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Sonntag, 17. Mai 2026
Fuhrparkbarometer Österreich

Wachstumstrend für E-Mobilität bei Firmenflotten

Elektromobilität | Valerie Hagmann | 20.04.2026 | |  
Gregor Bilik, Geschäftsführer bei Arval Austria Gregor Bilik, Geschäftsführer bei Arval Austria Steigende Treibstoffpreise und wirtschaftliche Unsicherheiten erhöhen den Druck auf Österreichs Unternehmen, ihre Mobilität effizienter zu gestalten. Dies geht aus dem aktuellen Fuhrpark- und Mobilitätsbarometer 2026 des Arval Mobility Observatory hervor.

Demnach erwarten 92 Prozent der Unternehmen in den nächsten drei Jahren ein gleichbleibendes oder wachsendes Flottenvolumen. Dieser Optimismus scheint sich durch alle Unternehmensgrößen zu ziehen, auch, wenn im Schnitt Fahrzeuge länger genutzt werden als früher. Die aktuelle wirtschaftliche Lage sorgt für Verunsicherung, daher rechnet man bei Arval Austria damit, dass die Unternehmen noch schneller auf E-Mobilität, Gebrauchtfahrzeuge und alternative Mobilitätslösungen um steigen werden als bisher. 

Vom Nischenprodukt zum Standard

Was die Studie außerdem zeigt ist ein deutlicher Strukturwandel: 91 Prozent der befragten Unternehmen setzen auf Gebrauchtfahrzeuge oder planen dies, was sie zum festen Bestandteil moderner Fuhrparks macht. Österreich liegt bei diesem Trend bereits über dem europäischen Durchschnitt. Leasinganbieter spielen dabei eine zentrale Rolle mit geprüften Fahrzeugen, transparenten Kostenmodellen und integrierten Services. „Mittlerweile kommen auch elektrische Fahrzeuge der ersten Generation verstärkt auf den Gebrauchtwagenmarkt. So können sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen, die bisher zögerten, einfacher in die E-Mobilität einsteigen“, so Gregor Bilik, Geschäftsführer von Arval Austria. Neue Modelle und größere Reichweiten machen die Entscheidung für E-Autos schmackhafter.

Bremsfaktor Ladeinfrastruktur, Mitarbeitermobilität als Wettbewerbsvorteil

42 Prozent der befragten Unternehmen weisen auf fehlende Ladepunkte als Hindernis für weitere Investitionen in E-Mobilität hin, für 39 Prozent sind fehlende Lademöglichkeiten zuhause der Stolperstein. Viele Firmen reagieren auf diesen Mangel mit Ladepunkten am eigenen Standort, Wallboxen für ihre Mitarbeiter oder flexiblen Ladelösungen. Alternativen zum eigenen PKW als Arbeits-Transportmittel stehen allgemein hoch im Kurs. 41 Prozent der Unternehmen unterstützen ihre Beschäftigten mit Zuschüssen für öffentliche Verkehrsmittel, Carpooling, Fahrrad-Leasing und Carsharing gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Dies ist als wichtiger Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte zu sehen.

Leasing als Kostenhebel

Beim Fuhrpark-Finanzierungsmodell dominiert Finanzierungsleasing mit 44 Prozent vor dem klassischen Fahrzeugkauf mit 36 Prozent. Full-Service-Leasing ist zwar noch weniger verbreitet als in vielen anderen europäischen Ländern, doch ein Trendwechsel zeichnet sich ab: Bereits 22 Prozent der Unternehmen planen den Umstieg oder eine vermehrte Nutzung in den nächsten drei Jahren.

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