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Montag, 11. Mai 2026
Starkes 1. Quartal 2026

Kräftiges Plus bei PKW-Neuzulassungen – Rekord für E-Autos

Elektromobilität | Wolfgang Schalko | 14.04.2026 | | 2  Markt, Wissen
Der März 2026 war ein guter Monat für die E-Mobilität: Jeder vierte neu zugelassene PKW war rein batteriebetrieben – ein bisheriger Rekord. Bei den Marken hatte die VW-Gruppe klar die Nase vorn und erzielte einen Rekordmarktanteil. Der März 2026 war ein guter Monat für die E-Mobilität: Jeder vierte neu zugelassene PKW war rein batteriebetrieben – ein bisheriger Rekord. Bei den Marken hatte die VW-Gruppe klar die Nase vorn und erzielte einen Rekordmarktanteil. (© Porsche Austria) Laut Statistik Austria wurden im Q1/2026 insgesamt 77.235 PKW neu zugelassen – 17,0% bzw. 11.218 PKW mehr als im Vergleichszeitraum 2025. Insgesamt waren es 100.509 Kraftfahrzeug-Neuzulassungen (+17,6%). Getragen wurde der Aufwärtstrend insbesondere vom Boom bei Hybriden und E-Fahrzeugen – im März war bereits jeder 4. neue PKW rein elektrisch betrieben.

„Im März 2026 hat der Neuwagenmarkt in Österreich stark zugelegt. Die PKW-Neuzulassungen lagen um mehr als ein Viertel über dem Niveau vom März 2025 und erreichten mit 33.018 den höchsten März-Wert seit 2018. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 77.235 neue PKW für den Verkehr zugelassen. Der Zuwachs von 17,% im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres geht vor allem auf die starke Nachfrage von Benzin-Hybriden und Elektro-Autos zurück, während die Neuzulassungen von konventionell angetriebenen PKW stagnieren“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Im 1. Quartal 2026 stiegen die Neuzulassungen von PKW mit alternativen Antriebssystemen im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich auf 49.075 (+11.189 bzw. +29,5%). Benzin-Hybrid-PKW (28.460) erreichten mit +42,0% bzw. 8.411 PKW den höchsten Zuwachs. Die Neuzulassungen von rein elektrisch betriebenen PKW (17.347) stiegen um 22,4% oder 3.170 PKW an. Diesel-Hybrid-PKW verzeichneten hingegen einen Rückgang um 10,7% auf 3.268 Einheiten. Somit haben 63,5% aller im 1. Quartal 2026 neu zugelassenen PKW ein alternatives Antriebssystem verbaut, gegenüber 57,4% im 1. Quartal des Vorjahres. Bei konventionell angetriebenen PKW wurde mit 28.160 Neuzulassungen (+0,1%) in etwa der Vorjahreswert erreicht, wobei Benziner (20.429; +4,3%) gegenüber Diesel-PKW (7.731; −9,5%) klar die Nase vorn hatten.

Rund zwei Drittel aller PKW-Neuzulassungen entfielen im Q1/2026 auf juristische Personen, Firmen oder Gebietskörperschaften (65,8%). Die wichtigsten PKW-Marken zwischen Jänner und März 2026 waren VW (Anteil: 14,9%), Skoda (11,1%), Audi (7,1%) und BMW (6,0%). Side-Fact: Mit 1.112 Neuzulassungen und einem Gesamtmarktanteil von 3,4% (Rang 11) wies BYD im März erstmals vierstellige Zulassungszahlen auf – im Gesamtjahr 2026 will der chinesische Hersteller eine fünfstellige Zahl erreichen.

Bei den Nutzfahrzeugen gab es im Vergleich zum 1. Quartal 2025 bei Lastkraftwagen (LKW) der Klasse N1 mit 8.940 (+1.708; +23,6%), Sattelzugfahrzeugen mit 1.017 (+124; +13,9%) sowie bei land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen mit 1.825 (+222; +13,8%) jeweils ein Zulassungsplus. Weniger Neuzulassungen wurden dagegen bei LKW Klasse N2 (95; −26,9 %) und Klasse N3 (712; −8,6 %) beobachtet.

Bemerkenswerter März

Allein im März 2026 wurden 33.018 PKW neu zugelassen – um 27,2% mehr als im März des Vorjahres. Davon entfiel je rund ein Viertel auf Elektro-PKW mit 8.206 (+2.084 bzw. +34,0%; Anteil: 24,9%) und Benzin-PKW mit 8.181 (+835 bzw. +11,4%; Anteil: 24,8%). Die Spitzenposition in diesem Ranking nahmen mit 12.282 bzw. 37,2% die Neuzulassungen von Benzin-Hybrid-PKW ein (+4.036; +48,9%). Auch bei den insgesamt neu zugelassenen KFZ steht mit 45.552 ein klares PLus von 27,2% (9.747 KFZ) gegenüber März 2025 zu Buche.

„Die Zuwächse bei den Neuzulassungen von E-PKW sind erfreulich und ein klarer Hinweis darauf, dass die E-Mobilität in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Angesichts der Herausforderungen auf den Energiemärkten durch die Krise im Nahen Osten ist es umso wichtiger für uns, unabhängiger von Öl-Staaten zu werden und den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der E-Mobilität zu beschleunigen“, erklärte Mobilitätsminister Peter Hanke. Das Interesse an E-Autos sei durch die hohen Spritpreise massiv gestiegen, Verkaufsplattformen würden von einer um 40 Prozent höheren Nachfrage berichten. „Dieses Momentum gilt es nun zu nutzen und das Thema E-Mobilität stärker in den Fokus zu rücken”, so der Minister weiter. „Denn es geht dabei nicht nur darum, das Klima zu schützen, sondern E-Mobilität ist ebenso wichtig, um unseren Standort gegenüber internationalen Preisschocks resilienter aufzustellen.“

Seitens des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI)  setzt man daher verstärkt auf Aufklärung: Bei vielen Menschen halte sich immer noch der Mythos von geringen Reichweiten bei E-Autos. Diese Bedenken seien jedoch angesichts der deutlich besseren Batterietechnologie und der gut ausgebauten Ladeinfrastruktur unbegründet. Allein die Zahl der Ultraschnell-Ladepunkte (150 kW oder mehr) hat sich demnach innerhalb des letzten Jahres auf 4.000 verdoppelt, weiters gibt es mittlerweile insgesamt fast 40.000 öffentliche Ladepunkte. Moderne E-Autos könnten darüber hinaus Reichweiten von 600 km und mehr erreichen. Umfassende Informationen sind auf der neuen Bundesplattform für E-Mobilität emove-austria.gv.at zu finden.

„Als Mobilitätsminister ist es mir im Zuge meines Programms ‚eMOVE Austria‘ umso wichtiger, zu informieren, Bewusstsein zu schaffen und Vorbehalte gegenüber der E-Mobilität abzubauen. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen”, schloss Hanke.

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Kommentare (2)

  1. Tesla wird hier gar nicht erwähnt, man muß aber schon festhalten das ohne diesen von den hier erwähnten keiner ein E Auto machen würde.
    Lieg ich da falsch?, auch wenn man diesen Musk nicht leiden kann.

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