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Montag, 11. Mai 2026
BMF lenkt nach massiver Kritik ein

Nationale Plastiksteuer kommt nicht!

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 22.04.2026 | | 1  
Die nationale Plastiksteuer scheint nun doch vom Tisch. (Bild: Pixabay) Die nationale Plastiksteuer scheint nun doch vom Tisch. (Bild: Pixabay) Die massive Kritik der gesamten Wertschöpfungskette und der daraus resultierende Appell des Handelsverbands an die Bundesregierung zeigen Wirkung: Die geplante Steuer auf Einwegkunststoffverpackungen (Nationale Plastiksteuer) kommt nun doch nicht, wie der HV informiert.

Eine Nachricht, die viele freuen wird:  Die ursprünglich ab 1. Oktober 2026 geplante nationale Steuer auf Einwegkunststoffverpackungen ist vom Tisch! Handelsverband GF Rainer Will sagt dazu: „Heute ist ein guter Tag für die österreichische Wirtschaft, für den heimischen Handel und für alle Konsumenten im Land. Unsere Appelle an die Bundesregierung wurden gehört und die geplante Plastiksteuer gestrichen.“

Der Handelsverband hatte in den letzten Wochen mit zahlreichen Schreiben an die zuständigen Ministerien sowie in vielen Gesprächen auf höchster politischer Ebene vor den negativen Folgen einer nationalen Plastiksteuer gewarnt. „Mit der Plastiksteuer wären die Entlastungen der Bevölkerung durch die Mehrwertsteuer-Halbierung für Grundnahrungsmittel genauso verpufft wie die Spritpreisbremse“, so Will und: „Eine Kunststoff-Steuer mitten in einem Kunststoff-Preisschock einzuführen – das hätte die Inflationsbekämpfung massiv behindert und neue Zweitrundeneffekte in Form von Preis- und Lohnspiralen ausgelöst. Aus unserer Sicht wäre das eine mutwillige Schädigung des Wirtschaftsstandorts gewesen.“

Die Einkaufspreise für Primär-Kunststoffe und Gummi sind laut Großhandelspreisindex von Statistik Austria von Februar auf März im Schnitt um 10,6% gestiegen. Eine zusätzliche Steuer hätte diese Entwicklung verschärft und letztlich auch die Konsumentenpreise stark erhöht, wie Will anmerkt. „Handelsübliche PET-Getränkeflaschen wären beispielsweise um bis zu 6 Cent teurer geworden – obwohl diese Flaschen seit Einführung des Einwegpfandes 2025 nachweislich im Recyclingkreislauf gehalten werden und eine Recyclingquote von 99,5% aufweisen. Dies wäre wirtschafts- und umweltpolitisch nicht zurechtfertigen gewesen.“

HV-Händlerbefragung: Nationale Plastiksteuer warmeistabgelehnte gesetzgeberische Maßnahme

Die jüngste HV-Händlerbefragung (Q2/2026) war auch eine klare politische Botschaft: Die meistabgelehnte gesetzgeberische Maßnahme war nämlich die nationale Plastiksteuer, gefolgt von einer nationalen E-Commerce-Steuer mit potenzieller Diskriminierung inländischer Onlinehändler.

„Wir haben kein Einnahmenproblem, sondern ein staatliches und föderales Ausgabenproblem. Damit Österreich wieder auf die wirtschaftliche Überholspur kommt, braucht es keine neuen Steuern, sondern endlich mehr Mut bei strukturellen Reformen“, so Rainer Will abschließend.

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Kommentare (1)

  1. Gott sei Dank hat sich die Vernunft durchgesetzt und eine der unzähligen Schnapsideen unserer Regierung kommt doch nicht.
    Deren Dummheit spottet mittlerweile jeder Beschreibung.

    5

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