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Montag, 11. Mai 2026
26. April ist "Tag der Erneuerbaren Energie"

EEÖ: Österreich kann sich leistbar und sauber selbst versorgen

Energiezukunft | Dominik Schebach | 24.04.2026 | |  
Durch den konsequenten Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen könnten Österreich unabhängiger von Importen und ressistenter gegen Preisschocks wegen internationaler Krisen werden. Durch den konsequenten Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen könnten Österreich unabhängiger von Importen und ressistenter gegen Preisschocks wegen internationaler Krisen werden. (© Burgenland Energie) Anlässlich des Tags der Erneuerbaren Energie am 26. April 2026 unterstreicht der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) das enorme Potenzial der sauberen Energiequellen. Der Dachverband bezieht sich dabei u.a. auf die jüngste Studie des AIT, welche belegt, dass die fast vollständige Versorgung Österreichs mit erneuerbarer Energie bis 2040 technisch möglich ist.

„Österreichs Energieabhängigkeit gefährdet die Versorgungssicherheit, belastet Haushalte und schwächt die wirtschaftliche Stabilität. Erneuerbare Energien sind der Schlüssel zu mehr Unabhängigkeit und schützen vor künftigen Krisen“, betont Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin des EEÖ, in einer Aussendung des Dachverbandes. So könne Österreich mit den richtigen Rahmenbedingungen seine Abhängigkeit von fossilen Importen schon in den nächsten Jahren deutlich reduzieren und sich langfristig stabil und unabhängig versorgen. Großes Potenzial sieht Prechtl-Grundnig im Wärmebereich, wo jährlich rund 100.000 Heizungen von Öl und Gas auf erneuerbare Alternativen umgestellt werden könnten. Damit hätte Österreich allein bis 2030 seine Abhängigkeit von Gas und Öl in der Raumwärme um mehr als 30% reduziert – und gleichzeitig wären zahlreiche Haushalte und Unternehmen vor Preisschocks und Versorgungsrisiken geschützt.

Anläslich des bevorstehenden Tags der Erneuerbaren Energie betont Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin des EEÖ, die Rolle der Erneuerbaren in der sicheren Versorgung Österreichs mit Energie.

Im Strombereich würde laut EEÖ ein Ausbau erneuerbarer Energie um 39 TWh bis 2030 Erdgasimporte in Höhe von 1,8 Milliarden m³ einsparen. Der Einsatz von Biomethan würde bis 2030 zusätzlich über 4% an importiertem Erdgas ersetzen. Eine wichtige Perspektive für jene Bereiche, in denen ein Verzicht auf gasförmige Brennstoffe schwer möglich ist, wie etwa manche Industrieprozesse. Die Voraussetzung dafür ist jedoch ein konsequenter Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Umstieg auf nachhaltige Wärmeerzeugung.

Abhängigkeit macht verwundbar

Dass der Umstieg auf Erneuerbare Energien eine zusätzliche Dringlichkeit erfahren hat, beweisen die täglichen Nachrichten. Die internationale Konflikte und Unsicherheiten auf den Energiemärkten zeigen deutlich, dass Preisschwankungen bei Öl und Gas kein kurzfristiges Phänomen, sondern ein strukturelles Risiko sind. Steigende Energiepreise treiben zudem die Inflation und belasten sowohl private Haushalte als auch Unternehmen massiv. Derzeit basiert Österreichs Energiesystem noch zu über 60% auf den Energieträgern Öl, Gas und Kohle, die fast ausschließlich aus Ländern mit kritischer Sicherheitslage importiert werden müssen.

Diese Abhängigkeit macht das Land anfällig für geopolitische Krisen, volatile Preise und mögliche Versorgungsengpässe – und stellt nach Ansicht des EEÖ eines der größten wirtschaftlichen Risiken der kommenden Jahre für Österreich dar. Diese Erkenntnis setzt sich derzeit auch in den heimsichen Vorstandsetagen durch, wie eine Umfrage des Unternehmensberaters Deloitte unter österreichischen Finanzvorständen gezeigt hat: Für die nahe Zukunft befürchteten 52% von ihnen Preisschocks bei Energie sowie 46% eine weitere Eskalation des Konflikts im Nahen Osten. Was zu einer zunehmenden Belastung für die heimische Wirtschaft werde. Laut Deloitte sei der Ausbau erneuerbarer Energie deswegen der Schlüssel zur Stärkung der österreichischen Wirtschaft.

Konsequent handeln

Der Ausbau erneuerbarer Energien sei neben der großen Bedeutung für den Klimaschutz deswegen eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität, Versorgungssicherheit und leistbare Energiepreise, argumentiert man seitens der EEÖ. „Österreich hat alle Voraussetzungen, sich sicher, sauber und leistbar mit Energie zu versorgen. Jetzt gilt es, dieses Potenzial konsequent zu nutzen und den Ausbau erneuerbarer Energien entschlossen voranzutreiben – für mehr Unabhängigkeit, stabile Preise und eine starke Wirtschaft“, so Prechtl-Grundnig abschließend.

 

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