Nexi + HV „Payment Report“: 9 von 10 Österreichern kaufen online ein, 65% shoppen am liebsten mit dem Smartphone
(Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)
Der aktuelle Payment Report 2025 von Zahlungsdienstleister Nexi und Handelsverband zeigt: Der digitale Handel in Österreich hat eine neue Reifestufe erreicht. 9 von 10 Österreichern kaufen demnach online ein, und für 65% ist das Smartphone mittlerweile das wichtigste Gerät beim Online-Shopping. „Digitale Zahlungen sind damit über alle Generationen hinweg fest im Alltag verankert – sowohl online als auch im stationären Handel“, sagen Nexi und der Handelsverband.„Der österreichische Payment-Markt hat eine hohe digitale Reife erreicht. Neue Technologien allein machen heute keinen Unterschied mehr – entscheidend ist, wie einfach, schnell und zuverlässig sie im Alltag funktionieren“, erklärt Damir Leko, Country General Manager von Nexi in Österreich. „Konsumenten erwarten konsistente nahtlose Prozesse über alle Kanäle hinweg. Wer Reibung im Zahlungsprozess reduziert, stärkt nicht nur den Abschluss, sondern auch die langfristige Kundenbindung.“
„Mit einer Durchdringung von 90% über alle Altersgruppen hinweg ist der digitale Einkauf in Österreich mittlerweile fest verankert“, bestätigt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. Besonders stark verbreitet ist er bei den 18- bis 59-Jährigen, doch auch in der Generation 60+ kauft eine deutliche Mehrheit online ein.
Bei der Wahl der Online-Zahlungsmethoden stehen Einfachheit (60%), Geschwindigkeit (58%) und Sicherheit (53%) klar im Vordergrund. Der österreichische Markt gilt damit als digital hoch entwickelt, aber selektiv. Konsumenten setzen auf etablierte und vertraute Zahlungsmethoden wie Debit- und Kreditkarten, während alternative Methoden wie Kauf auf Rechnung eine ergänzende Rolle einnehmen. Damir Leko: „Wir sehen, dass Konsumenten heute sehr bewusst entscheiden, wie sie bezahlen. Sie erwarten einfache Abläufe, klare Informationen und ein verlässliches System. Für Händler bedeutet das, Payment nicht isoliert zu betrachten, sondern als Bestandteil der gesamten Customer Journey.“
Digitale Ausgaben verlagern sich in Richtung Alltag, Services und Mobilität
Der Payment Report 2025 zeigt zudem, welche Kategorien den digitalen Handel in Österreich prägen. Bei den physischen Produkten liegt Bekleidung mit 45% klar an der Spitze, auch Schuhe schneiden mit 28% sowie Beauty-Produkte mit 23% gut ab. Lebensmittel gewinnen weiter an Bedeutung und erreichen inzwischen 22%. „Das unterstreicht, dass sich Online-Shopping zunehmend vom klassischen Modekauf hin zu alltäglichen Bedarfskategorien entwickelt“, sagt Will.
Gleichzeitig wächst der Anteil digitaler Dienstleistungen. Besonders dynamisch zeigt sich der Bereich Versicherungen, der mit 21% einen deutlichen Zuwachs verzeichnet. Zugelegt haben auch Streaming-Dienste mit 32%. „Digitale Zahlungen werden damit immer stärker Teil eines integrierten Finanz- und Lebensmanagements“, sagen Leko und Will.
„Zwischen digitaler Nutzung und stationärer Stärke“
Gerade in der Hotellerie zeige sich die klare digitale Verankerung bei geplanten Ausgaben, wie die Studienautoren erläutern. „23% der Österreicher buchen Hotels online, auch der Online-Kauf von Zugtickets erreicht 22%. Digitale Buchungsprozesse sind damit insbesondere bei Reisen fest etabliert.“
In der Gastronomie bleibt der Konsum hingegen überwiegend stationär geprägt. Fast Food oder Take-away (25%) sowie Bars oder Cafés (35%) zählen zu den häufigsten Ausgabebereichen im Geschäft. „Die Branche ist damit weiterhin stark lokal verankert, auch wenn digitale Zahlungsmethoden im stationären Handel insgesamt an Bedeutung gewinnen“, so WIll.
Digitaler Fortschritt zeigt sich im Alltag – beim Bezahlen wie bei der Verantwortung
Während 65% der Österreicher online ausschließlich auf dem Smartphone shoppen, gewinnt das Smartphone auch im stationären Handel weiter an Bedeutung: 38% bezahlen bereits im Geschäft mit dem Smartphone. Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung bei den 18- bis 29-Jährigen, von denen laut Report 73% mobile Zahlungen nutzen.
„Der Onlinehandel bleibt auf der wirtschaftlichen Überholspur und das Smartphone der Überflieger. Zwei Drittel der Österreicher nutzen es als Hauptgerät im E-Commerce. Auch im stationären Handel wächst der Mobile-First-Trend rasant, 4 von 10 Kunden bezahlen regelmäßig mit dem Handy. Und besonders wer die junge Zielgruppe erreichen will, muss mobil denken“, so Rainer Will.
Bargeld bleibe dennoch stabil und mache weiterhin rund 40 % der Zahlungen aus. „Österreich zeigt damit eine Koexistenz verschiedener Zahlungsformen – digital fortgeschritten, aber ohne radikale Verdrängung traditioneller Methoden“, sagt der HV GF.
Parallel dazu wächst auch das Bewusstsein für nachhaltige Prozesse im digitalen Handel. 41% der Konsumenten geben an, dass Umweltaspekte beim Online-Shopping für sie wichtig sind, bei den 30- bis 39-Jährigen liegt dieser Wert bei 46%. Gleichzeitig zeigt sich eine pragmatische Haltung: 38% stehen dem Thema neutral gegenüber, 20% bewerten es als weniger relevant. Gefragt sind vor allem konkrete und nachvollziehbare Maßnahmen entlang der Lieferkette. 57% erwarten eine möglichst abfallarme Verpackung, 26% befürworten längere Lieferzeiten zugunsten effizienterer Logistik, 31% legen Wert auf nachhaltige Rückgabeprozesse.
Damir Leko sagt abschließend: „Österreich befindet sich auf einem sehr guten Weg. Die hohe digitale Durchdringung zeigt, dass Konsumenten neue Lösungen gut annehmen, wenn sie im Alltag sicher und reibungslos funktionieren. Der nächste Schritt liegt in der konsequenten Weiterentwicklung – in integrierten, effizienten und vertrauenswürdigen Prozessen über alle Kanäle hinweg. Genau hier entscheidet sich nachhaltiger Erfolg im Handel.“
Der Report
Der Payment Report 2025 wurde vom europaweit tätigen Zahlungsdienstleister Nexi in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband Österreich erstellt. Grundlage ist eine umfassende, repräsentative Studie zum Konsum- und Zahlungsverhalten in Europa. Insgesamt wurden 27.930 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren mit Internetzugang in elf europäischen Ländern befragt, darunter mehr als 2.500 in Österreich. Die Erhebung erfolgte über das gesamte Jahr hinweg auf wöchentlicher Basis und soll reale Einkaufs- und Zahlungserfahrungen abbilden.


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