Bundesgremium kritisiert Steuerpläne zur E-Mobilität
Bundesgremialobmann Robert Pfarrwaller sieht die geplanten Änderungen beim Sachbezug zur E-Mobiität kritisch: "Wer an einer Stelle bremst, schwächt das gesamte System."
Sehr kritisch sieht Bundesgremialobmann Robert Pfarrwaller die Steuerpläne der Regierung zur E-Mobilität. Er fürchtet, dass mit dem Kurswechsel das Vertrauen in die Energiewende untergraben wird und sieht eine Schwächung für Betriebe, Beschäftigte sowie den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur.Der österreichische Elektrohandel kritisiert die Pläne, privat genutzte Firmen-Elektroautos künftig steuerlich stärker zu belasten. Ein Sachbezug auf E-Firmenautos wäre ein falsches Signal zur falschen Zeit: Er würde Betriebe und Beschäftigte zusätzlich belasten, die Attraktivität der E-Mobilität senken und Investitionen in Ladeinfrastruktur, Photovoltaik, Speicherlösungen und moderne Gebäudetechnik bremsen.
„Wer Unternehmen jahrelang in Richtung E-Mobilität lenkt und dann plötzlich die steuerlichen Spielregeln ändert, beschädigt Vertrauen, Planungssicherheit und Investitionsbereitschaft“, warnt Robert Pfarrwaller, Obmann des Bundesgremiums des Elektro- und Einrichtungsfachhandels. „Gerade der Elektrohandel sieht täglich, wie eng E-Mobilität, Ladeinfrastruktur und Energiewende zusammenhängen. Wer hier bremst, schwächt einen ganzen Zukunftsmarkt und die Energiewende an sich.“
Neue Belastungen schaffen Wettbewerbsnachteil
Nach Ansicht von Pfarrwaller erwächst den Unternehmen aus den Steuerplänen der Bundesregierung ein vermeidbarer Nachteil im Wettbewerb um Fachkräfte, Investitionen und moderne Fuhrparklösungen – und das sowohl national wie international. Außerdem werde damit der Umstieg auf klimafreundliche Mobilität verlangsamt. Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur wäre betroffen. Weniger attraktive E-Firmenfahrzeuge bedeuten weniger Nachfrage nach Wallboxen, Ladepunkten, Lastmanagement und Netzanschlüssen. Vor dem Hintergrund der extrem schwachen Baukonjunktur wäre das ein weiterer Rückschlag für Elektrohandel und Elektrogewerbe.
„Budgetsanierung darf nicht auf Kosten von Zukunftstechnologien erfolgen“, betont deswegen Robert Pfarrwaller. „Es gehört auf der Ausgabenseite eingespart, statt immer neue Einnahmen zu erfinden und Betriebe weiter zu belasten.“
Schließlich haben viele Unternehmen ihre Fuhrparks und Ladeinfrastruktur im Vertrauen auf stabile steuerliche Rahmenbedingungen geplant. Eine abrupte Änderung würde sich massiv auf Investitionsentscheidungen auswirken. Der Elektrohandel fordert daher klare Übergangsregeln: Bestehende Fahrzeuge, laufende Leasingverträge und bereits getätigte Investitionen müssen ausgenommen werden. Änderungen dürfen nur für Neuanschaffungen ab einem klar definierten zukünftigen Stichtag gelten. „E-Mobilität, Ladeinfrastruktur und Energiewende sind unmittelbar miteinander verbunden. Wer an einer Stelle bremst, schwächt das gesamte System“, so Robert Pfarrwalller abschließend.


Wenn die e-Mobilität das gelbe vom Ei wäre, Brauchts keine Förderungen.
Ohne Förderung interessiert natürlich keinen, Weil im Verbrauch zum Verbrenner alles komplizierter und schlechter ist.
und auch viel teurer in der Anschaffung,
Das kann man so sehen. Dann müsste man allerdings auch die wahren Kosten für die Verbrenner einrechnen. Allein durch Umweltverschmutzung und Klimawandel verursacht die Verbrennung von ein Liter Benzin oder Diesel einen Schaden zwischen 60 und 120 Cent – nach einer eher konservativen Rechnung des deutschen Umweltbundesamtes. Schlägt man diese Kosten auf den Treibstoffpreise drauf, dann hat sich der Verbrenner erledigt.
Tut halt niemand, weil niemand die Nachteile für sein morgiges Ich mitbedenken will (von Kindern und Kindeskindern ganz zu schweigen), sondern immer nur den Augenblick sieht.
Man könnte allerdings auch die Energiewende als Chance für uns begreifen, die wir uns diesmal nicht von der Fossil-Lobby kaputtmachen lassen. Dann wäre der Umstieg die Anfangsinvestition und wir holen uns die 8% unserer Wertschöpfung, die jährlich wegen des Imports von Öl und Gas ins Ausland abfließen zurück.
Wenn die Förderung dazu da wäre damit es sich lohnt dann hätten sie (wagl) recht.
Die Förderungen sind aber in diesem Fall nicht damit sichs lohnt sondern damit der Umstieg rascher voran geht und dadurch der Preis auch rascher sinkt.
Ihre Anschauung über Verbrauch, komplizierter, schlechter sind schon sehr aus der Luft gegriffen, es darf aber jeder seine eigene Anschauung haben.