Big Blue Marble startet Pilotprojekt
Big Blue Marble startet Pilotprojekt für ein autarkes 5G-Netz. (© Big Blue Marble)
Mit einem Pilotprojekt für ein nicht-öffentliches 5G-Mobilfunknetz arbeitet Big Blue Marble an einer krisensicheren Kommunikationsinfrastruktur für Österreich. In dem autarken Netz können Krisen- und Blackout-Szenarien realitätsnah simuliert und getestet werden. Ziel ist es, die mobile Kommunikation zwischen Technikern und Betriebsteams auch im Ernstfall aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig erprobt das Unternehmen neue Anwendungen, darunter etwa die autonome, mobilfunkgestützte Steuerung von Drohnen zur Inspektion terrestrischer Infrastruktur.„Mit diesem Pilotprojekt ergänzen wir unser langjähriges Know-how in der Übermittlung von TV- und Radio-Signalen mit State-of-the-Art-Technologie im Bereich Mobilkommunikation, um die Resilienz und Krisenfestigkeit unserer heimischen Rundfunkinfrastruktur weiter zu erhöhen“, fasst Johann Mika, Chief Innovation Officer bei Big Blue Marble und Leiter des Pilotprojekts, zusammen.
Eigenes 5G-Netz für den Krisenfall
Technologisch wird zwischen Wien-Liesing und Moosbrunn (Niederösterreich) auf einer Distanz von rund 20 Kilometern ein eigenes Kommunikationsnetz auf Basis von 5G-Mobilfunkfrequenzen parallel zum bestehenden Rundfunknetz eingerichtet. Die dafür nötigen Frequenzen werden vom Technologiepartner spusu zur Verfügung gestellt.
Ein solches, autarkes Netz sei speziell im Krisenfall von Bedeutung. Die Kommunikation der Techniker von Big Blue Marble untereinander stellt sicher, dass die Informationsversorgung der Bevölkerung über die Rundfunknetze im Krisenfall aufrechterhalten wird. Radio- und TV-Signale können auch dann noch gesendet werden, wenn das öffentliche Mobilfunknetz aufgrund des Ausfalls der Energieversorgung bereits zum Erliegen gekommen ist. Die terrestrische Infrastruktur von Big Blue Marble garantiert nach eigenen Angaben eine Mindestverfügbarkeit von 72 Stunden.


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