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Mittwoch, 22. Juli 2026
Cybercrime, Spionage, Sabotage

WK Wien: Bedrohungslage für KMUs wird unterschätzt

Hintergrund | Dominik Schebach | 13.05.2026 | |  
(© pixabay) Cybercrime, Sabotageakte und Wirtschaftsspionage betreffen längst nicht mehr nur Großbetriebe, sondern auch immer mehr KMU. Aber gerade diese Unternehmen unterschätzen nach Ansicht von Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der WK Wien, noch immer die Bedrohung. Für die benötigten Sicherheitskonzepte und zum Abbau der "Schwellenängste" verweist Heimlicher deswegen auf die Angebote der WK Wien für ihre Mitglieder.

Die Bedrohungslage ändert sich. Denn neben Cyberangriffen stellen Sabotageakte und wirtschaftlich motivierte Spionage vor allem KMU zunehmend vor neue sicherheitspolitische und organisatorische Herausforderungen. In diesem Zusammenhang dürfe man nicht vergessen, dass so manches Unternehmen in seiner Nische eine führende Rolle einnehme – und gerade solche „Hidden Champions“ verfügen über spezialisiertes, schwer reproduzierbares Prozess- und Fertigungswissen.

Betroffen sind deswegen nicht nur IT-Systeme, sondern auch Führungskräfte, Mitarbeiter, Gebäude, Lieferketten und sensible Unternehmensdaten. Die jährliche Erhebung der KPMG, an deren Umfrage auch die WK Wien beteiligt war, malt dazu ein relativ drastisches Bild. Der Angriff gegen jedes sechste Unternehmen in Wien war erfolgreich. Und jedes fünfte Unternehmen verzeichnete eine Zunahme der Angriffe gegenüber dem Vorjahr.

„Cyberangriffe treffen nicht nur Großkonzerne. Gerade kleine und mittlere Betriebe zählen zu den häufigen Zielen, weil Sicherheitsmaßnahmen oft unterschätzt werden“, erklärte Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting, in einer Aussendung der WK Wien. (Foto: © studiowey)

„Cyberangriffe treffen nicht nur Großkonzerne. Gerade kleine und mittlere Betriebe zählen zu den häufigen Zielen, weil Sicherheitsmaßnahmen oft unterschätzt werden“, erklärte deswegen Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting, in einer Aussendung der WK Wien. „Cybersicherheit ist daher kein Nice-to-have, sondern ein Muss für jedes Unternehmen.“

Unterstützung durch die WK Wien

Heimlicher verwies in diesem Zusammenhang auch auf das Angebot der Wirtschaftskammer Wien. Diese unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe gezielt beim Thema Cyber- und Informationssicherheit. Seit 2017 gibt es eine eigene Cybersecurity-Hotline, die unter der Nummer 0800 888 133 an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr erreichbar ist und eine Ersthilfe anbietet bzw. auf Wunsch den Kontakt zu einem auf Cybersecurity spezialisierten IT-Dienstleister in der näheren Umgebung des betroffenen Unternehmens herstellt.

Darüber hinaus gibt es auch Info-Veranstaltungen, die sich dem Thema widmen. Um den finanziellen Schaden im Falle eines Angriffs möglichst gering zu halten, gibt es die Möglichkeit einer Cybersecurity-Versicherung. Erste Anlaufstelle ist hier der Versicherungsmakler des Vertrauens, der das passende Produkt kennt.

„Viele Angriffe lassen sich durch einfache organisatorische und technische Maßnahmen verhindern. Unser Ziel ist es, Betriebe dabei konkret zu begleiten und Schwellenängste abzubauen“, so Heimhilcher.

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