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Montag, 11. Mai 2026
Deutlicher Aufschwung

Das war die Energiesparmesse 2026

Energiezukunft | Julia Jamy | 09.03.2026 | |  
410 Aussteller, davon 60 Erstteilnehmer, machten die Energiesparmesse zum Hotspot der Branche. 410 Aussteller, davon 60 Erstteilnehmer, machten die Energiesparmesse zum Hotspot der Branche. (© Messe Wels) Ende Februar zog die Messe Wels wieder die Energiebranche an: 410 Aussteller – darunter 60 Erstaussteller – zeigten auf 37.000 m2 Ausstellungsfläche in drei Hallen Innovationen rund um Energie und Wärme, und mehr als 82.000 Besucher nutzten die Messe als wichtigen Treffpunkt für Austausch und Inspiration.

Für die Veranstalter der Energiesparmesse ist klar: Es geht aufwärts! Viele Aussteller berichteten von konkreten Projektanfragen und intensiven Beratungsgesprächen. Vor allem im Bau-Segment zeichne sich ein klarer Aufwärtstrend ab. Einfamilienhäuser werden zunehmend wieder geplant und gebaut, gleichzeitig bleibe auch der Sanierungsmarkt stark. Entsprechend drehten sich zahlreiche Gespräche um Heizungsmodernisierung, Wärmepumpen, Photovoltaik, Stromspeicher sowie energetische Gebäudesanierung.

Insgesamt 23.006 Fachbesucher und insgesamt 82.000 Besucher unterstreichen die starke Bedeutung der Fachmesse als zentralen Treffpunkt der Branche. Besonders der Mittwoch knüpfte laut Veranstalter wieder an das hohe Niveau vergangener Jahre an und brachte ein deutliches Plus bei den Fachbesuchern. Von Ausstellerseite wurde dabei nicht nur die Anzahl, sondern vor allem die hohe Qualität der Fachbesucher aus allen Bundesländern sowie der privaten Bauherren und Sanierer besonders hervorgehoben. Zudem konnte die Messe mit zahlreichen neuen Themen, Gemeinschaftsausstellungen, Sonderschauen und inhaltlichen Schwerpunkten punkten.

Klare strategische Ausrichtung

Im Rahmen der Messe fand die erste Sitzung des neu formierten Fachbeirates der Energiesparmesse Wels statt. Vertreter der zentralen Stakeholder aus Energie, Heizung und Sanitär bestätigten dabei geschlossen den Messeerfolg und die strategische Ausrichtung der Fachmesse als die in Österreich führende Plattform für Installation, Energie und Gebäudetechnik. Alle relevanten Partner sind überzeugt: Die Energiesparmesse positioniert sich mit ihrem klaren Fokus auf die SHK-Branche zukunftsorientiert, unabhängig, zentral gelegen und marktnah. Gemeinsam wurde ein sehr positives Resümee der Fachtage gezogen und zahlreiche neue Ideen für die strategische Weiterentwicklung der Fachmesse, des Rahmenprogramms sowie zusätzlicher Side-Events erarbeitet.

Ein Highlight waren zudem die World Sustainable Energy Days des OÖ Energiesparverbands mit über 650 internationalen Teilnehmern aus mehr als 60 Ländern. Damit wurde Wels erneut zur internationalen Drehscheibe der Energiewende. Gerhard Dell, Geschäftsführer des OÖ Energiesparverbands, betonte die perfekte Verzahnung von Fachkonferenz und Messe: Strategischer Austausch treffe hier unmittelbar auf konkrete Lösungen für die Umsetzung in Neubau und Sanierung. Besonders gefragt waren produktunabhängige Beratungen zu Förderungen, Solarstromspeichern, Energiegemeinschaften sowie zur Kombination von Photovoltaik und Elektromobilität.

Neue Messehalle

V.l.: Messepräsident Peter Franzmayr, Michael Holter, Landesrat KommR Markus Achleitner, Robert Schneider, Matthias Horx, Messeleiterin Petra Leingartner und Bürgermeister Andreas Rabl. (© Messe Wels – Roland Pelzl)

Branchenvertreter nutzten die Fachmesse einerseits als Informationsplattform über Neuheiten und Trends. Sie suchten andererseits den intensiven fachlichen Austausch und vernetzten sich abseits der Messestände bei diversen Abend-Veranstaltungen und Netzwerktreffen. Dazu luden einerseits die Gemeinschaftsstände der Bundesinnung mit OaseBad und Zukunftsforum SHL, des VIZ – Verbands der Installationszulieferindustrie („VIZ Partnerstand“) und des WPA – Verband Wärmepumpe Austria („Kompetenzzentrum Wärmepumpe“) ein, als auch Abendveranstaltungen wie der Netzwerkabend der Installation, dem Kamingespräch mit der Keynote des Zukunftsforschers Matthias Horx und natürlich auch bei den Treffen der Landesinnungen. Das neue Kompetenzzentrum Wärmepumpe entwickelte sich zum stark frequentierten Anziehungspunkt für Fachpublikum und Endkunden.

Mit der Eröffnung der neuen Messehalle 22 erhielt der Bau-Bereich zudem eine moderne, nachhaltige Heimat. Die Halle im Niedrigstenergiestandard überzeugte Aussteller wie Besucher gleichermaßen. Die positive Stimmung in der Bauhalle spiegelte den allgemeinen Aufwärtstrend wider: Häuslbauer informierten sich intensiv über Baustoffe, Fenster, Dachsysteme, Fertighäuser, Innenausstattung und Smart-Home-Lösungen. Viele Unternehmen hoben hervor, dass die Besucher gezielt zur Entscheidungsfindung kamen.

E-CAR Days

Elektromobilität hautnah: Auf den E-CAR Days präsentierten Hersteller Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und PV-Speicher-Konzepte. (© Messe Wels)

Ein besonderes Highlight setzte die Energiesparmesse 2026 mit der Premiere der E- CAR Days in Halle 21. Namhafte Marken und Autohäuser präsentierten eine Vielzahl an Modellen aktueller Elektrofahrzeuge, während Fachaussteller Lösungen rund um Ladeinfrastruktur, Energiemanagement und die Kombination von Photovoltaik, Speicher und Elektromobilität vorstellten. Besonders gefragt waren Beratungen zu Fördermöglichkeiten, Ladeinfrastruktur im Mehrparteienhaus und die Kombination von PV-Anlagen und E-Auto.

Die hohe Besucherfrequenz und zahlreiche qualifizierte Gespräche bestätigten, dass Elektromobilität zunehmend in der Bevölkerung ankommt. Mit den E-Car-Days wurde nicht nur ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität gesetzt, sondern auch die Bedeutung von Kooperation und Vernetzung zwischen Energie-, Bau- und Mobilitätsbranche unterstrichen. Die E-CAR Days ergänzten das Messekonzept ideal und sollen thematisch weiter ausgebaut werden.

Persönliche Beratung

Zahlreiche Aussteller betonten, dass die Energiesparmesse die beste Gelegenheit sei, um in kurzer Zeit mit vielen qualifizierten Kontakten ins Gespräch zu kommen. Das direkte Feedback von Endkunden und Fachpartnern, das Netzwerken innerhalb der Branche sowie die Möglichkeit, Innovationen persönlich zu präsentieren, sei die große Stärke des Messe- Originals. Die Kombination aus Fachbesuchertagen und Publikumstagen erwies sich erneut als Erfolgsmodell. Installateure, Planer, Energieberater und Entscheidungsträger nutzten die Messe ebenso intensiv wie private Bauherren, die konkrete Investitionsentscheidungen vorbereiteten.

Auch Robert Schneider, Geschäftsführer Messe Wels, zieht ein positives Fazit: „Die Energiesparmesse 2026 war ein starkes Signal für den Aufschwung in der Bau- und Energiebranche. Über 82.000 Besucherinnen und Besucher zeigen eindrucksvoll, welche Relevanz diese Messe als Entscheidungsplattform hat. Besonders erfreulich war für uns die hohe Qualität der Gespräche: Viele junge Häuslbauer und Sanierer kamen mit konkreten Projekten nach Wels und nutzten die Messe gezielt zur Vorbereitung ihrer Investitionen.“

Die Stimmung unter den Ausstellern ist eindeutig: Man blickt mit Zuversicht nach vorne und freut sich bereits auf die Energiesparmesse 2027:

3. – 5. März: SHK-Fachtage 4. März: Bau-Fachtag
5. – 7. März: Publikumstage

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