Neues OVE-HTU-Labor am TU-Standort Gußhaus eröffnet
Das Projektteam wollte mit dem OVE-HTU-Labor einen Ort schaffen, an dem man sich ohne Prüfungsdruck ausprobieren kann. (© Valentin Filipić)
Seit dem 5. März 2026 gibt es am Campus der Technischen Universität Wien eine neue Möglichkeit für Studenten, selbst kreativ zu werden: Das OVE-HTU-Labor. Initiiert von engagierten Studenten und finanziert durch Drittmittel sowie durch die Hochschülerschaft an der TU Wien, steht die Einrichtung Studenten aller Fachrichtungen offen. Ziel ist es, den Zugang zu professioneller Hardware zu erleichtern, um eigene Projekte und praxisnahes Lernen zu ermöglichen.
Im Studienalltag fehlt es häufig an geeigneten Räumen und technischer Ausstattung, um theoretisches Wissen unmittelbar praktisch umzusetzen. Genau hier setzt das neue Labor am TU Wien Standort Gußhaus an. Besonderheit des Konzepts ist der vollständig ehrenamtliche Betrieb durch die Studenten. Die Nutzung des Labors ist für alle Studenten kostenlos.
Das Labor ist speziell auf die Bedürfnisse angehender Ingenieure zugeschnitten. Zur Ausstattung gehören unter anderem:
- 3D-Drucker für schnelles Prototyping und Gehäusebau.
- Professionelle Lötstationen für Arbeiten an komplexer Elektronik.
- Präzise Messinstrumente (Oszilloskope, Multimeter etc.) für die Fehleranalyse und Optimierung.
Machen im Vordergrund
„Wir wollten einen Ort schaffen, an dem man sich ohne Prüfungsdruck ausprobieren kann. Im OVE-HTU-Labor steht das Machen im Vordergrund, egal ob für eine Seminararbeit oder ein privates Herzensprojekt“, erklärt das Projektteam. Möglich wurde das Projekt durch eine enge Kooperation zwischen Studenten und Partnern aus der Praxis und der Interessenvertretung. Als Hauptsponsoren fungieren der OVE (Österreichischer Verband für Elektrotechnik) sowie die HTU (Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Wien).
„Im OVE-HTU-Lab haben Studierende einen niederschwelligen Zugang zu State-of-the-Art-Technologie – ermöglicht durch den Einsatz ehrenamtlicher Studierendenvertreter_innen und der studierendenzentrierten Verwendung des ÖH-Beitrages“, betont der Vorsitz der HTU. Dieses Engagement unterstreiche die Bedeutung von praxisnahen Freiräumen für eine moderne technische Ausbildung. Hierfür stellt die TU Wien selbst die Räumlichkeiten zur Verfügung und übernimmt die anfallenden Betriebskosten. Darüber hinaus wurde das Projekt durch die Unterstützung weiterer Sponsoren aus der Industrie ermöglicht, darunter Wien Energie, Wiener Netze und Andritz Hydro.
„Großer Gewinn“
Die Infrastruktur steht den Studenten für ihre Projekte ab sofort zur Verfügung. „Mit der Finanzierung des neuen Studierendenlabors schaffen wir einen Raum, in dem theoretisches Wissen schon während des Studiums praktisch umgesetzt werden kann– ein großer Gewinn für die Fachkräfte der Zukunft“, so OVE-Präsident und Wiener Netze- Geschäftsführer Gerhard Fida.

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