Ein Anker für den Fachhandel
Hörbi hat YELLLOW den Marsch gestohlen. Die neue Submarke von Drei reduziert das Mobilfunk-Angebot auf einen aggressiven Preis und ist ansonsten nur im Internet erhältlich. Mit anderen Worten, ein klassisches Diskontangebot, das dem Launch der Postmarke deutlich zuvorgekommen ist. Dass diese Eskalation im Diskontmarkt nicht auf Begeisterung im Handel stößt, ist klar.Im Handel fürchtet man die weitere Erosion der Preise. Und diese Furcht ist meiner Meinung nach nicht unbegründet. Denn die meisten Endkunden sehen nur den Preis. Zusatzleistungen wie Beratung oder auch eine kompetente Hotline werden als unwichtig abgetan oder stillschweigend vorausgesetzt. Ich frage mich deswegen immer wieder, was ist das „Endgame“ der klassischen Diskontanbieter? Denn es stellt sich die Frage, was können Mobilfunker mit solchen Angeboten noch verdienen?
Vielleicht muss man sich der Frage allerdings auch von der Kundenseite nähern. Denn man kann nicht abstreiten, dass es ein sehr preissensibles Kundensegment gibt. In dem Zusammenhang muss ich immer an eine Diskussion denken, die ich vor Jahren mit einem kooperierten Händler aus der Weißware geführt hatte. Der meinte, die Diskontkunden wären ihm die liebsten. Die kaufen zwar nur No-Name-Produkte und verschmähen Services von Herstellern und Handel, seien ansonsten aber pflegeleicht. Beim Kauf einer Billig-Waschmaschine rückt die Familie an, drei Männer heben das Gerät in ein dafür nicht vorgesehenes Auto, gezahlt wird gleich – und dann hört man von diesen Kunden nichts mehr, bis in vier oder fünf Jahren ein Spross der Familie den nächsten Hausstand gründet und sich der Ablauf wiederholt. Handel und Marken stehen bei diesen Kunden allerdings unter dem Generalverdacht, dass sie die Konsumenten so oder so nur abzocken. Diese Gruppe will deswegen nur für das zahlen, was sie unmittelbar nutzt. Der Wert von Zusatzleistungen oder Services wird nicht gesehen, bzw. werden diese bei Bedarf im eigenen Netzwerk organisiert. Der besagte Händler hielt deswegen ein gewisses Sortiment von No-Frills-Geräten vor, in der Hoffnung, damit diese Zielgruppe zumindest hin und wieder für einen minimalen Umsatz in sein Geschäft zu bringen – und bei dieser Gelegenheit zusätzliche Produkte zu verkaufen.
Jetzt ist Mobilfunk in der Bedürfnispyramide inzwischen noch weiter an der Basis angesiedelt als ein Kühlschrank oder eine Waschmaschine, die Logik der Diskontangebote gilt allerdings hier ebenso. Es gibt auch in der Telekommunikation ein Segment von Kunden, welches nur für die Kernleistung bezahlen will. Werden zusätzliche Services benötigt, wenden solche Kunden lieber viel Zeit auf, als auf die Dienste von Netzbetreiber und Handel zurückzugreifen. Solche Kunden sind kaum zu knacken. Andererseits bin ich davon überzeugt, dass die meisten Kunden zutiefst pragmatisch und sicherheitsbewusst sind. Weder wollen sie die Zeit für die Suche nach einer perfekten Lösung aufwenden, noch verfügen sie über das notwendige Wissen, um ihr Smartphone vollkommen abzusichern. Und das in einer Zeit, in der praktisch kein Bankgeschäft mehr ohne Smartphone zu erledigen ist. Deswegen glaube ich, dass gerade Sicherheitspakete in Zukunft ein wichtiger Anker für den Telekom-Fachhandel sein können – wenn er sie anbietet.


Aber einen Tarif mit der Garantie „Ein Tariflebenlang“ gibt eben nur die Post :-). Auch wenn die Zukunft erst zeigen wird, wie das dann tatsächlich gehandhabt wird; sprich irgendwann verdient man nichts mehr damit oder so :-).
Schöne Grüsse von einem Postpartner aus der Mitte Österreichs.
„Panik im Dreiland?“
Herbst 2025 : AMS-Frühwarnsystem aktiviert
Mobilfunker Drei meldete 90 Mitarbeiter beim AMS zur Kündigung an
3 – Geschäftszahlen 2025 (im Vergleich zu 2024)
aktive Kunden : 2.698.000 ( – 63.000)
Wertkarte : aktiv 372.000 ( -11.000)
Vertrag : aktiv 2.326.000 ( – 52.000)
Umsatz : 923 Mil. Euro ( – 34 Mil. Euro)
Marktanteil SIM ohne M2M 3.Qu. 25 lt. RTR-TM : 20,2 % (Magenta 24,9 %)
(1. Quartal 2016 : Hutchison erzielte einen Anteil von 28,2 % . Damit weist Hutchison erstmals mehr Kundinnen und Kunden auf als T-Mobile und findet sich somit erstmals an zweiter Stelle hinter Marktführer A1)
Servicepauschale : Es gibt noch kein OGH-Urteil, was auch einen möglichen Verkauf von „Hutchison-Austria“ nicht leichter macht.
MVNO-Geschäft : Hat die Erwartungen nicht erfüllt (der lachende Dritte war
wohl Krammer mit HoT). Ob Spusu längerfristig „treu“ bleibt ???
Hörbi ist nicht der erste Diskonter denn Hutchison auf den Markt gebracht hat (11.7.24 : Mit dem neuen up³ Tarif „Smart“ gibt es für 4,90 Euro/Monat 50 GB Daten, 4G und 1000 Minuten/SMS. Für preisbewusste Kunden gibt es damit keinen Grund mehr, beim Diskonter zu bleiben.)
Was hat es bis jetzt gebracht ? mfg
Habe seit ca. 1 Jahr das Paket 3up, es fehlt mir nichts und so geht es dem Großteil der Leute. Einfach günstig Telefonieren mit Internet, was will man mehr.