Das war die Light + Building 2026
Mit insgesamt 144.767 Besuchern war die Light+Building auch heuer wieder ein großer Erfolg. (© Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Jochen Günther)
Vom 8. bis 13. März 2026 ging die Light + Building 2026 in Frankfurt über die Bühne. 1.927 Aussteller präsentierten den insgesamt 144.767 Besuchern an fünf Tagen ein breites Spektrum technologisch leistungsfähiger Lösungen – von der Elektrifizierung und Vernetzung von Gebäuden und urbanen Räumen bis hin zu anspruchsvollen Licht- und Designkonzepten für Architektur, Städtebau und Innenräume. Besonders Technologien wie Künstliche Intelligenz, bidirektionales Laden, multifunktionale Interfaces und vernetzte Lichtlösungen prägten zahlreiche Produkte.
„Die Light + Building 2026 hat mal wieder bewiesen, wie unglaublich innovationsstark und zukunftsorientiert diese Branche ist“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. „Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig die persönliche Begegnung und der direkte Austausch sind – gerade auch in Zeiten wie diesen. Die Light + Building wird ihrer Aufgabe gerecht: Sie bringt Menschen aus Industrie, Handwerk, Planung und Design zusammen und schafft damit die Grundlage für Dialog, Kooperation und neue Ideen. Dieser Austausch stärkt den Zusammenhalt der Branche und gibt wichtige Impulse für ihre weitere Entwicklung. Die Zukunft liegt in der Elektrifizierung.“
Die Light + Building 2026 endete mit einer sehr hohen Besucherzufriedenheit. 95 Prozent der Besucher zeigten sich laut Veranstalter insgesamt zufrieden mit ihrem Messebesuch und gaben an, ihre Besuchsziele erreicht zu haben, ebenso viele bewerteten das Ausstellungsangebot positiv.
Vom Energieverbraucher zum aktiven System
Auf der Light + Building 2026 wurde im Gebäudebereich deutlich, dass sich Gebäude zunehmend vom reinen Energieverbraucher zum aktiven Bestandteil eines intelligenten Energiesystems entwickeln. Vernetzte Energieverteilung, integriertes Last- und Lademanagement sowie bidirektionales Laden verbinden Gebäude, Stromnetz und Elektromobilität immer enger miteinander und eröffnen neue Spielräume für Effizienz und Netzstabilität. Gleichzeitig rückt der Gebäudebestand stärker in den Fokus der Branche. Modulare und skalierbare Lösungen sollen energetische Modernisierungen erleichtern und Nachrüstungen wirtschaftlich und praktikabel machen. Digitale Planungs- und Bedienkonzepte sowie multifunktionale Interfaces vereinfachen Installation und Betrieb. Parallel dazu gewinnen sichere Ladeinfrastrukturen und besonders zuverlässige Systeme für kritische Anwendungen an Bedeutung. Insgesamt zeigt sich: Die Branche treibt die nächste Entwicklungsstufe der Gebäudetechnologie voran – mit dem Ziel, Gebäude ganzheitlicher zu denken, flexibler zu betreiben und langfristig zukunftsfähig zu machen.
Im Lichtbereich zeigte sich, dass sich Beleuchtung zunehmend zu einem datenbasierten, adaptiven System entwickelt. Sensorik, vernetzte Leuchten und KI- gestützte Steuerungen sollen eine präzise, bedarfsgerechte Lichtverteilung ermöglichen, die sich automatisch an Anwesenheit, Tageslicht und Nutzungsszenarien anpasst. Über alle Anwendungsfelder hinweg – vom privaten Wohnraum über Hotellerie und Handel bis hin zu Industrie und urbanen Infrastrukturen – standen vernetzte, flexibel skalierbare Lösungen im Mittelpunkt. Gleichzeitig bleibt Licht ein zentrales Gestaltungselement der Innenarchitektur: Hochwertige Leuchten, vielfältige Designsprachen und fein abgestimmte Lichtfarben schaffen Atmosphäre, sollen Wahrnehmung lenken und die Aufenthaltsqualität steigern. Nachhaltige Materialien, langlebige Komponenten sowie kreislauffähige Produktdesigns würden die langfristige Ausrichtung der Branche unterstreichen. Die Entwicklung geet damit klar in Richtung einer neuen Generation ganzheitlicher Lichtkonzepte, die technologische Präzision mit emotionaler Wirkung verbinden.
Hochwertiges Eventangebot
Zudem bot die Ligh+Building ein hochwertiges Eventangebot. Die Design Plaza in Halle 3.1 bildete das Zentrum für Licht- und Designthemen. Hier wurden aktuelle Entwicklungen im Lichtdesign eingeordnet, gestalterische Trends beleuchtet und zukunftsweisende Projekte präsentiert. Zu Gast war unter anderem „Women in Lighting“ und förderte den internationalen Austausch in der Lichtbranche. Auch das Elektrohandwerk setzte ein Zeichen und legte den Grundstein für die Initiative „ElektroHeldinnen“, die Frauen im Handwerk sichtbarer machen soll und gezielt vernetzt. Ein Publikumsmagnet war zudem das Areal „Young Design“, in dem ausgewählte Nachwuchsdesigner mit innovativen Materialien, experimentellen Leuchten und konzeptionellen Ansätzen ihr Können unter Beweis stellen konnten. Auch Künstliche Intelligenz spielte auf der Messe eine große Rolle. In Halle 9 zog die AI Lounge zahlreiche Besucher an und die Sessions verdeutlichten praxisnah, wie KI Planung, Betrieb und Geschäftsmodelle in der Gebäudetechnik auf ein neues Niveau hebt. Die neue Sonderschau „The Living Light“ rückte Licht in den Kontext der Lebensbereiche Home, Education, Work und Communication und machte anschaulich, wie Licht Orientierung schafft, Stimmungen prägt und menschliche Interaktion, Konzentration und Motivation unterstützt.
Mit dem Power Festival rückte die Light + Building den Branchennachwuchs im Elektrohandwerk in den Mittelpunkt. In der Galleria zwischen Halle 8 und 9 entstand ein Treffpunkt für Azubis, Gesellen, Meister und Industrie – mit Werkstattstraße, praxisnahen Challenges, Arbeitssicherheitsseminaren sowie Talks und Live-Content von bekannten Creatorn aus dem Handwerk. Das Format verband Austausch, Praxis und Community. Teil des Konzepts war auch eine Charity-Aktion: Auf drei Aktionsfahrrädern sammelten Besucher Kilometer für den guten Zweck. Die Light + Building rundete den Betrag auf und spendete insgesamt 10.000 Euro an die Deutsche Kinderhilfsstiftung, um gerechte Bildungschancen zu fördern und Kindern einen gut ausgestatteten Schulstart zu ermöglichen.
Bis zur nächsten Light + Building 2028 ist zwar noch etwas Zeit, doch Besucher können sich jedoch schon jetzt den Termin vormerken: Die Messe findet vom 5. bis 10. März 2028 in Frankfurt am Main statt.


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