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Mittwoch, 10. Juni 2026
Die E&W und ich: Valerie Hagmann

Ein unverhoffter Glücksfall

Hintergrund | Valerie Hagmann | 10.05.2026 | Bilder | | 1  Meinung
Seit 1. April 2026 darf ich das Team der E&W redaktionell verstärken. In weiterer Zukunft werde ich mich vorwiegend mit dem Bereich Erneuerbare Energie beschäftigen. Seit 1. April 2026 darf ich das Team der E&W redaktionell verstärken. In weiterer Zukunft werde ich mich vorwiegend mit dem Bereich Erneuerbare Energie beschäftigen. (© Veronika Schweigl) Den Journalismus und mich verbindet eine lange und mitunter turbulente Liebesgeschichte. Dass ich nach ein paar Jahren in anderen Gefilden wieder für ein Fachmagazin schreiben darf, hatte ich für dieses Jahr so gar nicht auf dem Radar.

Technologie hat mich mein Leben lang fasziniert. Als Kind der 80er-Jahre bin ich ziemlich analog aufgewachsen, habe als Science-Fiction-Fan aber immer gern davon geträumt, was technisch alles möglich sein könnte. Auch, wenn sich spätestens in meinen Teenager-Jahren andere Leidenschaften dazugesellt haben, die Neugier für alles Technologische ist geblieben, und das sollte sich am Ende auch beruflich zeigen.

Zufälle und Umwege

Geschichten geschrieben habe ich in meiner Erinnerung schon, seit ich einen Stift halten kann. So ganz klar war mir der passende Karrierepfad aber dennoch lange nicht. Nach einigen Jahren in verschiedenen Studierendenjobs und Studiengängen, die zwar spannend, aber dann doch zu theoretisch für meinen Geschmack waren, führte mich der Zufall zu einem Praktikum im Online-Journalismus. Da lernte ich schnell, dass Technologie-Affinität und Liebe zum Geschichten-Erzählen alleine nicht ausreichen in diesem komplexen Beruf. Ein Sprung ins kalte Wasser – ich hatte nicht viel mehr als gefährliches Halbwissen über journalistische Arbeit, und von einem Tag auf den anderen war ich mit vielen Aufgaben konfrontiert, die eine ziemliche Herausforderung für mich waren, wie auch das Themengebiet selbst: Technologiejournalismus. Aber Probieren ging in diesem Fall über Studieren und so war sechs Monate und eine sehr steile Lernkurve später sehr klar: hier bin ich richtig.

Als (freie) Journalistin war ich bald auch für andere Medien im Einsatz, zum Beispiel im Redaktionsteam von e-Media und als Online-Redakteurin für den Report Verlag. Spätnächtliche Live-Ticker von Produktvorstellungen, Berichterstattung über die neuesten Trends von Technik-Messen, News aus der Technologie- und Softwarebranche, Interviews mit Fachleuten und Testberichte über alles, was Strom hat – das war mein täglich Brot. Doch dann funkte die Pandemie dazwischen, die Jobs im Journalismus wurden schwieriger, und ich traf die Entscheidung, der finanziellen Sicherheit wegen die Branche zu wechseln. Im Kommunikationsteam der Diakonie hieß es erneut für mich: rein ins kalte Wasser und ein ganz anderes Publikum ansprechen, eine Herausforderung, die ich gerne annahm. Nebenberuflich absolvierte ich noch eine künstlerische Ausbildung und erkundete auch hier wieder persönliches und fachliches Neuland.

Journalismus-Liebe

Ich kann mich für vieles begeistern, doch zum Journalismus hat es mich immer wieder zurückgezogen. Denn auch, wenn die Arbeit oft stressig und die Deadlines oft zu nah sind, ist der Beruf doch immer ein Quell der Motivation und Begeisterung für mich gewesen. Als also Anfang des Jahres unverhofft eine Job-Empfehlung meines ehemaligen Kollegen beim IT-Report, Martin Szelgrad, in mein Postfach flatterte, war ich mehr als erfreut. Schon kurze Zeit später durfte ich mich bei der E&W vorstellen. Schnell war klar, dass die journalistischen und zwischenmenschlichen Wellenlängen gut harmonierten. Skeptisch war ich vorab nur dahingehend, meiner neuen Leserschaft gerecht zu werden, denn so viel journalistische Kompetenz ich mir nach mehr als zehn Jahren im Beruf auch erarbeitet hatte, so bescheiden ist mein Fachwissen (noch!) über die Branche. Meine neuen Kolleg:innen nehmen mir aber bei der täglichen Zusammenarbeit den Stress, indem sie mich an ihrem Arbeitsalltag und ihrem reichen Erfahrungsschatz teilhaben lassen, immer ein offenes Ohr für mich haben und mich stets in die richtige Richtung leiten, wenn ich mir unsicher bin. Und schließlich ist mein Werdegang von Neuanfängen durchzogen, denen ich immer wieder mit Aufgeschlossenheit und Neugier begegnen konnte. Nach meinem ersten Monat als Teil der Redaktion ziehe ich ein absolut positives Fazit, nicht zuletzt durch die großartige Unterstützung vom ganzen E&W-Team. Ich freue mich darauf, weiter in mein neues Aufgabengebiet einzutauchen.

Bilder
Seit 1. April 2026 darf ich das Team der E&W redaktionell verstärken. In weiterer Zukunft werde ich mich vorwiegend mit dem Bereich Erneuerbare Energie beschäftigen.
Seit 1. April 2026 darf ich das Team der E&W redaktionell verstärken. In weiterer Zukunft werde ich mich vorwiegend mit dem Bereich Erneuerbare Energie beschäftigen. (© Veronika Schweigl)
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