Spatenstich für ersten Großbatteriespeicher in Salzburg erfolgt
V.l: Blackvolt CEO Greg Green, Landesrat Maximilian Aigner, Bürgermeister Georg Djundja, Blackvolt Managing Director Constantin Vana und Blackvolt Managing Director Johannes Srajer (© Blackvolt Energy/APA Fotoservice/Franz Neumayr)
In Oberndorf bei Salzburg ist vergangenen Mittwoch der Spatenstich für den ersten Stand-alone-Großbatteriespeicher erfolgt. Die Anlage soll im ersten Quartal 2027 in Betrieb gehen und gilt als wichtiger Meilenstein für die Integration erneuerbarer Energien in das Stromsystem.Hinter dem Projekt steht das oberösterreichische Unternehmen Blackvolt Energy, das den Speicher als wichtigen Baustein für die künftige Stromversorgung sieht. Der Batteriespeicher mit einer Leistung von 18 Megawatt und einer Kapazität von 36 Megawattstunden kann Energie zwischenspeichern und bei Bedarf innerhalb von Millisekunden wieder ins Netz einspeisen. Dadurch sollen Schwankungen ausgeglichen und erneuerbare Energien effizienter nutzbar gemacht werden. Eine vollständige Entladung entspricht in etwa dem Energieaufwand, um 13.000 Tonnen Wasser 1.000 Meter hoch zu pumpen oder rund 180.000 Kilometer mit einem Elektroauto zurückzulegen.
Starkes Signal
Am Spatenstich nahmen unter anderem Vertreter von Blackvolt Energy, darunter die Geschäftsführer Greg Green, Constantin Vana und Johannes Srajer. Für die Gemeinde Oberndorf stellt die Anlage einen wichtigen Entwicklungsschritt dar, wie Bürgermeister Georg Djundja erläutert: „Die Entscheidung, eine derart bedeutende Energiespeicheranlage in Oberndorf zu errichten, zeigt, dass unsere Region ein attraktiver Standort für Zukunftstechnologien ist. Gleichzeitig leisten wir damit einen konkreten Beitrag zur Energiewende.“
Gregory Green, Gründer und CEO von Blackvolt Energy ergänzt: „Wir errichten in Salzburg den ersten Großbatteriespeicher. Salzburg liegt als Schnittstelle im Energiesystem – gerade hier braucht es leistungsfähige Speicherlösungen, um die Energiewende effizient voranzutreiben. Angesichts der zunehmenden Volatilität an den europäischen Strommärkten und des raschen Ausbaus erneuerbarer Energien werden Batteriespeicher zu einer zentralen Infrastruktur für die Stabilität des Energiesystems. Wir haben unsere Plattform so aufgebaut, dass wir Projekte auf höchstem Niveau entwickeln, vollständig genehmigt sowie netzseitig abgesichert. Besonders wichtig ist uns dabei die gute, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – vom Land Salzburg über die Gemeinde bis hin zu weiteren Projektpartnern. Dass hier der erste Stand-alone Großbatteriespeicher entsteht, ist ein starkes Signal für die Innovationskraft der Region.“
Ausblick
Mit dem Projekt in Oberndorf möchte Salzburg seine Rolle als wichtiger Knotenpunkt im österreichischen Energiesystem stärken. Blackvolt Energy plant bis Ende 2026 mehrere weitere Batteriespeicherprojekte umzusetzen und seine Position als einer der führenden Entwickler und Betreiber von Energiespeichern in Österreich weiter auszubauen. „Für eine erfolgreiche Energiewende brauchen wir aus meiner Sicht die richtigen Bausteine – von der Erzeugung über die Netze bis hin zu Speichern. Das Batteriespeicherkraftwerk in Oberndorf ist genau das: ein Infrastrukturprojekt, das unser Energiesystem fit für die Zukunft macht. Netzdienliche Speicher helfen, erneuerbare Energie optimal einzusetzen, das Stromnetz stabil zu halten und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Salzburg beweist damit erneut, dass wir bei der Entwicklung moderner Energietechnologien zu den Vorreitern zählen“, so Landesrat Maximilian Aigner.


Kommentare