BSH Hausgeräte stellt Weichen für die Zukunft
BSH behauptet sich mit einem Umsatz von 15 Milliarden Euro im Jahr 2025 in herausforderndem Umfeld.
Heute hat die BSH Hausgeräte in München ihr globales Jahresergebnis vorgestellt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat der Konzern ein respektables Jahresergebnis eingefahren. So meldete der Hersteller für das Jahr 2025 einen Umsatz von 15 Mrd. Euro (-1,6%) – in lokaler Währung entspricht das einem Wachstum von +2,8 %. In Österreich erzielte die BSH einen Jahresumsatz von rund 296 Millionen Euro und ein Wachstum von +2,1 %. Für Forschung und Entwicklung wurden die Investitionen auf mehr als 800 Mio. Euro erhöht.„Wir haben uns in schwierigem Fahrwasser wacker geschlagen. Es war ein Jahr mit viel Gegenwind, in dem sich jedoch gezeigt hat, dass unser Zukunftsfahrplan wirkt“, erklärte CEO Matthias Metz betont die Bedeutung dieser Erfolge. Gegenwind gab es im Geschäftsjahr 2025 durch die schwachen Immobilienmärkte sowie die zahlreichen geopolitischen Spannungen. Sieht man sich die Regionen an, so erzielte die BSH Hausgeräte GmbH allerdings in Nordamerika, Europa sowie in den Emerging Markets ein Umsatzwachstum.

So steigerte steigerte die BSH in Nordamerika ihren Umsatz in lokaler Währung um über +5 % – aufgrund der Entwicklung des US-Dollars auf Euro-Basis um +0,4 % – und gewann erneut Marktanteile hinzu. Hauptverantwortlich dafür war das Wachstum bei den Luxusmarken Gaggenau und Thermador sowie im Bereich der Einbaukühlschränke und Gaskochfelder. Gleichzeitig stärkte die BSH die Marke Bosch sowie ihre Präsenz und Wettbewerbsfähigkeit in der Region gezielt weiter.
Die Region Europa verzeichnete trotz Preisdruck ein Umsatzplus von +1,2 %. So gelang es der BSH, auch unter herausfordernden Umständen im Markt eine Trendwende zu den Vorjahren zu erzielen. Insbesondere ein Umsatzplus von +4 % im Einbaubereich und positive Entwicklungen in lokalen Märkten, unter anderem in Deutschland, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden, Italien oder Österreich, unterstreichen den Anspruch der BSH, als führender Hausgerätehersteller in Europa Märkte aktiv zu gestalten.
Österreich
In Österreich erzielte BSH mit einem Wachstum von rund 2,1% einen Jahresumsatz von über 296 Millionen Euro. Neben dem Vertrieb von großen und kleinen Hausgeräten der Marken Bosch, Siemens, Gaggenau, Neff und Constructa spielt auch der eigene Werkskundendienst für die BSH Österreich eine wesentliche Rolle. Mit einem österreichweiten Netz an Service-Technikern und der eigenen Kleingeräte-Werkstatt in Wien konnte die Kundenzufriedenheit erneut gesteigert werden. Dies beweisen interne Kundenzufriedenheitsumfragen sowie externe unabhängige Rankings.
Emerging Markets
Ein stabiles Umsatzwachstum von +2,3 % – in lokaler Währung sogar um +24 % – zeigte sich ebenfalls in der Region Emerging Markets, zu der unter anderem die Türkei, Osteuropa, der Mittlere Osten, Indien und Afrika zählen. Unterstrichen wird das auch durch eine neue regionale BSH Hausgeräte GmbH Produktionsstätte in Kairo. Um der Größe, Dynamik und strategischen Bedeutung des indischen Marktes Rechnung zu tragen, wird Indien ab 2026 als eigenständige Region India etabliert.
Einzig die Region Greater China verzeichnete einen Umsatzrückgang von -7,1 % – in lokaler Währung um -3,2 % – aufgrund der anhaltenden Marktschwäche. Dennoch konnte die BSH ihre Position als führender nicht-chinesischer Hausgerätehersteller im Markt behaupten.
Wachstumskurs bei der Mehrheit der Produktfamilien
Sieht man sich das Ergebnis nach Produktfamilien an, so gab es im Bereich Kochen eine Trendumkehr: Bei Öfen wurde ein Umsatzplus von +2,0 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt, bei Kochfeldern und Dunstabzugshauben ein Plus von +2,6 % – mit einem deutlichen Trend hin zu Kochfeldern mit integriertem Dunstabzug. Auch die Produktbereiche Geschirrspülen (+2,1 %) sowie Consumer Products (+0,1 %) konnten Wachstum verzeichnen.
Der Kundendienst der BSH, ein maßgeblicher Faktor für die Sicherstellung der Produktlanglebigkeit und die Zufriedenheit von Konsumenten und Handelspartnern, ist mit einem leichten Umsatzanstieg von +0,3 % im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls weiter auf Wachstumskurs. Rückläufig war der Umsatz in den Bereichen Kühlen (-4,0 %) sowie Wäschepflege (-1,0 %). Ursächlich hierfür war vor allem das umkämpfte Marktumfeld, das sich besonders in der Region Greater China mit einer negativen Umsatzentwicklung in beiden Produktfamilien niederschlug.
Zukunftsfahrplan der BSH

Als eine wichtige Stütze des Erfolgs erwiesen sich wieder die gezielten Innovationen, welche die Endkunden in ihrem Alltag spürbar entlasten. Aus diesem Grund wurden die Investitionen in Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 mit Aufwendungen von 847 Millionen Euro und einem Anteil von 5,6 % am Jahresumsatz im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht.
Darüber hinaus blieb die BSH mit zukunftsgerichteten Investitionen in Höhe von 463 Millionen Euro und damit 3,1 % des Umsatzes weiter auf einem hohen Niveau und stützte damit ihre Wachstumsstrategie in den Märkten. Investiert wurde beispielweise in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, die Erfüllung steigender Sicherheitsanforderungen an die IT-Infrastruktur sowie in Kundenservice, Marktpräsenz und Vertrieb. Das Ergebnis war u.a. der erste Backofen mit vollständig integrierter KI-unterstützer Sprachsteuerung, der in China mit Jahresanfang auf den Markt gekommen ist. Weitere Anwendungen in der Wäschepflege sollen in naher Zukunft folgen.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026
Die Märkte werden auch im laufenden Geschäftsjahr volatil bleiben. Die BSH ist währenddessen von der Richtigkeit und Notwendigkeit der verfolgten Strategie überzeugt. „Eine wirkliche Erholung der Märkte ist nicht absehbar. Auch für 2026 rechnen wir unverändert nicht mit Rückenwind. Aber wir haben das Fundament, um uns auch in schwierigen Märkten zu beweisen“, fasst Metz zusammen. „Unser Leitmotiv: Widerstandskraft beweisen und in Zukunft investieren. Genau das haben wir 2025 getan. Genau das setzen wir 2026 konsequent und kraftvoll fort. Unser Anspruch ist Märkte gestalten – mit klaren Entscheidungen, und konsequenter Umsetzung des Zukunftsfahrplans.“


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