StreamView steht vor der Insolvenz
Mit der Go TV-Serie hatte Thomson einen Eyecatcher im Programm.
2023 hat StreamView die Marke Thomson zurück auf den TV-Markt gebracht. Das Unternehmen mit Hauptquartier in Wien verfolgte dabei ausdrücklich auch eine Fachhandelsstrategie. Letztlich ohne Erfolg: Wie der AKV berichtet, wird die StreamView GmbH in den kommenden Tagen einen Insolvenzantrag einbringen. Die Passiva werden mit 36,6 Mio. Euro angegeben.Erst im März hatten StreamView und established., der Eigentümer des Thomson-Brands, die Markenvereinbarung bis 2040 verlängert. Auf dem Markt wollte StreamView mit seiner 3jährigen Garantie für jedes der Thomson-TV-Modelle sowie seinem Qualitätsversprechen reüssieren. Außerdem hatte Thomson mit seiner mobilen Go TV-Serie auch einen Eyecatcher im Programm. Mit dieser Kombination konnte die Marke im europäischen Umfeld auch einige Erfolge einfahren. So hielt die Marke Thomson nach eigenen Angaben in Finnland bei einem Marktanteil von 16,8% sowie etwa 5% in Frankreich und war im vergangenen Jahr laut GfK die am schnellsten wachsende TV-Marke in Europa.
Als Insolvenzursache wird laut AKV-Meldung vor allem darauf zurückgeführt, dass die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hauptlieferanten und Finanzierungspartner letztlich zusammengebrochen ist. In weiterer Folge scheiterten die Gespräche mit einem möglichen Investor. Dadurch verlor StreamView sowohl einen wichtigen Lieferanten als auch den zentralen Finanzierungspartner.
Die Aktiva werden von StreamView mit rund 24 Mio. Euro aus Warenbeständen und offenen Forderungen angegeben. Diesen stehen 36,6 Mio. Euro an Passiva gegenüber. Wie der AKV mitteilte, soll das Unternehmen nach einer – mit der Insolvenzverwaltung noch abzustimmenden – zeitlich begrenzten Unternehmensfortführung geschlossen werden. Seitens StreamView erhofft man sich hieraus eine Optimierung der Erlöse aus einer allfälligen Verwertung des Unternehmens.
[Update, 15.4.2026] Konkursverfahren eröffnet
Inzwischen wurde bei Handelsgericht Wien auch der Antrag für die Eröffnung eines Konkursverfahrens eingebracht. Als Masseverwalterin wurde Dr. Ute Toifl, (Rotenturmstraße 5-9 / 7. OG 1010 Wien) bestellt.


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