht gierig werden!
    Dann funktioniert auch Made in Europe!

    6

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